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Eindrücke eines Besuchs in Bethlehem

Manfred Manderbach, der Vorsitzende des „Freundeskreis Bethlehem“, berichtete in Ewersbach über einen Besuch in Bethlehem. (Foto: Uwe Seibert)

Seit 1993 ist die Evangelische Kirchengemeinde Ewersbach durch einen Freundeskreis mit der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in Bethlehem verbunden. Im Rahmen dieser Freundschaft kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Begegnungen zwischen Christen aus Bethlehem und Ewersbach. Vor kurzem war eine Besuchergruppe aus Ewersbach in Israel.  Anders als bei den üblichen Israelreisen ging es dabei neben Ausflügen zu Touristenzielen vor allem um die Begegnung mit den arabischen Freunden.

Am Donnerstagabend gab Manfred Manderbach, der Vorsitzende des „Freundeskreis Bethlehem“, in Ewersbach vor rund 50 Zuhörern seine Eindrücke dieser Reise wieder. Die öffentliche Präsentation stand unter der Überschrift: Wechselnde Pfade, Schatten und Licht. „Wir haben beides erlebt“, berichtete Manderbach: „Erschütterung über die äußeren politischen und militärischen Umstände, die auf die Menschen in Bethlehem und der ganzen West Bank einwirken, aber auch Freude über Zeichen der Hoffnung“.

Manderbach zeigte auf, wie das Westjordanland durchsetzt ist mit israelischen Siedlungen und die Bewegung der Palästinenser zwischen ihren eigenen Ortschaften durch militärische Checkpoints der Israelischen Armee immer mehr erschwert wird. Einen schockierenden Eindruck habe auch ein Besuch im Flüchtlingslager Dheisheh hinterlassen. Dort lebten auf einer Fläche von nur einem Quadratkilometer rund 12.000 Menschen. Die ärztliche Versorgung sei mit nur einer Halbtagseinrichtung völlig unzureichend. Kinder und Jugendliche wachsen so in einem Klima der Perspektiv- und Hoffnungslosigkeit auf.

Doch Manderbach konnte auch Hoffnungsvolles berichten. Mit finanzieller Unterstützung aus dem Ausland hat der palästinensische Pfarrer der Weihnachtskirche in Bethlehem, Dr. Mitri Raheb, zusammen mit seiner Gemeinde Bildungseinrichtungen, ein Begegnungszentrum und touristische Betriebe für internationale Gäste aufgebaut. Sechs Nächte verbrachten die Ewersbacher im Gästehaus „Abu Dschubran“ des Internationalen Begegnungszentrum Bethlehem (IBZ). Sie besichtigten dort die Einrichtungen des IBZ und der Dar-Al-Kalima-Schule.

„Durch die Einrichtungen des IBZ und der Dar-Al-Kalima-Schule wird den Kindern inmitten schwieriger Umstände ein Geschmack von Normalität ermöglicht“, berichtete Manderbach. „Wir haben gesehen, wie Kinder in der Schwimmhalle der Einrichtung das erlebten, was wir unseren Kindern selbstverständlich gönnen: Ausgelassene Freude“.

Im Unterricht der Klassen 8-10 kam es zu intensiven Dialogen mit Schülerinnen und Schülern. „Wir haben den Eindruck mitgenommen, dass die Arbeit der Dar-Al-Kalima-Schule einen unschätzbaren Wert für die Erziehung der jungen Menschen in Palästina hin zu selbstbewussten, kritischen und friedfertigen Menschen darstellt“, sagte Manderbach. „Dies lässt auf eine friedliche Entwicklung in der Region hoffen“.

Manfred Manderbach überreicht einen Proformascheck in Höhe von 1000,- € an Naila Kharroub, die Direktorin der Dar-Al-Kalima-Schule. Im Hintergrund ihr Vertreter Tony Bishara Nassar, der 1992 mit einer Gruppe von Jugendlichen in Ewersbach war. (Foto: Privat)

Der „Freundeskreis Bethlehem“ der Evangelischen Kirchengemeinde Ewersbach will die Arbeit dieser Einrichtung auch weiterhin unterstützen. Weitere Informationen gibt: Manfred Manderbach, Am Ebersbach 65, Dietzhölztal unter (02774) 4164 (privat), (02774) 930212 (Büro) und (0172) 2610168 (Handy).

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