
Der Missionsweg Nord-Nassau ist mit einem eigenen Logo ausgeschildert (Foto: Uwe Seibert)
Am Sonntag, 12. Juli, um 18.00 Uhr, hält der Dekan des Evangelischen Dekanats Bad Marienberg, Pfarrer Martin Fries, in der alten Langenaubacher Kapelle einen Vortrag über den 2008 neu eingerichteten „Missionsweg Nord-Nassau“. Dieser Wanderweg führt von Liebenscheid über Rabenscheid und Langenaubach nach Haiger und folgt dabei größtenteils dem Rothaarsteig und dem Westerwaldsteig.
Seit 1840 waren eine Vielzahl von Menschen aus dem Westerwald und dem Dillkreis als Missionarinnen und Missionare im Dienst der Rheinischen Missionsgesellschaft in Asien und Afrika tätig. Allein aus den Dörfern in unmittelbarer Nähe des Missionsweges stammen zwölf Männer und Frauen, unter ihnen auch die Langenaubacherin Lina Lotz, geborene Becker.
Die ehemalige Langenaubacher Kirche (heute: „Alte Kapelle“) in der Dorfmitte war die geistliche Heimat von Lina Becker. 1911, in dem Jahr als die alte Schule (heute zum Teil als Archiv und Museum genutzt) neben der Aubacher Kapelle neu gebaut wurde, wurde Lina Becker nach Nordsumatra (Indonesien) ausgesandt. Dort heiratete sie den Missionar Karl Lotz aus Niederlemp bei Wetzlar. In drei Missionsstationen am Tobasee arbeitete sie an seiner Seite. Sie starb 1927 in Bischoffen, wo ihr Mann nach ihrer Rückkehr aus Nordsumatra eine Pfarrstelle verwaltete.
Volker Lommel vom „Geschichtlichen Arbeitskreis Haiger und sein Raum e.V.“ konnte den Initiator des Missionswegs, Dekan Martin Fries, dafür gewinnen, in der „Alten Kapelle“ an die Pionierarbeit der Evangelisten aus dem heimischen Raum in fernen Ländern zu erinnern. Ortpfarrer Frank Leissler wird den Vortragsabend mit gestalten. Für die musikalische Rahmengestaltung sorgt der Gemischte Chor des CVJM Langenaubach ( Ltg.: Adolf Stahl ).
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