Karwoche

(via ev-dill.de) Mit der Karwoche geht die Passions- und Fastenzeit zu Ende. Die Karwoche beginnt nach Palmsonntag, schließt Gründonnerstag und Karfreitag ein, und endet mit dem Karsamstag. Abendmahl, Kreuzestod und Auferstehung Jesu gehören in der Karwoche eng zusammen.

Der Gründonnerstag erinnert an das Passahmahl, das Jesus als Abschieds- und Hoffnungsmahl vor seiner Gefangennahme mit seinen Jüngern gefeiert hat (Markusevangelium 14, 22 – 25). Der Name „Grün”-Donnerstag kann von „gronan”, „weinen” (greinen) abgeleitet werden. Damit waren wohl die Tränen der Büßer gemeint, die in der alten Kirche an diesem Tag nach beendeter Buße wieder in die kirchliche Gemeinschaft aufgenommen wurden. Im Gottesdienst am Gründonnerstag wird das Abendmahl gefeiert.

Erinnert wird auch an die Geschichte, wie Jesus seinen Jüngern die Füße wusch (Johannesevangelium 13, 1 – 20) und so seine Dienstbarkeit deutlich machte: Jesus hat sich erniedrigt – Füße waschen war Sklavenarbeit – so groß war seine Liebe zu den Menschen, deshalb sollen die Christen ihm in solcher Nächstenliebe nachfolgen.

Der Karfreitag (althochdeutsch kara, „Klage, Kummer, Trauer“) ist der Freitag vor Ostern. Er folgt auf den Gründonnerstag und geht dem Karsamstag voraus. Christen gedenken an diesem Tag des Kreuzestodes Jesu Christi. Der Karfreitag wird auch „Stiller“ oder „Hoher Freitag“ genannt.

In der katholischen Kirche ist er ein strenger Fast- und Abstinenztag. Die Bezeichnung „Guter Freitag“ geht auf Martin Luther zurück. Der Karfreitag ist im Zusammenhang mit Ostern für die Christen einer der höchsten Feiertage. An ihm gedenkt die Kirche des Todes Jesu Christi und erwartet die Feier seiner Auferstehung. Nach ihrem Glauben litt und starb Jesus als „Gottesknecht“ und nahm im Kreuzestod freiwillig die Sünde und Schuld aller Menschen auf sich.

Das Karfreitagsgeschehen ist nicht isoliert zu betrachten, sondern steht in einer Reihe mit Ostern, Christi Himmelfahrt und Pfingsten. Nicht das Opfer Jesu soll damit allein das Große sein, sondern der Sieg über Hölle, Tod und Grab.

Opfer? – Die durchbohrte Hand als Siegeszeichen

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) hat 2012 eine Initiative zum Karfreitag gestartet. Die Bedeutung des Feiertags soll neu hervorgehoben werden. Die durchbohrte Hand als Siegeszeichen und das Fragewort Opfer? wollen zum Nachdenken anregen.

Dieser Tag erinnert an die Kreuzigung Jesu. Dieser Tag führt Christen zum Kern ihres Glaubens: Jesus Christus durchbricht den Tod. Dieser Tag tut der Gesellschaft gut: Zeit für den Ernst des Lebens, Mitgefühl für Opfer, Stille auf Straßen und Plätzen.

Wir alle sind eingeladen, den Karfreitag bewusst zu gestalten. Die Freiheit der Einzelnen bleibt gewahrt. Die evangelische Kirche bittet um Respekt für den Karfreitag und für alle, die ihn brauchen. Der Tag ist wichtig!

» Mehr Informationen dazu unter www.karfreitag.de

Einladung zum Mitgedenken

In vielen Gemeinden finden an Gründonnerstag und Karfreitag besondere Feiern mit Abendmahl statt. Lassen Sie sich einladen!

» Hier unsere Übersicht

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