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Gottes Weisheit schenkt neues Verstehen: Ökumenischer Gottesdienst in Nanzenbach

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Am vergangenen Freitag fanden — wie jedes Jahr Anfang März — weltweit und auch fast überall in den Dekanaten Dillenburg und Herborn ökumenische Gottesdienste zum Weltgebets­tag statt, die von Frauen organisiert wurden. In diesem Jahr hatten Frauen aus Guyana die Gottesdienstordnung dazu erstellt.

Ich war beim Weltgebetstags-Gottesdienst in Nanzenbach, den evangelische und katholische Frauen aus Eibach zusammen gestalteten und war beeindruckt von der großen Kreativität, die in diesem Gottesdienst steckte: der Raum war feierlich geschmückt, am Eingang stand ein Tisch mit Symbolen und an den Wänden hingen Bilder aus Guyana.

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Neben Lesungen, Liedern und Gebeten gab es auch einen liturgischen Tanz …

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und am Ende wurde die Kollekte nicht wie üblich am Ausgang eingesammelt, sondern in einem „Kollektengang“ von den Gottesdienstbesuchern — überwiegend Frauen — nach vorne gebracht.

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Wie immer war der Weltgebetstag auch ein „Fenster zur Welt“: Die Frauen erfuhren, dass Guyana auf dem latein­amerikanischen Kontinent liegt, kulturell zur Karibik gehört und ein Mosaik vieler Volksgruppen ist. Sie lernten die wechselvolle Geschichte und die Nöte der Bewohner des Landes kennen.

Der Gottesdienst stand unter dem Thema „Gottes Weisheit schenkt neues Verstehen“. Die Frauen aus Guyana verbinden damit viele Hoffnungen:

  • ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Bevölkerungsgruppen ihres multi-ethnischen Landes,
  • Befreiung von Armut und Gewalt und
  • bessere Zukunftsperspektiven, gerade auch für die jungen Menschen in ihrem Land.

Im Gottesdienst wurde dargestellt, dass die Menschen Guyanas sich wie Hiob in einer Situation sehen, in der Klage und Gottvertrauen im wahrsten Sinne des Wortes „Not-wendig“ sind.

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Teil der Liturgie war auch die biblische Erzählung des Besuchs Jesu bei Martha und Maria, von den Eibacher Frauen in einem kleinen Anspiel in Szene gesetzt: Wie Martha und Maria sollen alle Menschen Hörende und Handelnde sein!

Nach dem Gottesdienst gab es guyanische und heimische Köstlichkeiten zu genießen.

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Im Flur des Nanzenbacher Gemeindehauses gab es außerdem fair gehandelte Waren zu kaufen.

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Neben all dem Feiern und Genießen kam aber auch das Teilen nicht zu kurz: Die Kollekte des Gottesdienstes betrug 323,50 Euro. Sie wird, wie jedes Jahr, an das WGT-Komitee überwiesen. Der Verkauf von fair gehandelten Waren lief ebenfalls sehr gut, deren Erlös ja ebenfalls direkt den Menschen in der sogenannten „Dritten Welt“ zugute kommt.

So ähnlich, wie ich es in Nanzenbach erlebt habe, war es an diesem Nachmittag in ganz vielen Gottesdiensten in unserer Gegend. Ich liebe diese Veranstaltungen und finde es schade, dass sich nur so wenig Männer daran beteiligen. Und ich wünschte mir, dass die Veranstaltungen zur jährlichen Allianzgebetswoche auch ein wenig kreativer gestaltet würden.

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