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Jahresrückblick 2017

https://scontent-frt3-2.xx.fbcdn.net/v/t1.0-1/p200x200/12274260_915971431789934_3941937911556968641_n.jpg?oh=28e6fb8681f86ee1d53ee3084083ecfc&oe=5AB61F43Das Jahr 2017 geht zu Ende und ich will hier – nach Themen alphabetisch geordnet – noch einmal an einige Ereignisse aus meinen Arbeitsbereichen (Mission & Ökumene und Gesellschaftliche Verantwortung) erinnern. Wenn Sie auf die Links klicken, können Sie die dazugehörigen Artikel (zum Teil auf diesem Blog, zum Teil auch auf anderen Webseiten) noch einmal nachlesen. Viel Spaß dabei!

Fairer Handel

Fairtrade Towns: Biedenkopf, Herborn, Gladenbach, Gießen, Marburg und Wetzlar sind es bereits seit einiger Zeit und jetzt wollen auch Dillenburg, Haiger und Mittenaar „Fairtrade Town“  werden. Um sich für diesen Titel zu bewerben, müssen bestimmte Kriterien erfüllt werden. Unter anderem müssen in Sitzungen der städtischen Gremien fair gehandelte Produkte verwendet werden, es muss eine Steuerungsgruppe mit Vertretern aus unterschiedlichen Bereichen gegründet werden, in einer Anzahl von Geschäften und Gastronomiebetrieben müssen Fairtradeprodukte angeboten werden und anderes mehr. In Dillenburg und Mittenaar wurde bereits einen Beschluss gefällt, dass dieser Prozess weiter verfolgt werden soll, in Haiger passiert das vermutlich demnächst auch.

Vernetzungstreffen Mittelhessen: Ende März trafen sich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus zwölf Weltläden der Region in Herborn. Etwa 40 Personen – Aßlar, Bad Laasphe, Burgsolms, Dillenburg, Gießen, Herborn, Limburg, Marburg, Siegbach-Eisemroth, Solms, Weilburg und Wetzlar  waren auf Einladung des heimischen Weltladens und des Vereins „Weltläden in Hessen“ nach Herborn gekommen, um sich über die Arbeit in den Weltläden auszutauschen. (weiterlesen auf der Website des Herborner Weltladens)

Weltladentag: Im Mai war wieder der Weltladentag, der Aktionstag der Weltläden in Deutschland. Diesmal ging es um die „Visionen des fairen Handels“ für die Bundestagswahl 2017: Faire Arbeitsbedingungen weltweit, eine bäuerliche Landwirtschaft, die alle Menschen ernährt und ein menschenwürdiger Umgang mit allen. Darüber konnte man mit eigens dafür hergestellten Postkarten mit Kunden und auch mit Bundestagskandidaten der Parteien ins Gespräch kommen. In Dillenburg gab es solche Gespräche mit den Wahlkreiskandidaten von Bündnis 90 / Die Grünen und der SPD.

Flüchtlingshilfe

Im Februar fand im Frankfurter Dominikanerkloster die erste EKHN-Flüchtlingskonferenz statt.  Mit dabei waren auch Vertreter der Diakonie und der Evangelischen Kirche aus unserer Region: Karl Müßener und Ulrich Neidlinger vom Diakonischen Werk an der Dill, sowie Matthias Jung, Carmen Cyris und Ralf Schaffner vom Evangelischen Familienzentrum Frohnhausen und Dr. Uwe Seibert vom Evangelischen Dekanat an der Dill. Sie stellten gemeinsam Angebote und Projekte zur Flüchtlingshilfe aus der Region vor, die durch Mittel der EKHN und der Diakonie gefördert wurden und werden.  (weiterlesen bei ev-dill.de)

Ein Projekt zur Flüchtlingshilfe aus der Region ist die „Willkommens-APP“, im Evangelischen Familienzentrum Frohnhausen entwickelt und von der EKHN finanziell gefördert wurde. Wo kann ich einen Sprachkurs besuchen, wer hilft mir beim Umzug oder welches Amt ist in welcher Kommune für mich zuständig? Die „Wilkommens-App Dekanat Dill“ bündelt genau diese Informationen und gibt sie auf Tastendruck in drei unterschiedlichen Sprachen weiter. Darüber hinaus gibt es auch Auskünfte zu Freizeit- und Sportaktivitäten. Abgerundet wird die App durch einen integrierten Routenplaner.

» Die „Wilkommens-App Dekanat Dill“ ist im Apple-App-Store (www.apple.com/iTunes) und auch bei Google-Play (http://play.google.com/store/apps) kostenlos als Download erhältlich. Weitere Informationen zur App gibt es unter der E-Mail willkommens-app@web.de

Im Haus der Kirche und Diakonie in Herborn fanden regelmäßige Vernetzungstreffen der Haupt- und Ehrenamtlichen im Bereich Flüchtlingshilfe statt.

Interkulturelle Woche

Im Rahmen der „Interkulturellen Woche“ fanden auch in diesem Jahr in Dillenburg verschiedene Veranstaltungen statt, u.a. ein Filmabend, ein Gesprächsabend, ein interkulturelles Fest mit Musik und einem Fußballturnier, sowie eine Plakatausstellung.

Kirchentag in Berlin

Mit einer Gruppe von 30 Erwachsenen und Jugendlichen sind wir zum Deutschen Evangelischen Kirchentag in Berlin gefahren. Den Kirchentag erlebt jede(r) persönlich anders. Meine Eindrücke in einem kurzen Video können Sie hier ansehen.

