In Begleitung des stellvertretenden Vorsitzenden des Türkisch-Islamischen Kulturvereins, Herr Yakup Birkan, besuchte Muzaffer Cagman, der Hodscha der Diyanet-Moschee in der Hindenburgstraße in Dillenburg, gestern Nachmittag erstmals seit seinem Amtsantritt den Dekan des Evangelischen Dekanats Dillenburg, Pfarrer Roland Jaeckle. Mit dabei war auch Dr. Uwe Seibert, der Referent für Mission und Ökumene im Dekanat Dillenburg, der das Treffen angeregt hatte.

Ein Treffen im Dekanatsbüro in Dillenburg. Von links nach rechts: Hodscha Muzaffer Cagman, Dekan Roland Jaeckle, Herr Yakup Birkan und sein Sohn. Foto: Uwe Seibert
Die Gäste nutzten die Gelegenheit, Fragen zu stellen. Unter anderem wollte der Hodscha wissen, wie viele evangelische Christen in der Region und in Deutschland leben, wie viele Pfarrer es gibt und wer ihr Gehalt bezahlt. Umgekehrt wollten die Gastgeber mehr über die Ausbildung und die Aufgaben eines Hodschas wissen.
Eine zeitlang lang unterhielt man sich auch über das Thema „Bestattung“. Herr Birkan erläuterte den Wunsch der türkischen Mitbürger, in Dillenburg ein islamisches Grabfeld einzurichten: „Mein Vater kam vor vielen Jahren allein nach Deutschland und jetzt sind wir eine große Familie. Wenn wir unsere Angehörigen in der Türkei bestatten, dann können gar nicht alle zur Beerdigung gehen und ein Grab können wir dann auch nur im Urlaub besuchen.“
Hodscha Cagman betonte, dass er in Dillenburg sehr gut aufgenommen wurde und er sich hier sehr wohl fühle. Er wolle darauf hinarbeiten, dass das Zusammenleben der türkischen und der deutschen Bevölkerung in Dillenburg sich auch weiterhin positiv gestalte und bot Dekan Jaeckle an, ihn bei allen Fragen und Problemen zu kontaktieren. Umgekehrt bot Dekan Jaeckle dies auch dem Hodscha an. Am Ende des Besuchs überreichte Dr. Seibert den Gästen ein Neues Testament und ein Buch über dessen Entstehung, beides in türkischer Sprache.
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