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Globale Ziele: Armut beenden (SDG 1)

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Grafik: globalgoals.org

Im September 2015 haben die Vereinten Nationen 17 globale Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDG) beschlossen, die bis zum Jahr 2030 weltweit erreicht werden sollen. Das oberste Ziel auf der Agenda lautet: Armut in jeder Form und überall beenden (End poverty in all its forms everywhere).

Bis 2030 die Armut beenden – das klingt wie ein sehr ehrgeiziges Vorhaben für so einen kurzen Zeitraum. Und beseitigt werden soll ja nicht nur die „extreme Armut“ in den Ländern der „Dritten Welt“, sondern „Armut in jeder Form und überall“. Denn Armut findet man überall auf der Welt. Egal ob in Industrieländern, in Schwellenländern oder in Entwicklungsländern.

Wann ist ein Mensch arm? Man könnte ganz einfach sagen, dass jemand arm ist, wenn er oder sie zu wenig Einkommen hat. Aber es geht dabei nicht nur um mangelndes Geld, sondern auch um Ausgrenzung und mangelnde Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Beim Versuch, „Armut“ zu definieren, wird häufig unterschieden zwischen extremer/absoluter Armut, relativer Armut und gefühlter Armut.

Von  extremer oder auch absoluter Armut spricht man, wenn Menschen weniger als 1,90 Dollar pro Tag an Einkommen haben. Die Folge ist, dass jemand seine grundlegendsten Bedürfnisse nicht zu befriedigen vermag: Nahrungsmittel, Kleidung, ein Dach über dem Kopf und eine medizinische Basisversorgung.

Von relativer Armut ist betroffen, wer sich mangels finanzieller Ressourcen nicht oder nicht in ausreichendem Maße am gesellschaftlichen Leben beteiligen kann. Anders als „absolute Armut“, wirkt „relative Armut“ nicht unmittelbar lebensgefährdend, kann aber auf Dauer Krankheiten verursachen.

Der folgende Videoclip zeigt, wie relative Armut auch in Deutschland eine Belastung ist:

Gefühlte Armut lässt sich nicht an Einkommensgrenzen festmachen. Sie stellt sich ein, wenn Menschen sich aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation gesellschaftlich ausgegrenzt oder diskriminiert fühlen. Andererseits kann es sein, dass jemand mit vergleichsweise wenig Geld auskommen muss und sich trotzdem nicht arm fühlt, weil er oder sie diesen Lebensstil selbst gewählt hat.

Armut und Gerechtigkeit in der Bibel

Vor ein paar Jahren wurde die „Gerechtigkeitsbibel“ herausgegeben. Darin sind über 3000 Stellen, die sich mit den Themen „Armut“ und „Gerechtigkeit“ beschäftigen, farbig hervorgehoben.Sie zeigen Gottes Solidarität mit den Armen: Das Recht der Armen soll nicht gebeugt werden, Arbeiter sollen einen gerechten Lohn erhalten, Witwen und Waisen sollen versorgt werden. Im Auftrag Gottes prangern Propheten ungerechte Verhältnisse an und fordern gerechte Strukturen: „Es ströme das Recht wie Wasser und die Gerechtigkeit wie ein nie versiegender Bach“.  Jesus preist die Armen selig und warnt vor der Gefahr des Reichtums: „Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr gehe, als dass ein Reicher ins Reich Gottes komme“ und „Ihr könnt nicht Gott und dem Mammon dienen“.

Dabei lehnt die Bibel Eigentum und Reichtum nicht grundsätzlich ab. Es geht um einen verantwortlichen Umgang mit dem, was uns anvertraut ist: „Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes“ (1. Petrus 4,10).

Die Armut bekämpfen

Die Bekämpfung der extremen/absoluten Armut war bereits eines der sogenannten „Milleniumsziele“, die von 2000 bis 2015 verfolgt wurden. Und tatsächlich ist der Prozentsatz der absolut Armen in dieser Zeit weltweit zurückgegangen. Dies ist aber vor allem in China geschehen, während die Zahl der absolut Armen in Afrika sogar noch gestiegen ist.

Armutsbekämpfung bleibt eine wichtige Aufgabe – für alle Länder der Welt. Auch in Deutschland driftet die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinander. Dies zeigen die Armuts- und Reichtumsberichte der Bundesregierung.

Weil Armut viele Ursachen hat, geschieht sie nicht unabhängig von anderen nachhaltigen Entwicklungszielen, wie der folgende Videoclip zeigt:

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