Jahresrückblick 2016

Uwe SeibertDas Jahr neigt sich dem Ende zu. Es war das erste Jahr im „Evangelischen Dekanat an der Dill„, das zum 1. Januar 2016 aus den Evangelischen Dekanaten Dillenburg und Herborn entstanden ist. Ein Jahr mit neuen Aufgaben, voller Eindrücke und Begegnungen, auf das ich jetzt am letzten Tag des Jahres noch einmal zurückschauen möchte.


Flüchtlingshilfe

Auch 2016 hatte ich wieder viel mit dem Thema „Flüchtlingshilfe“ zu tun:

  • alle zwei Monate habe ich ein Vernetzungstreffen für Ehrenamtliche organisiert, bei dem wir uns mit Themen wie Deutschunterricht, Integration von Geflüchteten im Arbeitsmarkt, Kulturunterschiede und Rechtsbeistand für Flüchtlinge beschäftigt haben.
  • bei einem Dekanatskonvent ging es darum, was Gemeinden tun können, um Flüchtlinge besser zu integrieren
  • im April/Mai haben wir im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Sichtwechsel – Fluchtländer in Film und Gespräch“ außerdem auch vier Film- und Gesprächsabende angeboten. Ziel dieser Fortbildungsreihe war eine Annäherung an die uns fremden Kulturen in den Ländern, aus denen Menschen als Geflüchtete zu uns kommen.
  • im Rahmen der „Interkulturellen Woche“ war im September in der Volksbank in Dillenburg zwei Wochen lang die Ausstellung „Stationen“ mit Bildern des syrischen Künstlers Khaled Al Deab zu sehen. Außerdem gab es in dieser Woche auch ein gut besuchtes „Interkulturelles Fest“ am Evangelischen Gemeindehaus Mittelfeld in Dillenburg.
  • ich habe darüber hinaus auch wieder an vielen Sitzungen von Arbeitskreisen, Workshops und Informationsveranstaltungen zum Thema „Flüchtlinge“teilgenommen

Fairer Handel

Beschäftigt hat mich im vergangenen Jahr immer wieder auch das Thema „Fairer Handel“. Als Weltladen Dillenburg haben wir uns am Weltladentag und an der Fairen Woche beteiligt. Im Rahmen der Fairen Woche gab es bei uns am Donnerstag, 22. September (zugleich der „Hessische Tag der Nachhaltigkeit“) eine Handysammelaktion und am Samstag, 24. September von 10 bis 13 Uhr eine faire Verkostung mit glutenfreien Waffeln aus Quinoamehl. Zugleich konnten Kunden sich auch über die Wirkungen des Fairen Handels informieren.

Im Oktober haben wir die  Zentrale der GEPA in Wuppertal besucht. Außerdem haben ein paar von uns auch an den Vernetzungstreffen der Weltläden in Mittelhessen teilgenommen, die diesmal in Asslar und Galdenbach stattfanden.

Woche der Arbeit

In diesem Jahr war ich zum ersten Mal beteiligt an den Vorbereitungen und der Durchführung der 15. „Woche der Arbeit“  in Herborn:

  • bei einem „Herborner Frühstück“ referierte Pfr. Andreas Lipsch, der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft PRO ASYL, zum Thema „Vom Flüchten und vom Ankommen – Aus welchen Ländern und aus welchen Gründen fliehen Menschen?“
  • im Herborner Rathaus gab es eine Ausstellung mit Arbeiten von Schülern des Herborner Johanneum-Gymnasiums zum Thema „Herborn in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft“
  • am 1. Mai haben wir auf dem Herborner Marktplatz einen Ökumenischen Gottesdienst gefeiert. Die Predigt hielt der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Pfarrer Dr. Volker Jung. Er sprach sich darin aus für den Schutz des Sonntags als Ruhetag, gerechtere Lebensbedingungen in Deutschland und ein Europa, das nicht „von Furcht und Angst regiert wird, sondern von Zuversicht und Menschlichkeit“. Im Anschluss folgte eine Kundgebung  zum „Tag der Arbeit“.

Hessentag in Herborn

Beim Hessentag in Herborn gab es neben vielem anderen auch  Veranstaltungen, Ausstellungen und Initiativen mit Bezug zu den Themen der Fachstellen Mission & Ökumene und Gesellschaftliche Verantwortung. Unter anderem eine ökumenische Baumpflanzaktion, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, ein ökumenisches Show-Kochen und vieles anderes mehr. (Mehr dazu)

Ökumenische Besucher in Herborn

Ende Mai waren während des Hessentags in Herborn drei Gäste aus unserer indonesischen Partnerkirche GKPS zu einem Kurzbesuch bei uns: Ephorus Martin Rumanja Purba, Ökumene-Sekretärin Lertina Saragih und ihre Vorgängerin Lermianna Girsang. Wir hatten viele gute Gespräche, haben miteinander Gottesdienst gefeiert, den Hessentag besucht und waren bei einer Baumpflanzaktion in Bad Marienberg.

Im November kam dann auch der neue Bischof der Nordwest-Diözese der Evangelisch Lutherischen Kirche in Tansania, Dr. Abednego Keshomshahara zu uns. Im Rahmen der Vortragsreihe „Mission Lectures“ hielt er einen Vortrag zum Thema: „Kirche und Armutsbekämpfung – Das Verhältnis von Religiosität und Armut am Beispiel Tansanias“.

