Volles Haus beim ökumenischen Gesprächsabend

Volles Haus im Haus Elisabeth

Volles Haus gestern Abend beim ökumenischen Gesprächsabend zum Thema „Leben in einem geistlichen Orden“. Über 40 Leute hatten den Weg in die Cafeteria der Wohnanlage des „Haus Elisabeth“ gefunden . Es war ziemlich eng, dafür aber auch total interessant. Pater Andreas Reichwein, der seit über 20 Jahren zur „Gesellschaft Jesu“, dem Orden der Jesuiten gehört, erklärte die Entstehung und die Grundsätze seines Ordens. 

Der Gründer, Ignatius von Loyola, war ein Zeitgenosse Martin Luthers. Durch eine Lebenskrise hindurch habe er den Glauben für sich neu entdeckt und später eine Ordensgemeinschaft gegründet, die sich von anderen Orden vor allem in ihrer Ausrichtung zur Welt hin unterschied. In der Geschichte des Ordens gab es Höhen und Tiefen — im 18. Jahrhundert wurde er sogar einmal eine Zeit lang aufgehoben. Aber bis heute gibt es Menschen, die bereit sind, die Ordensgelübde — Ehelosigkeit, Armut und Gehorsam und zusätzlich die Treue zum Papst — auf sich zu nehmen.

Pater Reichwein erklärte uns auch die Grundsätze der „ignatianischen“ Exerzitien, bei denen es darum gehe, durch einen Klärungsprozess der Seele zu gehen, sich seiner eigenen Sehnsucht zu stellen und Gottes Willen für sein Leben herauszufinden.

Schwester Veda und Pater Andreas Reichwein

Einen weiteren Akzent zum Thema Ordensleben brachten die Schwestern vom Orden des Heiligen Aloysius von Gonzaga aus Pondicherry in Indien ein, die vor kurzem in Dillenburg ein Schwesternkonvent gegründet haben. Schwester Veda erzählte uns, wie es zur Gründung dieses Ordens gekommen ist und was die Schwestern nach Dillenburg geführt hat.

Der Abend war aus meiner Sicht ein sehr gelungener Abschluss für die Ökumenischen Gesprächsabende in diesem Jahr. Im nächsten Jahr soll es weitergehen, allerdings mit ein paar Änderungen. So soll der Gesprächskreis in Zukunft an einem festen, möglichst zentral gelegenen Ort stattfinden und nicht mehr durchs Dekanat Dillenburg „wandern“, wie in den letzten vier Jahren. Auch die Themen werden sich ändern: neben theologischen Themen wird es vermehrt auch um soziale und Alltagsthemen gehen, die dann wie gewohnt im ökumenischen Gespräch erörtert werden.

 

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