Brot statt Böller


Brot_statt_Boeller

Ab morgen dürfen sie wieder verkauft werden: Böller, Raketen, Feuerkreisel, Vulkane und Ko. Schon heute ist meine Lokalzeitung voll mit Werbung dafür. Lauter klangvolle Namen: „Feuervogel“, „Terminator“, „Big Bang“, „Space Sound“, etc. etc.

Ich gebe es offen zu: als Jugendlicher bin ich auch darauf abgefahren, Kracher anzuzünden und Raketen steigen zu lassen. Heute gebe ich nur noch wenig Geld für so was aus. Jedes Jahr denke ich: Eigentlich wäre ein zentral organisiertes Feuerwerk von einem professionellen Pyrotechniker viel besser, als wenn hunderte Hobby-Pyrotechniker ihre Spielzeuge loslassen, auch wenn das ihnen (und mir) in dem Moment sicher Spaß macht.

Die Kehrseite: Jedes Jahr werden zu Silvester Böller im Wert von rund 100 Millionen Euro in die Luft gejagt. Einfach verknallt und verpulvert. Mit der Aktion „Brot statt Böller“ bittet „Brot für die Welt“ darum, nicht alles zu verknallen, sondern einen Teil zu spenden. Für ein Stück mehr Gerechtigkeit in der Einen Welt. Und wenn nicht ganz soviel Schwefel und Phosphor in unsere Luft gepustet wird, tut das unseren Lungen und unserer Umwelt sicher auch besser.

Foto: © Brot für die Welt

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