50 Jahre Aktion Sühnezeichen

Mit einem fünftägigen Veranstaltungsprogramm im Berliner „Haus der Kulturen der Welt“ hat die Aktion Sühnezeichen ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert. Den Höhepunkt bildete ein Festakt, an dem auch Bundespräsident Horst Köhler teilnahm. Unter den Gästen waren zudem die Vorsitzende des Zentralrates der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, der Berliner Kardinal Georg Sterzinsky und der EKD-Ratsvorsitzende, Bischof Wolfgang Huber. Huber betonte in seinem Grußwort: „Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und andere christlich profilierte Freiwilligendienste sind nicht nur ein Markenzeichen der Kirche, sondern sie leisten auch Wertvolles für unsere Gesellschaft.“

Die Aktion Sühnezeichen wurde 1958 auf einer Synode der EKD gegründet. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, „konkret“ und „zeichenhaft“ Verantwortung zu übernehmen für den Mord an Millionen Juden und das Leiden, das die Deutschen im Zweiten Weltkrieg über die Völker Europas gebracht haben. Seit den Anfängen haben rund 10.000 junge Menschen an Arbeitseinsätzen im In- und Ausland teilgenommen. Einsatzorte sind unter anderem KZ-Gedenkstätten, die Begleitung von Holocaust-Überlebenden und die Mitarbeit an Antirassismus-Projekten.

(Text: EKD-Newsletter 283, Grafik: Aktion Sühnezeichen Friedensdienste)

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