„Du bist getauft, und du gehörst zu Christus“

Am vergangenen Sonntag fand in Eibach zum dritten Mal ein ökumenischer Gottesdienst statt. Dazu hier ein Bericht von Henny Toepfer:

„Du bist getauft, und du gehörst zu Christus“

Ein großes ökumenisches Glaubensfest feierten ca. 100 Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder am 3. November 2013 in der evangelischen Kirche zu Eibach.

Pfarrer Stefan Fetscher begrüßte die Anwesenden. Er sprach über das gute ökumenische Tun hier vor Ort und hofft, auch zukünftig  immer mehr zusammen Wege des Glaubens zu gehen.

Sonja Brill-Kempfer machte deutlich, dass es der dritte ökumenische Gottesdienst in unserem Dorf ist, nach 2009 und 2011. Sie richtete an die ganze Gemeinde Grüße von P. Andreas Reichwein aus, der jetzt in München seinen Dienst verrichtet.

Sonja erweiterte das ökumenische Tun hier im Dorf mit der Aussage, dass evangelische und katholische Christen miteinander unterwegs sind in der Sternsingeraktion, in den kleinen katholischen Tischmessen, dem Glaubenstreff, dem Weltgebetstag und natürlich im ganz realen Alltag.

Weiter sagte sie, dass keine der Hauptamtlichen der Dillenburger katholischen Gemeinde den Gottesdienst mitfeiern könne. Es seien zukünftig nur noch in Dillenburg und Haiger ök. Gottesdienste vorgesehen. Schade, dass so den katholischen Ehrenamtlichen in Eibach nicht mehr durch die  Präsenz eines/einer Hauptamtlichen der Rücken gestärkt werden kann.

Das Lied ‚Lobe den Herren’ leitete das Kyrie-Gebet ein, dass Henny Toepfer mit der Gemeinde betete.

Pfarrer Stefan Fetscher begann seine Verkündigung mit einer launigen Geschichte über einen zu Taufenden, der nicht getauft werden durfte. Ein Lächeln huschte über die Gesichter der Anwesenden.

Fetscher sprach über die Taufe als einmaliges Geschehen. Trotzdem, so sagte er, sind die Menschen nicht automatisch durch die Taufe ohne Fehler. Häufig erleben sie ein Scheitern. Aber Gottes Zusage ist ein „Ja“ zu uns Menschen und vergibt ihnen Schuld. Eine Aussage Martin Luthers, er  „krieche jeden Tag neu in die Taufe hinein“ gab Stefan Fetscher als Beispiel für uns alle weiter.

Uwe Seibert las den Lesungstext Röm. 6, 3-8. Dieser Text beschreibt die Tatsache, dass wir als Getaufte mit Christus begraben sind auf den Tod, durch seine Auferstehung auch in einem neuen Leben wandeln werden.

Pfarrer Fetscher setzte die Predigt fort und beendete sie mit Gedanken der Hoffnung, als Getaufte aufgehoben zu sein bei Gott.

Moderne neue Lieder wurden zur Freude der Gemeinde unterstützt von zwei jungen Männern und zwei jungen Frauen aus beiden christlichen Gemeinschaften, die mit Keyboard, Flöten und einem Cachon die musikalische Begleitung übernahmen. Vielen Dank den jungen Leuten!

Henny Toepfer erzählte von der Tochter ihrer Nichte, Kathrin, jetzt 13 Jahre alt. Sie machte sich als ungetauftes Kind schon über Jahre auf dem Weg auf der Suche nach Gott. Die Wege, die dieses Kind gefunden hat, waren gut. Im Mai 2013 wurde Kathrin in ihrem Heimatort evangelisch getauft. Im nächsten Jahr wird sie konfirmiert. Ihre Eltern, sensibel genug, begleiteten Kathrins Wege  zu jeder Zeit.

Die Gemeinde betete das ökumenische Glaubensbekenntnis. Worte, die im ‚Heute’ stehen, das Leben Jesu beschreiben, von Hoffnung auf einen neuen Himmel und eine neue Erde sprechen.

Nach diesem Bekenntnis sprach Andrea Horch  die versammelte Gemeinde auf die Verpflichtung auf den Taufbund an. Fragen in Bezug auf Lebensrecht, Bewahrung der Schöpfung, Gerechtigkeit und Frieden, sowie ein geschwisterliches Zusammenleben in den Gemeinden beantwortete die Gemeinde in jedem Abschnitt mit ‚Ja, mit Gottes Hilfe’.

Es folgte eine Zeichenhandlung, durchgeführt von Andrea und Uwe Seibert. Nach einigen Erklärungen zum Weihwasser in der katholischen Tradition durch Andrea gaben sie und Uwe Glasschälchen mit dem gesegneten Wasser durch die Reihen. Die Menschen zeichneten dem Nachbarn, der Nachbarin als Zeichen der Einheit in Christus ein Kreuz auf die Stirn mit den Worten: ‚Du bist getauft und Du gehörst zu Christus’. Eine eindrucksvolle Handlung für Alle!

Große Fürbitten, von der Gemeinde beantwortet mit ‚Wir bitten dich, erhöre uns’ sprach Henny Toepfer. Die Fürbitten schlossen mit einem Gebet und der Bitte, dass SEIN Reich durch uns vollendet werden möge. Weiterhin stehend, an den Händen gefasst, betete die große Gemeinde das ‚Vater unser’. Die Kirchenglocken begleiteten die Betenden.

Den Schlusssegen gaben Ursula Kämpfer und Sonja Brill-Kempfer den Menschen mit auf den Weg.

Pfarrer Fetscher entließ die Gemeinde mit einem freundlichen Hinweis auf das Mittagessen im Dorfgemeinschaftshaus, das nach einem Gottesdienst auch als ‚Agape’ bezeichnet wird. Das Essen wurde von Helfern und Helferinnen vorbereitet. Auch hier waren alle (ca. 100 Menschen) gekommen, um miteinander Gemeinschaft zu leben, um auch, so sehe ich es, Jesus zu spüren, der mitten unter uns war, im Gottesdienst und beim anschließenden Mahl.

Es waren gute, tiefgehende Stunden im Gebet, im Miteinander der Gemeinschaft. Hoffen wir auf Gottes Geleit, dass wir nie aufhören, weiterhin immer mehr das Gemeinsame zu suchen und auch zu finden.

 Text:  Henny Toepfer

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