Tansania-Partnerschaft

Der Besuch von Bischof Keshomshahara im November in Herborn gab uns die Möglichkeit, mit ihm über die Zukunft unserer Partnerschaft mit der Bibelschule in Ruhija zu sprechen, wo es gerade einige Veränderungen gibt.

Kurz voher hatte während des Martinimarktes in Herborn unser Tansania-Café geöffnet. Dabei kam durch den Verkauf von Kuchen, Kaffee und anderen Getränken und durch Spenden wieder ein großer Geldbetrag zusammen, mit dem wir die Ausbildung von Evangelisten in Ruhija unterstützen.

Bereits im September haben wir in der Evangelische Kirchen in Mittenaar-Offenbach unseren Tansania-Partnerschaftsgottesdienst gefeiert, bei dem dDie Pfarrerin Elizabeth von Francois aus Namibia die Predigt hielt. Kurz vorher war in Bukoba und Umgebung ein schweres Erdbeben mit vielen Opfern und Schäden, deshalb war die Kollekte diesmal für die Erdbebenopfer bestimmt.

Auch beim Hessentag in Herborn war der Tansania-Arbeitskreis am Start. Auf der Aktionsfläche vor dem Haus der Kirche und Diakonie gab es u.a. eine Benefizaktion mit einem Spinningrad, einen Trommelworkshop und afrikanische Mode.

VEM-Vollversammlung in Ruanda

In der ersten Oktoberwoche fand in Ruanda die 8. Vollversammlung der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) statt, die diesmal unter dem Thema „Share the Good News: Grace and Faith in Action” stand. Ich war als Delegierter der EKHN auch dort. Unter anderem wurde ein neuer Missionsrat gewählt. Als neuer Moderator und Nachfolger von Regine Buschmann wurde Willem Simarmata aus Indonesien gewählt. Besonders freut mich, dass auch die Leiter unserer Partnerkirchen, der GKPS in Indonesien (Ephorus Purba) und der ELCT-NWD  in Tansania (Bischof Keshomshahara) in den Missionsrat gewählt wurden.

Ökumenischer Pilgerweg

Anfang September fand zum siebten Mal unser Ökumenischer Pilgerweg statt, der diesmal unter dem Thema „Barmherzigkeit“ stand. Rund 160 Christen aus der Region und verschiedenen Konfessionen haben sich bei schönstem Wanderwetter gemeinsam mit uns auf den Weg gemacht, der uns diesmal von Frohnhausen nach Haiger führte.

Workshop zum Thema „Nachhaltigkeit“

Wie kann man ein Adventskaffee, ein Gemeindefest oder eine der vielen anderen Gemeindeveranstaltungen im Lauf des Jahres „nachhaltig“ organisieren? Darum ging es bei dem Workshop „Nicht nur zur Weihnachtszeit – ökofair feiern im Jahreskreis“, der im November im Haus der Kirche und Diakonie in Herborn stattfand.

Veranstaltungsreihe „Helfer in der Not“

Im Dezember startete die neue Veranstaltungsreihe „Helfer in der Not“. Diese Veranstaltungsreihe soll Interessierten Einblicke vermitteln in die Arbeit von Organisationen und Menschen, die immer dann haupt- oder ehrenamtlich zur Stelle sind, wenn Menschen in Not geraten und Hilfe brauchen. Unser erstes Treffen fand bei der Polizeidirektion Lahn-Dill in Dillenburg statt.

Weitere Themen und Veranstaltungen

Weitere Dinge, die mich in diesem Jahr beschäftigt haben, waren:

  • die Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus: in Haiger und Dillenburg gab es dreimal eine Demonstration von Rechtsradikalen. Jesdemal gab es aber auch eine wesentlich besser besuchte Gegendemonstration, an der ich auch teilgenommen habe.
  • als Delegierter der EKHN bei der Vereinten Evangelischen Mission habe ich an Tagungen in Wuppertal und Hofgeismar und an Ausschusssitzungen des VEM-Ausschusses für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung teilgenommen.
  • die Fachtage der Zentren für Mission und Ökumene in Frankfurt und für Gesellschaftliche Verantwortung in Mainz.
  • Treffen des Landesausschuss der EKHN für den Kirchentag in Frankfurt
  • Männer- und Frauenkreise, die ich besucht habe
  • Gottesdienste, die ich als Prädikant mitgestaltet habe
  • zwei Blogs (Eins in Christus und Flüchtlingshilfe LDK-Nord), zwei Facebook-Seiten (Mission, Ökumene und Weltverantwortung an der Dill und Weltladen Dillenburg), eine geschlossen Facebook-Gruppe (Flüchtlingshilfe LDK-Nord) und ein monatlich erscheinender Newsletter.

Es war ein ausgefülltes Jahr, auf das ich gerne und dankbar zurückblicke. Ich hoffe, ich konnte durch meine Arbeit etwas positiv bewegen im Blick auf die oben genannten Themen.

Ihnen allen und auch mir wünsche ich einen guten Jahreswechsel und ein gesegnetes neues Jahr 2017!

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