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Rosch Haschana 5767

Morgen ist nach dem jüdischen Kalender der 1.Tischri 5767. Am 1. Tischri ist Rosch Haschana (heb. ראש השנה „Kopf des Jahres“), das jüdische Neujahrsfest. Im ökumenischen Kalender des Zentrums Ökumene der EKHN findet man weitere Erläuterungen dazu:

Mit dem Monat Tischri beginnt im Judentum das nach dem Mondkalender berechnete jüdische Neue Jahr. Nach jüdischer Tradition wurde im Monat Tischri die Welt geschaffen. Der zentrale Gedanke dieses Tages ist, dass Gott, der Schöpfer, an diesem Tag die gesamte Menschheit (nicht nur Juden, sondern alle Völker) unter seiner Herrschaft versammelt. Das wichtigste Symbol von Rosch Haschana ist das Schofar (Widderhorn), weshalb dieser Tag auch „Tag des Schofarblasens“ genannt wird (vgl. 4. Mose 29,1). Das Schofar erinnert an die Opferung des Widders anstelle Isaaks (1. Mose 22), woran die Hoffnung geknüpft ist, dass Gott auch jetzt seine Kinder verschonen möge. Darüber hinaus erinnert es an den Empfang der Tora auf dem Berg Sinai, denn dieses Ereignis wurde von einem starken Posauenenschall begleitet. So wie damals der Bund zwischen Israel und Gott erneuert wurde, wird er auch nun beim Klang des Schofars erneuert. Das Schofar wird während eines ausgedehnten Gottesdienstes in einer Zahl von 100 Tönen geblasen. In der Synagoge werden die folgenden biblischen Texte gelesen: 1. Mose 21 und 22: Geburt und Bindung (Opferung) Isaaks, 1. Samuel 2: das Gebet der Hanna und Jeremia 31: Verheißung an Rahel. Das Wunder der Geburt nach langer Zeit der Unfruchtbarkeit ist am Neujahrstag insofern zentral, als Gott sich hier in besonderer Weise als Schöpfer erweist. Zuhause wird das Neue Jahr mit einer reichen Mahlzeit gefeiert, zu der – je nach Herkunft der Familie – folgende Bräuche gehören:

  • Eintunken einer Apfelscheibe in Honig, womit man sich ein süßes Neues Jahr wünscht.
  • Essen eines symbolischen Stückes von einem Fischkopf mit den Worten: „Möge es dein Wille sein, dass wir zum Kopf und nicht zum Schwanz werden.“
  • Essen von Granatäpfeln, verbunden mit dem Wunsch: „Möge es dein Wille sein, dass sich unsere Rechte wie der Granatapfel mehren.“
  • Der allgemein übliche Gruß zu Neujahr heißt: Leschana tova tachtivu!- Zu einem guten Jahr möget ihr eingeschrieben werden!“

Mit Rosch Haschana geht die Vorstellung einher, dass Gott sein Urteil über jeden von uns einschreibt, aber erst zu Jom Kippur wird es gewogen, weshalb die nun folgenden zehn Bußtage bis Jom Kippur noch die Möglichkeit geben, das Urteil zu beeinflussen. So treffen sich zehn Tage lang die Gläubigen in der Morgendämmerung in der Synagoge, um die sog. „Slichot“- Bußgebete zu sprechen. Falls Sie jüdische Bekannte haben, würden diese sich sicher über eine Glückwunschkarte zum Neuen Jahr oder auch über mündliche gute Wünsche zum Neuen Jahr freuen!

Weitere Informationen:

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Eine Antwort

  1. […] useibert Morgen ist ein wichtiger Tag für zwei Weltreligionen: Für die Juden beginnt mit dem Neujahrsfest Rosch Haschana das neue Jahr — nach ihrer Zeitrechnung ist es das Jahr 5768. Für die Muslime beginnt der […]

Schreibe eine Antwort zu Neujahrstag und Fastenzeit « Eins in Christus - gesandt in die Welt Antwort abbrechen

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