Zu Besuch bei der Partnerkirche in Indonesien

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Dr. Uwe Seibert, Gemeindepädagogin Anette Gisse, Pfarrer Ralf Arnd Blecker und Präses Karl Heinz Ruhs bei einem Festgottesdienst in Pematang Raya. (Foto: Blecker)

Der Haigerer August Theis (1874-1968) ging als Missionar der Rheinischen Missions­gesellschaft nach Nordsumatra und kam 1903 ins Simalungun-Gebiet am Ostufer des Tobasees. Dort findet man bis heute seine Spuren. Eine Kirche, die GKPS, ist entstanden, die heute über 220.000 Mitglieder hat. Ende August hat eine kleine Delegation aus den Dekanaten Dillenburg und Herborn diese Kirche besucht, mit der die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau partnerschaftlich verbunden ist.

Unter der Leitung von Dr. Uwe Seibert, Referent für Mission und Ökumene im Dekanat Dillenburg und Lertina Saragih, Partnerschaftssekretärin der GKPS, konnte die Delegation – bestehend aus dem Haigerer Pfarrer Ralf Arnd Blecker, der im Roßbachtal tätigen Gemeindepädagogin Anette Gisse und dem Präses des Dekanats Herborn Karl Heinz Ruhs – zwei Wochen lang Leben, Land und Leute in Indonesien und die Arbeit der Partnerkirche kennenlernen.

Auf dem Programm standen Besuche bei der Kirchenleitung und bei verschiedenen Projekten der GKPS: eine Ausbildungswerkstatt für Jugendliche ohne Schulabschluss, ein Waisenhaus, zwei Schulen, eine Genossenschaftsbank, ein Kaffeeprojekt, sowie ein Mädchen- und Jungenwohnheim.

Daneben sah die Gruppe viele Spuren von August Theis: die ersten Kirchen, die Anfang des 20. Jahrhunderts im Sumalungungebiet gebaut wurden, ein altes Schulgebäude, in dem August Theis unterrichtete, das Grab seiner ersten Frau, die 1909 in Sumatra starb, eine Gedenkstätte für August Theis, ja sogar eine ”August Theis-Kirche”.

August Theis ist in Nordsumatra bekannt und wird bei den Simalungun als erster Bote des Evangeliums verehrt. Am 2. September 1903 kam er nach Pematang Raya. Dieser Termin ist bis heute bei der GKPS ein wichtiger Gedenktag. Jedes Jahr am ersten Sonntag im September wird in der GKPS ein großes Fest gefeiert, das ”Olob-Olob”. Die Gemeinde in Pematang Raya freute sich riesig, dass diesmal vier Gäste aus der Heimat von August Theis an diesem Fest teilnahmen und ein Grußwort überbrachten. Sogar ein lokaler TV-Sender berichtete vom Fest und nahm ein Interview mit Pfarrer Blecker und Dr. Uwe Seibert auf.

Neben dem Festgottesdienst in Pematang Raya gestalteten die deutschen Gäste weitere Gottesdienste mit und lernten dabei viele neue Glaubensgeschwister kennen. Überall wurden sie sehr herzlich empfangen, oft mit einem Ulos – einem handgewebten Tuch, das man Freunden zu Begrüßung umlegt – und traditionellen Speisen der Simalungun.

Neben vielen Kirchen und Projekten der GKPS konnten die Besucher auch einige Sehenswür­digkeiten besichtigen: den Tobasee – der größte Kratersee der Erde –, eine heiße schwefel­haltige Quelle, den Sipisopiso-Wasserfall und diverse Freilicht-Museen mit traditionellen Gebäuden.

Die Delegation wird am kommenden Samstag bei der gemeinsamen Herbstsynode der Dekanate Dillenburg und Herborn von ihren Erlebnissen berichten.

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