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Kriege sind Niederlagen der Menschheit

Friedenskerzen

Bischof Tebartz-van Elst entzündet eine der Wander-Friedenskerzen (Foto: Wiese-Gutheil)

(via Pax Christi) Der Bischof von Limburg, Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst, hat dazu aufgerufen, aus der Geschichte zu lernen und „gefährlichen Strömungen in unserer Gesellschaft entgegenzutreten“. Gedenken forme das Gewissen, sagte der Bischof in einem Gottesdienst zur Erinnerung an den Überfall Nazi-Deutschlands auf Polen vor 70 Jahren. Am Dienstagabend, 1. September verwies der Bischof in der Kirche Mariä Himmelfahrt in Frankfurt-Griesheim auf die weltweiten Konflikte, die es auch heute gibt, und rief die Christen dazu auf, für Frieden und Gerechtigkeit „zu beten und zu handeln“, ihre Herzen zu öffnen und die Hände zur Versöhnung auszustrecken.

Während des Zweiten Weltkriegs seien Gewalt, Terror und millionenfaches Leid von Deutschland aus über Europa und die Welt gekommen, unterstrich der Bischof. Der Angriff der Wehrmacht  am 1. September 1939 sei ein „Dammbruch des Bösen“ gewesen. In der vollbesetzten Kirche wandte er sich entschieden gegen alle Systeme, die Menschenwürde und Menschenrechte mit Füßen treten. Wo Gott nicht mehr vorkommen dürfe, sei auch der Frieden unter den Menschen in Gefahr. Das Evangelium lehre Respekt und Achtung vor jedem Menschen. Deshalb müsse das Gebet in dieser Gedenkstunde allen Opfern des Nazi-Regimes gelten.

An dem Gottesdienst unter dem Motto „70 Jahre Kriegsbeginn – Nie wieder“ nahmen Priester aus verschiedenen Ländern teil, die alle von Deutschland mit Krieg und Gewalt überzogen worden waren, darunter polnische, ukrainische, französische, kroatische und slowenische Geistliche. Im Anschluss an den Gottesdienst segnete Bischof Tebartz-van Elst fünf Friedenskerzen und zündete diese zum Auftakt der Aktion gemeinsam mit den Vertreterinnen der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau und der Mennonitengemeinde in Frankfurt, Mechthild Gunkel und Doris Hege, an.

Die Wanderfriedenskerzen werden bis zum Buß- und Bettag durch verschiedene Gemeinden in den Bistümern Fulda, Mainz und Limburg sowie in der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau wie auch anderen christlichen Kirchen und Gemeinschaften wandern. Mit der Aktion „Wanderfriedenskerze“ gelinge es immer von Neuem Zeichen Gegenbilder zur Gewalt aufzuzeigen und sich mit den Ursachen und Folgen von Krieg und Terror auseinanderzusetzen, betonte Beatrix Schlausch, Vorsitzende der diözesanen synodalen Gremien, im Anschluss an den Gottesdienst.

Die Aktion wird alljährlich vom „ökumenischen Friedenskonveniat“, einem Zusammenschluss verschiedener christlicher Kirchen und Gruppen unter der Federführung von pax christi, ausgerichtet.

Die Wanderfriedenkerzen können im Friedensarbeiterbüro von pax christi Limburg, Dorotheenstr. 11, 61348 Bad Homburg Tel./Fax: 06172 928679 bzw. 0177 2804878, oder per Mail (friedensarbeiter@pax-christi.de) bestellt werden: Die Aktion endet mit fünf dezentralen ökumenischen Abschlussgottesdiensten am Buß- und Bettag in Bingen-Büdesheim (ev. Christuskirche), Dillenburg (ev. Stadtkirche), Frankfurt (anglikanische Gemeinde), Offenbach (Lutherkirche) und Wiesbaden (ev. Stefanuskirche).

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