Heute, am 20. Juli, ist der Geburtstag Schalom Ben Chorins.
Ben-Chorin wurde unter dem bürgerlichen Namen Friedrich Rosenthal am 20. Juli 1913 in München geboren. Nach mehreren Verhaftungen durch die Gestapo floh er 1935 nach Palästina und nahm in Jerusalem seinen Wohnsitz. Nach seiner Flucht vor den Nazis tauschte er seinen bürgerlichen Namen ein gegen das seit 1931 publizistisch verwendete Pseudonym: Schalom (Frieden) Ben-Chorin (Sohn der Freiheit). Im Hinblick auf Christentum und Kirche sind von großer Bedeutung seine über 30 Bücher zum jüdisch-christlichen Dialog.
Die folgende Beschreibung stammt aus einem Nachruf zum Tod Ben Chorins († 7. Mai 1999 in Jerusalem):
»Ben-Chorin wurde zum Pionier eines ganz eigenständlichen interreligiösen Dialogs. (…) In vielen Vorträgen war er immer wieder bemüht, einen lebendigen Dialog zwischen den Religionen, vor allem zwischen Juden und Christen, in Gang zu bringen. (…) Er hatte der Kirche viel zu sagen und er war bereit, auch von Christen zu lernen. (…) Ben-Chorin hatte die Gabe, die innere Verwandtschaft zwischen Judentum und Christentum zum Leuchten zu bringen.« (J. Jeziorowski: Ein wahrer Sohn der Freiheit – Zum Tod von Schalom Ben-Chorin, in: Lutherische Monatshefte, Juni 1999, 18.)
Bekannte Bücher Ben-Chorins sind
- Bruder Jesus: Der Nazarener in jüdischer Sicht. München 1967
- Paulus: Der Völkerapostel in jüdischer Sicht. München 1970
- Mutter Mirjam: Maria in jüdischer Sicht. München 1971
- Ich lebe in Jerusalem. Ein Bekenntnis zu Geschichte und Gegenwart, Gerlingen 1979
Im Evangelischen Gesangbuch (Ausgabe für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) findet man zwei Gedichte Ben-Chorins: “Und suchst du meine Sünde” (EG 237) und “Das Zeichen” (EG 613):
1. Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt,
ist das nicht ein Fingerzeig, dass die Liebe bleibt?
2. Dass das Leben nicht verging, soviel Blut auch schreit,
achtet dieses nicht gering in der trübsten Zeit.
3. Tausende zerstampft der Krieg, eine Welt vergeht.
Doch des Lebens Blütensieg leicht im Winde weht.
4. Freunde, dass der Mandelzweig sich in Blüten wiegt,
bleibe uns ein Fingerzeig, wie das Leben siegt.
Weitere Informationen zum Leben und zu den Schriften Ben-Chorins finden sich
























[...] vor einem Jahr habe ich daran erinnert, dass heute ausserdem auch noch der Geburtstag Schalom Ben Chorins (*20. Juli 1913 in München, † [...]