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Evangelische Dekanatsfrauen kosteten fairen Kaffee

Mit dem liebsten Heißgetränk der Deutschen beschäftigten sich die Evangelischen Dekanatsfrauen bei ihrem Treffen am Mittwochabend in Sechshelden. Zu Gast war Frau Dr. Ute Greifenstein vom Zentrum Ökumene der EKHN, die einen interessanten und faktenreichen Vortrag zum Thema „Fair gehandelter Kaffee“ hielt. Unter anderem erfuhren die Zuhörerinnen, dass Kaffee der zweitwichtigste Exportrohstoff nach Erdöl ist, dass dabei jährlich über 4 Milliarden Euro umgesetzt werden und dass der Kaffeehandel die Lebensgrundlage für viele Millionen Menschen in der so genannten „Dritten Welt“ bildet.

Beim konventionellen Kaffeehandel sind Kleinbauern auf Zwischenhändler angewiesen, die große Teile der Gewinne abschöpfen. Die Weltmarktpreise schwanken stark und stetig sinkende Kaffeepreise seit Ende der 90er Jahre führten zu einer Verelendung in traditionellen Kaffeeanbauregionen.

Im Gegensatz dazu werden im fairen Kaffeehandel langfristige und partnerschaftliche Handelsbeziehungen zu Kooperativen geschlossen, in denen sich Kaffeekleinbauern zusammengeschlossen haben. Gezahlt werden garantierte Mindestpreise über dem Weltmarktniveau und zusätzliche Prämien für soziale Projekte. Es gibt Beratungsangebote z.B. zu Produktionsmethoden, Umstellung auf biologischen Anbau, Qualitätsverbesserung, etc. So können die Kleinbauern von ihrer Arbeit leben und sich auch weiterentwickeln.

Frau Greifenstein, die im Zentrum Ökumene der EKHN als Referentin für die ökumenische Diakonie (dazu zählt unter anderem auch die Aktion „Brot für Welt“) zuständig ist, warb dafür, durch den Einkauf von fair gehandeltem Kaffee einen Beitrag zur Verringerung der weltweiten Armut zu leisten.

Frau Greifenstein (rechts) referierte bei den Evangelischen Dekanatsfrauen zum Thema "Fairer Kaffee" (Foto: Uwe Seibert)

Sie stellte außerdem auch die Aktion “1000 Gemeinden trinken fair” vor. Mit dieser Aktion setzen sich Brot für die Welt und der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) dafür ein, dass Kirchengemeinden bei Gemeindeveranstaltungen künftig nur noch fair gehandelten Kaffee ausschenken. Bisher haben ca. 750 Kirchengemeinden einen solchen Beschluss gefasst und dies Brot für die Welt mitgeteilt, unter anderem auch die Kirchengemeinde Siegbach, deren Gemeindehaus jetzt ein attraktives Schild ziert.

Noch fehlen ca. 250 Gemeinden, um bis zum Beginn der 50. Aktion “Brot für die Welt” am 1. Advent das gesteckte Ziel zu erreichen. Obwohl die Evangelische Kirche in Deutschland von Anfang an eine der wichtigsten Förderer des Fairen Handels war und bis heute ist, trinken noch immer viele Gemeinden den Billigkaffee der großen Discounter.

Die Evangelischen Dekanatsfrauen probieren den fair gehandelten Kaffee (Foto: Uwe Seibert)

Bei einer anschließenden Kaffee-Verkostung konnten die Dekanatsfrauen sich überzeugen, dass eines der gängigen Argumente gegen fair gehandelten Kaffee — „der schmeckt nicht“ — nicht zutrifft. Frau Greifenstein hatte verschiedene Kaffeesorten — mit und ohne Koffein — mitgebracht und für jeden Geschmack war etwas dabei.

Die Evangelischen Dekanatsfrauen probieren den fair gehandelten Kaffee (Foto: Uwe Seibert)

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