Werbeanzeigen

Am Freitag beginnt der Ramadan

Bild: Shazron, flickr.com

Am kommenden Freitag, 21. August 2009, beginnt für Muslime der Fastenmonat Ramadan, der neunte Monat des islamischen Kalenders. Im Ökumenischen Kalender des Zentrum Ökumene der EKHN steht darüber folgendes:

Mit einem vierwöchigen Fasten im Monat Ramadan bereiten sich viele Muslime auf eines der wichtigsten Feste im Islam vor: Die Nacht der Bestimmung Lailat ul-qadr, die Nacht in der die ersten Verse des Korans offenbart wurden.  Um der wichtigen Bedeutung dieses Ereignisses gerecht werden zu können, bereiten sich Muslime durch intensive Koranlektüre, Gebetsübungen und Fasten darauf vor. Der Verzicht von Speisen und Getränken, Genussmitteln und Geschlechtsverkehr von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang hat die Funktion, die Aufmerksamkeit des Muslims/ der Muslima auf die wichtige Botschaft des Korans zu konzentrieren. Die große Selbstdisziplin, die ein solches Fasten fordert, wird einem Muslim/ einer Muslima dadurch erleichtert, dass er/ sie sich in Gemeinschaft mit vielen anderen weiß und diese Gemeinschaft am Abend jeden Tages auch erleben kann. Denn der Monat Ramadan ist auch eine Zeit intensiver Gemeinschaft. Familien, Freunde und Gemeinden feiern das Fastenbrechen nach Sonnenuntergang in so genannten Iftarfesten gemeinsam. Oft werden dabei nicht nur Muslime, sondern auch christliche Nachbarn und Kirchengemeinden eingeladen. Gastfreundschaft und Großzügigkeit ist ein wichtiges Element dieser Feste und des Monats Ramadan überhaupt. Nur so lässt sich der scharfe Gegensatz zwischen einem strengen Fasten tagsüber und üppigen Festen am Abend erklären. Wenn es in Ihrer Nähe eine Moscheegemeinde gibt oder wenn Sie muslimische Nachbarn oder Freunde haben, können Sie ihnen zum Ramadan eine Karte mit Segenswünschen und Friedensgrüßen schicken.

Am Ende der 30-tägigen Fastenzeit wird das dreitägige Fest des Fastenbrechens (Id al-Fitr) gefeiert. Da an diesem Tag die Kinder mit Süßigkeiten beschenkt werden, heißt es im türkischen Sprachgebrauch ‚Zuckerfest‘.

Weitere Informationen, Lesetipps und Materialien zum Thema „Ramadan“ finden Sie bei rpiVirtuell.

Lesen Sie auch:

Lailat ul-qadr – Die Nacht der Bestimmung

Um der wichtigen Bedeutung dieses Ereignisses gerecht werden zu können, bereiten sich Muslime durch intensive Koranlektüre, Gebetsübungen und Fasten darauf vor. Der Verzicht von Speisen und Getränken, Genussmitteln und Geschlechtsverkehr von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang hat die Funktion, die Aufmerksamkeit des Muslims/ der Muslima auf die wichtige Botschaft des Korans zu konzentrieren. Die große Selbstdisziplin, die ein solches Fasten fordert, wird einem Muslim/ einer Muslima dadurch erleichtert, dass er/ sie sich in Gemeinschaft mit vielen anderen weiß und diese Gemeinschaft am Abend jeden Tages auch erleben kann. Denn der Monat Ramadan ist auch eine Zeit intensiver Gemeinschaft. Familien, Freunde und Gemeinden feiern das Fastenbrechen nach Sonnenuntergang in so genannten Iftarfesten gemeinsam. Oft werden dabei nicht nur Muslime, sondern auch christliche Nachbarn und Kirchengemeinden eingeladen. Gastfreundschaft und Großzügigkeit ist ein wichtiges Element dieser Feste und des Monats Ramadan überhaupt. Nur so lässt sich der scharfe Gegensatz zwischen einem strengen Fasten tagsüber und üppigen Festen am Abend erklären. Wenn es in Ihrer Nähe eine Moscheegemeinde gibt oder wenn Sie muslimische Nachbarn oder Freunde haben, können Sie ihnen zum Ramadan eine Karte mit Segenswünschen und Friedensgrüßen schicken.
Werbeanzeigen

3 Antworten

  1. […] Am Freitag beginnt der Ramadan Posted on 17. August 2009 by useibert Am kommenden Freitag, 21. August 2009, beginnt für Muslime der Fastenmonat Ramadan, der neunte Monat des islamischen Kalenders. Mit einem vierwöchigen Fasten im Monat Ramadan bereiten sich viele Muslime auf eines der wichtigsten Feste im Islam vor (hier weiterlesen). […]

  2. Grüß Gott allerseits,
    eine kleine Ergänzung oder Korrektur:
    Von „Iftarfesten“ spricht man nicht, das abendliche Fastenbrechen hat keinen Festcharakter und es ist auch islamisch nicht erwünscht, dass übertrieben viel gegessen wird. Wenn man Gäste hat, oder in der Moschee isst, fällt das allerdings wirklich mal üppiger aus.
    In den Gemeinden ist meistens eine Gruppe oder Familie zuständig für das Essen, es ist dann auch eine Spende und geht reihum. Da darf man auch als Nachbar gerne hinkommen.

    In sunnitischen Moscheen wird im Ramadan abends das Tarawih-Gebet gebetet, ein langes freiwilliges Gebet, schon deshalb ist dort abends viel Betrieb.

    Auch die Lailatul-Quadr ist kein „Fest“, sondern eine Nacht der Besinnung. Da sie nicht genau festzulegen ist, werden in den letzten 10 Tagen des Monats Ramadan die gottesdienstlichen Bemühungen noch mal verstärkt. Wer kann und das Bedürfnis hat, zieht sich zum Ihtikaf zurück in die Moschee, eine Art Klausur.

    Das Ramadan- oder Zuckerfest ist dann tatsächlich eines der zwei großen islamischen Feste.

    Achso,noch eines: Das Fasten geht jeweils von der Morgendämmerung (nicht Sonnenaufgang) bis zum Sonnenuntergang. Das wird fast immer falsch beschrieben.

    Grüße von Meryem

    • Danke für die freundliche Erklärung und Ergänzung. Ihnen und allen anderen Muslimen wünsche ich einen gesegneten Ramadan und uns allen viele gute Gelegenheiten der Begegnung und des Kennenlernens.

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Haben Sie Fragen? Hier können Sie Ihren Kommentare hinterlassen:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s