Schöpfung bewahren Schritt für Schritt

Am Montagabend fand im Evangelischen Gemeindehaus am Zwingel in Dillenburg der dritte Abend in der Reihe der „Ökumenischen Herbstvorträge“ statt. In diesem Jahr ging es um das Thema: „Verantwortung für die Schöpfung“.

Nachdem die ersten beiden Vorträge in der Themenreihe sich mit der Begründung dieser Verantwortung beschäftigt hatten, ging es diesmal um die praktische Umsetzung: „Schöpfung bewahren Schritt für Schritt“. Darüber sprachen in Form eines offenen Podiumsgesprächs die Leiterin des Waldkindergartens in Lahnau, Diplom-Sozialarbeiterin Heike Gerth, ihre Kollegin  Katarina Kuhl, Michael Koch, Geschäftsführer der Herhof GmbH sowie Biobauer Johann Ferber aus Greifenstein-Rodenroth. Dr. Uwe Seibert, Referent für Mission und Ökumene im Dekanat Dillenburg, moderierte das Gespräch.

Mitwirkende beim Podiumsgespräch (v.l.n.r.): Johann Ferber, Michael Koch, Katarina Kuhl, Heike Gerth, Uwe Seibert.

Die Zuhörer erfuhren und sahen anhand mitgebrachter Fotos, wie die Kinder im Waldkinder­garten die Natur hautnah erleben. Die Kinder lernen, mit wenig Material auszukommen und sich gegenseitig zu helfen. Sie sind kreativ und ausgeglichen und werden seltener krank, obwohl – oder gerade weil? – sie bei jedem Wind und Wetter draußen sind. „Eigentlich haben wir ja alle früher genau das auch getan“, meinte eine Zuhörerin.

Michael Koch berichtete über die Arbeitsbereiche der Firma Herhof, die sich seit vielen Jahren mit Abfallentsorgung und neuerdings auch mit Windenergie beschäftigt. Er berichtete von den Fortschritten, die die Umwelttechnik in den vergangenen Jahrzehnten gemacht hat. So könnten automatische Müllsortierungsanlagen heute mit geringer Fehlerquote alles aus dem Müll herausholen, was noch verwendet werden kann.

Biobauer Johann Ferber schilderte, wie es dazu kam, dass er zusammen mit einem anderen Landwirt aus der Region nun einen Biobauernhof mit 200 Milchkühen betreibt. Diesen Kühen geht es bei ihnen weit besser, als ihren Artgenossen in konventionellen Bauernhöfen. Für Schmunzeln sorgte die Bemerkung, dass die Bio-Kühe in ihrem Stall unter anderem rotierende Rollen haben, an denen sie sich kratzen können. Grundlage seines Handelns sei – wie eigentlich bei jedem verantwortlich handelnden Landwirt – die Nachhaltigkeit.

Am Ende des Abends hatten die Zuhörer viele gute Beispiele gehört und gesehen, wie die Umwelt und ihre Ressourcen geschützt werden können und schon bei Kindern ein Bewusstsein dafür geweckt werden kann.

Die Dillenburger „Ökumenischen Herbstvorträge“ werden seit vielen Jahren von einem ökumenischen Arbeitskreis veranstaltet, der sich aus Mitgliedern der Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinde Dillenburg zusammensetzt. Sie finden immer an drei aufeinander folgenden Montagabenden im November statt.

Advertisements

Hat Ihnen der Beitrag gefallen? Haben Sie Fragen? Hier können Sie Ihren Kommentare hinterlassen:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: