Projekttag zum Thema „Kindersoldaten“ und „Landminen“

Um so ernste Themen wie Kindersoldaten und Landminen ging es am vergangenen Samstag, 20. September 2008, bei einem Projekttag für Konfirmanden im Evangelischen Gemeindehaus in Ewersbach. Eingeladen zu diesem Projekttag hatte die Kirchengemeinde Ewersbach Frau Dr. Ute Greifenstein, die im Zentrum Ökumene der EKHN in Frankfurt als Referentin für den Bereich „Ökumenische Diakonie“ (dazu zählt unter anderem auch die Aktion „Brot für Welt„) zuständig ist.

Durch Arbeitsgruppen, den preisgekrönten Film „Lost Children“ über Kindersoldaten in Uganda und die Ausstellung „Frieden statt böse Mi(e)nen“ von Brot für die Welt erarbeiteten sich die Konfirmanden Wissen, das sie anschließend am Nachmittag künstlerisch umsetzten.

Bei dem Seminar am Vormittag erfuhren die Konfirmanden, dass es zwar bei uns in Europa recht friedlich zugeht, es aber dennoch zwischen 1945 und 2006 weltweit 218 Kriege gab, bei denen 185 Millionen Menschen starben. Besonders schlimm fanden sie die Situation der Kindersoldaten, von denen es in verschiedenen Ländern noch immer zwischen 250.000 und 300.000 gibt und die, wenn sie aus dem Krieg zurückkehren, ohne Hilfe kaum Chancen haben, sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren. „Wenn man sieht, wie es Kindern in anderen Ländern geht, dann merkt man, wie gut wir es hier haben“, so Katharina und ihre Mitkonfirmanden.

Dass Minen bereits für 3 Euro zu haben sind, für deren Räumung jedoch Kosten in Höhe von 300 bis 1000 Euro entstehen, und weltweit über Hundert Millionen Minen als schreckliche Hinterlassenschaft von Kriegen Tag für Tag Menschen bedrohen (in Afghanistan sind nur 34% des Landes nicht vermint), fanden alle „echt krass“. „Wenn nach einem Krieg so viele Landminen die Leute bedrohen, da hört so ein Krieg ja gar nicht auf“, meint Jannis. Die Konfirmanden erfuhren auch, dass Brot für die Welt Mitglied in der Landminenkampagne ist, die sich für ein Verbot aller Landminen und Streumunition und die Hilfe für Landminenopfer einsetzt. Es wurde außerdem über das Integrationsprogramm für ehemalige Kindersoldaten und Kriegsopfer in Sierra Leone und über das Versöhnungsprogramm des Lutherischen Weltbundes in Ruanda informiert, die beide Projektpartner von Brot für die Welt sind.

Keine Marsmenschen, sondern Ewersbacher und Steinbrücker Konfirmanden, eingehüllt in große Plastiktüten, arbeiten an ihrem Kunstprojekt "Spiegelungen". (Foto: U. Greifenstein, Zentrum Ökumene, Frankfurt)

Voller Eifer arbeiteten die Konfirmanden am Nachmittag an ihrem Kunstprojekt „Spiegelungen“, bei dem sie ihr am Vormittag erarbeitetes Wissen kunstvoll und sehr individuell einsetzten.

Das Kunstprojekt „Spiegelungen“ wird bei der Eröffnung der 50. Aktion „Brot für die Welt“ in der Mehrzweckhalle in Rittershausen am 30. November 2008 zu sehen sein.

Eine Antwort schreiben