Vortrag: Vergessen & vertrieben – Christen im Irak

(via www.ev-dill.de) Seit 1.800 Jahren leben Christen im Irak. In einem Vortrag am Donnerstag, 9. Oktober, 19.30 Uhr, im Evangelischen Gemeindehaus Sinn (Ballersbacher Weg 6) beleuchtet Pfarrer Michael Kohlbacher die besondere Historie der Christen im östlichen Mesopotamien, dem heutigen Irak. Sie haben eine wechselvolle Geschichte erlebt und wurden stets von anderen beherrscht: Perser, Römer, Araber, Mongolen, Briten, Amerikaner.

Nach der Ansiedlung von Muslimen und der Gründung einer neuen Hauptstadt, Bagdad, folgte vor 1000 Jahren eine jahrhundertelange Blüte im Zusammenwirken mit islamischen Gelehrten. Syrisch sprechende Christen haben wesentlich dazu beigetragen, das kulturelle Erbe der griechischen Antike durch Übersetzungen an die arabisch sprechenden Völker des Mittelalters weiterzugeben. Die vergangenen 150 Jahre wurden zu einer schweren Belastungsprobe.

Wiederholt änderten sich die politischen Umstände und waren stets mit Christenverfolgungen verbunden. So sind bereits viele Christen aus dem Irak ausgewandert, besonders in die USA, nach Argentinien und Australien. In den vergangenen 20 Jahren wurden die im Heimatland verbliebenen Christen genötigt, wie Nomaden von Flüchtlingslager zu Flüchtlingslager weiter nordwärts zu ziehen. Kommt durch die aktuellen politischen Veränderungen eine 1.800-jährige Kulturnation an ihr Ende? Gibt es Alternativen zu Auswanderung oder Märtyrertod? Darüber handelt der Vortrag von Michael Kohlbacher.

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Eine Antwort

  1. Ergänzung zum Artikel: Unter http://www.emw-d.de/fix/files/EMW_Dossier_Syrien.pdf findet man ein interessantes Dossier zur Situation der Christen im Mittleren Osten

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