Blutige Unruhen in Jos

Nach einer Kommunalwahl ist es vorletztes Wochenende in Jos, Nigeria, zu schweren und blutigen Zusammenstößen zwischen Christen und Muslimen gekommen. Dabei sind hunderte Menschen ums Leben gekommen oder verletzt worden. Der Streit, bei dem Kirchen, Moscheen und andere Gebäude niedergebrannt wurden, war eskaliert, als Gerüchte über eine Wahlniederlage der mehrheitlich muslimischen Partei ANPP gegen die christlich dominierte PDP die Runde machten.

Nachdem die Armee eine Ausgangssperre verhängt hat, hat sich die Lage wieder beruhigt, doch Tausende Menschen sind jetzt obdachlos, weil ihre Häuser zerstört wurden oder weil sie sich nicht mehr dorthin zurück trauen. Noch vor sechs Wochen war ich selber in Jos und ich habe aus der Zeit  (1998-2000),  in der wir dort als Familie gelebt haben, noch viele Bekannte. Gott sei Dank ist ihnen nichts passiert, doch leiden sie unter der eingeschränkten Bewegungsfreiheit und darunter, dass die ohnehin nicht immer stabile Versorgung mit den Dingen des täglichen Lebens jetzt noch schlechter geworden ist. Und sie fragen sich, wann es wieder zu neuen Unruhen kommt.

Für uns im Westen ist nicht nachvollziehbar, warum es wegen einer verlorenen Wahl zu solch brutalen Gewaltausbrüchen kommen konnte. Eine nüchterne Einschätzung der Hintergründe der Unruhen in Jos fand ich auf der Internetseite der Konrad-Adenauer-Stiftung. Sie ist zu lang, um sie hier wiederzugeben, ich empfehle, sie als PDF-Datei herunter zu laden.

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