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Gerhard Tauberschmidt: Bibelübersetzer, Übersetzungsberater und Ausbilder

Gerhard Tauberschmidt: Bibelübersetzer, Übersetzungsberater und Ausbilder (Foto: Privat)

Am kommenden Mittwoch, 9. September 2009, um 19.30 Uhr findet im Evangelischen Gemeindesaal unter der Auferstehungskirche in Haiger-Langenaubach ein Abend zum Thema “Was ist die beste Bibelübersetzung?” statt.  Dazu referiert Dr. Gerhard Tauberschmidt, der selbst als Bibelübersetzer in Papua-Neuguinea gearbeitet und das theologische Ausbildungsprogramm “Biblische Studien für einheimische Übersetzer und Berater” entwickelt hat. In der neuesten Ausgabe (3/2009) von „Welt der Schrift„, einer Info-Zeitung der Wycliff-Bibelübersetzer, ist ein Interview abgedruckt, das  Susanne Riderer, die Leiterin der Webredaktion von www.wycliff.de,  mit ihm geführt hat. Ich darf dieses Interview mit ihrer freundlichen Genehmigung hier posten.

Drei Fragen an Dr. Gerhard Tauberschmidt

(Übersetzungsberater und Ausbilder, von 1987 bis 2004 in Papua-Neuguinea, seit 2004 in Deutschland)

1. Du lebst in Schwäbisch Hall und hilfst mit, dass alle Völker auf der ganzen Welt Zugang zu Gottes Wort bekommen — wie geht das?

Ich arbeite an verschiedenen Projekten mit, vor allem in der Ausbildung von Übersetzern/Beratern und in der Überprüfung von Bibelübersetzungen. Die Ausbildung erfolgt durch Kurse, die ich z.B. in Papua-Neuguinea, Korea und Indien halte, oder auch durch einen Online-Kurs, den ich im Rahmen der Wycliff-Ausbildung anbiete und begleite.

Das Prüfen von Übersetzungen kann ich zum Großteil von meinem Wohnort aus tätigen. So prüfe ich u. a. alttestamentliche Texte in der Sinaugoro-Sprache Papua-Neuguineas, wo wir lange Jahre lebten. Die Texte werden mir per E-Mail-Anhang zugeschickt und ich kommentiere und korrigiere sie. Außerdem bin ich an der Prüfung einer bosnischen Bibelübersetzung mitbeteiligt.

2. Im Mai warst du in Indien. Was war für dich das Besondere an diesem Einsatz?

Ich reiste direkt von Südkorea, wo ich einen Kurs für zukünftige Bibelübersetzer an der Handong-Universität unterrichtete, weiter nach Indien. Vieles war in Indien anders als in Korea: Essen mit den Händen anstatt mit Stäbchen, wesentlich höhere Temperaturen (etwa 35 ° C durchschnittlich), kein Internetanschluss auf dem Zentrum im Gegensatz zu Korea, das Reisen im Land ist komplizierter, etc.

Die 13 einheimischen Teilnehmer des neutestamentlichen Griechisch-Kurses machten eifrig mit. Anders als in Korea leiten sie schon alle Bibelübersetzungsprojekte und arbeiten zum Teil unter schwierigen Bedingungen. Mancherorts kommt es nämlich immer wieder zu Christenverfolgungen, vor allem durch extreme Hindus. Mich beeindruckte, dass sich die Übersetzer dadurch nicht einschüchtern lassen. Einer berichtete mir, dass immer wieder versucht wird, herauszufinden, in welchem Dorf er gerade übersetzte Bibeltexte mit den Leuten liest. Doch bisher konnte -– Gott sei Dank –- noch niemand herausfinden, wo er wann Bibelteile prüft.

3. Würdest du gerne wieder in Papua-Neuguinea leben, lieber als in Deutschland?

Die Zeit in Papua-Neuguinea war interessant, aber auch herausfordernd. Es dauerte etwa drei Jahre, bis wir uns im Dorf eingelebt hatten und uns zuhause fühlten. Ich freue mich immer, wenn ich auf meinen (jährlichen) Besuchen viele Freunde in den Dörfern treffe. Wenn es dran wäre, hätte ich auch kein Problem damit, wieder im Dorf zu leben. Inzwischen fühle ich mich aber auch wieder in Deutschland heimisch und wohne gerne hier. Meine Devise ist, aus allem das Beste zu machen, ganz gleich wo ich bin.

Weitere Infos gibt es auf der Website von Gerhard Tauberschmidt: www.help-to-train.info

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