Mit einem festlichen Gottesdienst ist am Sonntag der 32. Deutsche Evangelische Kirchentag in Bremen zu Ende gegangen. Unter der Losung „Mensch, wo bist du?“ hatten sich seit Mittwochabend mehr als 100.000 Menschen in Gottesdiensten, Bibelarbeiten, Vorträgen, Gesprächsforen und Workshops mit Fragen des christlichen Glaubens und der Theologie, aber auch mit der Weltwirtschaftskrise, dem Klimawandel, Bildungsgerechtigkeit, Migration, fairem Handel und anderen gesellschaftlichen Themen beschäftigt.
Eine christliche-islamische Gesprächsrunde zum Thema "Wirtschaftsethik" und "Bioethik" (Foto: Uwe Seibert)
Vielfältig war auch das kulturelle Angebot mit zahlreichen Konzerten, Kabarettabenden, Ausstellungen und Kunstprojekten. Eines der Highlights war der Auftritt der „Wise Guys“. Ihr Konzert lockte am Donnerstagabend mehr als 60.000 Besucher auf die Bürgerweide. Daneben gab es viele weitere Interpreten, Chöre und Musikgruppen.
Mit dabei in Bremen war auch Judy Bailey, hier bei einem Mitmach-Konzert. (Foto: Uwe Seibert)
Auf drei thematisch unterteilten Märkten der Möglichkeiten stellten sich über 700 Gruppen, Hilfsorganisationen und Initiativen vor. Mit dabei war auch das Team der Kindertagesstätte „Schatzkiste“ der Evangelischen Kirchengemeinde Hörbach, das auf seinem Stand über das religionspädagogische Konzept der Einrichtung informierte. Dort besuchte sie auch der neue Kirchenpräsident der EKHN, Dr. Volker Jung, gemeinsam mit Pfarrer Detlev Knoche, dem Leiter des Zentrums Ökumene der EKHN.

Hoher Besuch am Stand der Hörbacher Kindertagesstätte: Detlev Knoche, Leiter des EKHN-Zentrums Ökumene, die Leiterin Renate Till mit dem Kirchenpräsidenten Dr. Volker Jung und der Erzieherin Judit Metz (v.l.n.r.). (Foto: Martin Reinel)
Mit dabei in Bremen war diesmal auch eine Reisegruppe aus dem Dekanat Dillenburg. Die Fachstelle Mission und Ökumene im Dekanat Dillenburg hatte eine Gruppenfahrt angeboten, die von einigen Kirchentagsinteressierten in unserer Region in Anspruch genommen wurde. Untergebracht waren die Teilnehmer der Reisegruppe in Oldenburg: die Jugendlichen in einer Schule, die Erwachsenen in Privatquartieren. Von Oldenburg nach Bremen und zurück gelangte man mit öffentlichen Verkehrsmitteln, deren Benutzung im Preis für das Kirchentags-Dauerticket mit enthalten war.
Eine der Hauptattraktionen in Bremen war die Cap San Diego, das größte fahrtüchtige Museumsschiff der Welt. (Foto: Uwe Seibert)
Der Kirchentag in Bremen war auch ein „Kirchentag der Schiffe“. Am Eröffnungsabend gab es eine Schiffsparade und im Europahafen in der Bremer Überseestadt gab es viele große und kleine Schiffe zu besichtigen. Eine der Hauptattraktionen dort war die Cap San Diego, das größte fahrtüchtige Museumsschiff der Welt. Dort war auch das Zentrum Welthandel und das Zentrum Afrika untergebracht. Daneben gab es weitere maritime Elemente wie Schiffe falten am Eröffnungsabend, Lieder zum Thema „Meer“ im Kirchentagsliederbuch und einen liturgischen Abend zum Thema „Meer“ in Bremerhaven.
Der Schifferchor Reklum singt Seemannslieder bei einem Liturgischen Abend zum Thema "Meer" (Foto: Uwe Seibert)
Für alle, die diesmal nicht mit nach Bremen gefahren sind: bis zum nächsten Kirchentag dauert es nur noch ein knappes Jahr. Unter dem Motto „Damit ihr Hoffnung habt“ wird vom 12. bis 16. Mai 2010 in München der „2. Ökumenische Kirchentag“ von Protestanten und Katholiken gemeinsam gefeiert. Der nächste Evangelische Kirchentag findet 2011 in Dresden statt. Das Dekanat Dillenburg wird zu beiden Kirchentagen wieder eine Gruppenfahrt anbieten.
Weitere Impressionen vom Kirchentag 2009 in Bremen finden sich auf meiner Fotoseite bei Google und auf der Webseite des Kirchentags. Dort finden sich auch ein paar Videoclips.
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Hallo,
schöner Artikel zum Kirchentag. Bin schon auf dem OEKT 2010 in München gespannt – da dürfte es weniger Verkehrschaos geben! :-)
Gruß Markus