Werbeanzeigen

70 Interessierte lernten Kamerun mit anderen Augen sehen

Der Kameruner Jean-Felix Belinga Belinga gab seinen Zuhörern eine Sehhilfe für das Leben der Menschen in Kamerun (Foto: Uwe Seibert)

Rund 70 Interessierte kamen am Montagabend zu einem Themenabend zum Weltgebetstag 2010 in das Evangelische Gemeindehaus am Zwingel in Dillenburg. Auf Einladung der Fachstelle Mission und Ökumene im Dekanat Dillenburg hielt der Kameruner Jean-Felix Belinga Belinga dort einen spannenden und die Zuhörer herausfordernden Vortrag.

Belinga Belinga lebt seit 30 Jahren in Deutschland. Nach dem Studium der evangelischen Theologie, Philosophie und Musikwissenschaft in Yaoundé (Kamerun), Erlangen und Heidelberg arbeitete er unter anderem als Religionslehrer und Journalist. Heute lebt er mit seiner Familie im Odenwald und ist Beauftragter für interkulturelle Bildung am Zentrum Ökumene der EKHN in Frankfurt.

Mit seinen Bildungsangeboten will Belinga Belinga seinen Zuhörern eine Sehhilfe für die Unterschiede zwischen den Kulturen geben. So ging es zu Beginn seines Vortrags zunächst noch gar nicht um Afrika, sondern um die Brille, durch die wir andere Länder und Kulturen sehen. Anhand eines Eisbergmodells erläuterte Belinga-Belinga, wie der größte Teil einer fremden Kultur unserem Blick verborgen bleibt. „Es reicht nicht, ein Buch über ein Land zu lesen oder einen Film darüber zu sehen. Wir müssen tiefer graben und genauer hinsehen“, so der Referent. Mit Hilfe zweier Landkarten – eine mit Europa, die andere mit dem Äquator im Mittelpunkt – zeigte Belinga-Belinga danach, wie sehr unser Weltbild unsere Wahrnehmung prägt.

Mit vielen Bildern zeigte Belinga Belinga im zweiten Teil seines Vortrags ein reizvolles und landschaftlich sehr vielfältiges Land. „Afrika im Kleinen“ wird Kamerun oft genannt, denn es gibt dort Palmenstrände und Küstenebenen, dichte Regenwälder, vulkanische Bergländer, weite Savannen und Steppen und im Norden eine wüstenhafte und staubige Sahelzone. Auch seine Menschen sind sprachlich und kulturell sehr vielfältig, es gibt über 200  ethnische Gruppen, die ganz unterschiedliche Sprachen sprechen. Sehr authentisch berichtete Belinga Belinga über die Lebensverhältnisse und täglichen Sorgen der Menschen in Kamerun. Er ließ seine Zuhörer teilhaben an dem, was ihm an seinem Land gefällt, aber auch was ihn ärgert. So war das ferne Kamerun ihnen am Ende doch ein ganzes Stück näher gekommen.

Am ersten Freitag im März ist Weltgebetstag. Christliche Frauen in über 170 Ländern laden dann zu einem ökumenischen Gottesdienst für Frauen, Männer und Kinder ein. Für den Weltgebetstag 2010 haben Frauen aus Kamerun die Gottesdienstordnung entwickelt.

Werbeanzeigen

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Haben Sie Fragen? Hier können Sie Ihren Kommentare hinterlassen:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s