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Auf den Spuren der Missionare

Westerburg/Haiger. Am 20. September eröffnet das Evangelische Dekanat Bad Marienberg in Zusam­menarbeit mit dem Evangelischen Dekanat Dillenburg und der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) in Wuppertal den Missionsweg Nord-Nassau. Der Weg führt von der Evangelischen Kirche in Liebenscheid über Rabenscheid und Langenaubach nach Haiger. Er folgt größtenteils dem Rothaarsteig und informiert über Missionarinnen und Missionare aus dem Westerwald.

Die Idee zum Missionsweg Nord-Nassau entstand im Ev. Dekanat Bad Marienberg, das partnerschaftlich mit der Protestantischen Simalungun Batak Kirche (GKPS) in Nordsumatra (Indonesien) verbunden ist.

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August Theis als junger Mann (Foto: Archiv- und Museumsstiftung Wuppertal, mit freundlicher Genehmigung)

Der 1874 in Haiger geborene August Theis war als erster Missionar ab 1903 im Simalungungebiet tätig. Er hatte zuvor eine Ausbildung bei der damaligen Rheinischen Missionsgesellschaft in Wuppertal gemacht. Kurz nach seiner Ankunft in Nordsumatra begann die Missionsarbeit im Simalungungebiet östlich des Tobasees in Nordsumatra. Anlässlich des 40. Todestags von August Theis im Jahr 2008 hatte der Initiator des Missionsweges, Dekan Martin Fries, die Idee, mit einem Wanderweg an die Arbeit des Missionars zu erinnern und zugleich die Beziehung zwischen den Menschen im Westerwald und in Nordsumatra zu intensivieren. Die Idee fand bei der aus der Rheinischen Missionsgesellschaft und der Bethel-Mission hervorgegangenen Vereinten Evangelischen Mission (VEM) in Wuppertal positiven Anklang. Weitere Recherchen von Dekan Fries im Archiv der VEM ergaben, dass seit 1840 eine Vielzahl von Missionarinnen und Missionaren aus dem Westerwald und dem Dillkreis im Dienst der Rheinischen Missionsgesellschaft in Asien und Afrika tätig waren. Allein aus den Dörfern in unmittelbarer Nähe des Missionsweges stammen 12 Männer und Frauen, die den Aufbruch gewagt haben. An diese Männer und Frauen, die weithin in Vergessenheit geraten sind, erinnert der Missionsweg. Er lädt die Wanderer auf dem Rothaarsteig, dem Westerwaldsteig und anderen Wegen ein, neben der wunderschönen Natur des hohen Westerwaldes auf den Spuren der Missionare auch einen Einblick in einen Bereich des kirchlichen und sozialen Lebens im hohen Westerwald zu nehmen.

Der Wegverlauf

Am 20. September können sich die Wanderer je nach Kondition und eigenem Wunsch an der Wanderung beteiligen. Die Veranstalter gehen davon aus, dass sich die Wanderer auf dem Weg selbst mit dem Nötigsten versorgen. An folgenden Orten werden Möglichkeiten zum Start gegeben.

Der erste Startpunkt ist um 9.00 Uhr in der Evangelischen Kirche in Liebenscheid. Hier beginnt der Weg mit einem geistlichen Impuls in der Kirche, danach folgen die Wanderer dem mit einem eigenen Logo ausgeschilderten Weg. Die Ausschilderung wie auch die gesamte Vorbereitung erfolgte in Absprache mit dem Westerwaldverein.

Außerdem geben Informationstafeln am Weg dem Wanderer Orientierung über den Weg und die Missionare. Von Liebenscheid aus führt der Weg zunächst nach Rabenscheid. Dort ist um 11 Uhr der zweite Startpunkt in der evangelischen Kirche. Nach einem geistlichen Impuls führt der Weg von dort bis nach Langenaubach. Vor Langenaubach kann der Wanderer zwischen zwei Wegvarianten wählen. Die eine führt über den Rothaarsteig, die alte Rheinstraße über die Höhen hinweg nach Haiger. Die andere führt barrierefrei am Aubach entlang durch das Tal nach Haiger. Wanderer, die sich keine großen Wege zumuten können, haben die Gelegenheit, um 12.30 bei der alten Kapelle in Langenaubach zu starten und von dort aus knapp fünf Kilometer durch das Tal zur Evangelischen Kirche in Haiger zu gehen.

Dort ist ab 14 Uhr das Evangelische Gemeindehaus neben der Stadtkirche geöffnet und lädt die Wanderer zu Kaffee und Kuchen ein.

Mission damals und heute

Um 15 Uhr laden die Evangelischen Dekanate Bad Marienberg und Dillenburg und die Vereinte Evangelische Mission zum Treffen im Evangelischen Gemeindehaus ein. Neben der Erinnerung an die Missionarinnen und Missionare, die in ihrer Zeit den Aufbruch gewagt haben, geht es darum, was Mission heute bedeutet. Seit den Anfängen der Arbeit der Rheinischen Missionsgesellschaft hat sich manches im Verständnis und in der Praxis der Mission verändert. Über die aktuelle Arbeit und zukünftige Herausforderungen missionarischen Handelns wird der Generalsekretär der Vereinten Evangelischen Mission, Dr. Fidon Mwombeki (Tansania) berichten. Diese Missionsgemeinschaft besteht aus 34 Landeskirchen in Deutschland, Afrika und Asien und den von Bodelschwinghschen Anstalten in Bethel. Der Propsteibereich Nord-Nassau der Evangelische Kirche in Hessen und Nassau gehört traditionell zum Einzugsgebiet der damaligen Rheinischen Missionsgesellschaft und heutigen Vereinten Evangelischen Mission. In ihr wird der Missionsauftrag, der allen Christen gegeben ist, gemeinsam und partnerschaftlich mit Leben gefüllt.

Bitte anmelden!

Im Blick auf die Vorbereitungen für die Eröffnung des Missionswegs Nord-Nassau bittet das Evangelische Dekanat Bad Marienberg um Anmeldung unter:

Evangelisches Dekanat Bad Marienberg
Neustraße 42
56457 Westerburg
Tel. 02663 – 968225
ev.dekanat.badmarienberg@ekhn-net.de

Hier können Sie auch Informationsschriften bestellen. Am Tag der Wanderung ist außerdem ein Heft mit ausführlichen Informationen über den Weg, die Missionarinnen und Missionare und die Hintergründe zum Missionsweg Nord-Nassau käuflich zu erwerben.

Wanderer aus dem Dillkreis können sich darüber hinaus auch anmelden unter:

Evangelisches Dekanat Dillenburg
Fachstelle Mission und Ökumene
Friedrichstr. 2
35683 Dillenburg
Tel. 02771 – 800367
U.Seibert@ev-dill.de

Text: Pressemitteilung Evangelisches Dekanat Bad Marienberg
Links: Uwe Seibert

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