Menschenrechte

„Shrinking Space“ – Handlungsspielräume von Nicht-Regierung-Organisationen und Zivilgesellschaft werden durch gesetzliche oder andere Maßnahmen zunehmend eingeschränkt und Personen, die sich für Menschenrechte einsetzen, werden kriminalisiert. Darum ging es bei einer gemeinsamen Tagung der Koordinierungsstelle Ökumenischer Frauen (KÖF) und des Ausschuss für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung (JPIC) der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) am 23.1.2017 in Wuppertal. Einen Kurzbericht dazu finden Sie auf meinem Blog und auf der Internetseite der VEM

Ökumenische Partnerschaft

Ganz viel los war in diesem Jahr bei uns im Blick auf unsere ökumenischen Partnerschaften mit der Nordwest-Diözese der ELCT in Tansania und der GKPS in Nordsumatra/Indonesien.

Im April waren ökumenische Partner der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) aus Südkorea und Ghana zu Besuch bei uns im Dekanat an der Dill. Sie waren auf Einladung des Zentrums Oekumene gerade in Frankfurt, um sich in einem Workshop mit dem Thema „Gelingende Integration“ zu beschäftigen.  Teil des Workshops war auch der Besuch von beispielhaften Einrichtungen und Projekten. (mehr dazu)

Bei uns besuchten die internationalen Gäste das Evangelische Familienzentrum in Frohnhausen und den KleiderTREFF am Hüttenplatz in Dillenburg. Die Besucher aus Ghana und Südkorea waren tief beeindruckt von den beiden Projekten und von den Gesprächen mit den Mitarbeitern.

Im Mai fand bei uns in Herborn ein Workshop statt zum Thema „Hört bei Geld die Freundschaft auf? Die Rolle des Geldes in kirchlichen Partnerschaften — ein Denkanstoß“. Daran nahmen rund 20 Personen teil, die vor allem in Tansania-Partnerschaften aktiv sind.

Vier Personen aus unserem Dekanat waren in diesem Jahr für längere Zeit bei unseren Partnern in Nordsumatra. Pfr. Ralf Arnd Blecker aus Haiger verbrachte von Mitte Juli bis Mitte Oktober eine dreimonatige Studienzeit bei der GKPS und konnte in dieser Zeit das kirchlich-gesellschaftliche Leben der Simalungun-Christen besser kennenlernen und sehen, wie sie in der islamischen Mehrheitsgesellschaft leben.

Die Gemeindepädagogin Anette Gisse verbrachte von Mitte Juli bis Ende August einen sechswöchigen Studienurlaub in Indonesien. Dabei konnte besonders die Lebenswelten der Heranwachsenden und ihre Anbindung in der Gemeinde kennenlernen.

Im September bekam Pfr. Blecker Besuch aus der Heimat: Seine Frau Sandra und Karl-Wilhelm Engelhardt aus Sinn blieben bis Mitte Oktober bei ihm und reisten zusammen mit ihm zurück nach Deutschland.

Bei einer internationalen Partnerschaftskonsultation der EKHN in Arnoldshain (16.-19.8.2017) trafen sich drei Tage lang Vertreter des Zentrum Ökumene, der VEM, der EMS, der Kirchenleitung der EKHN und von Dekanatspartnerschaftsgruppen der EKHN mit rund 40 Vertretern ihrer Partnerkirchen aus Indien, Indonesien, Südkorea, Ghana, Südafrika, Tansania, Polen, Tschechien, Italien und den USA, um mit ihnen über Perspektiven und Herausforderungen kirchlicher Partnerschaftsarbeit in einer sich verändernden Welt zu diskutieren.

Mit dabei waren u.a. auch Vertreter unserer Partnerkirchen – der ELCT (Nordwest-Diözese) in Tansania und der Simalungunkirche (GKPS) in Indonesien. Als Vertreter aus dem Dekanat an der Dill waren Dekanatsjugendreferent Hartmut Heuser und Ökumenereferent Dr. Uwe Seibert mit dabei (mehr dazu auf meinem Blog).

Im September fand in Dillenburg unser Tansania-Partnerschaftsgottesdienst statt. Bei diesem Gottesdienst gab es ein Wiedersehen mit Stephanie Franz, die in unserer Propstei einige Jahre als Referentin für die Frauenarbeit zuständig war. 2009 ging sie für sechs Jahre nach Dar es Salaam, Tansania. Dort betreute sie die deutsche Gemeinde und war zuständig für die Frauen- und Sonntagsschularbeit der Ost- und Küstendiözese der Lutherischen Kirche in Tansania.

Im Oktober fuhren sechs Personen aus unserem Dekanat – unter anderem auch unser Dekan Roland Jaeckle – nach Tansania, um unsere Partner in Ruhija zu besuchen.

Anfang November gab es beim Martini-Markt in Herborn wieder unser „Tansania-Café“,  das insgesamt 3433,06 Euro für unseren Partnerschaftsarbeit erwirtschaftete.

Reformationsjubiläum

Die Erinnerung an das 500. Jubiläum von Martin Luthers Thesenanschlag war auch im Blick auf die Ökumene von Interesse. In Herborn gab es im Januar im Rahmen der Veranstaltung „Ökumenisches Sofa“ zwei Podiumsgespräche zum Thema Reformation.

Am 11. März fand in Hildesheim ein viel beachteter Versöhnungsgottesdienst statt, bei dem sich der Vorsitzende der Deutschen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm verpflichteten, die sichtbare Einheit der Kirchen voranzutreiben.

Im Mai fand in Herborn – das jetzt eine „Europäische Reformationsstadt“ ist, ein großer Aktionstag statt, bei dem das EKD-Geschichtenmobil, das anlässlich des 500. Reformationsjubiläums 68 Orte der Reformation in Europa anfuhr – in Herborn Station machte. (Bericht auf der Website des Dekanats an der Dill lesen)

Im September ging es dann auch bei unserem nunmehr 8. Ökumenischen Pilgerweg um das Thema „Reformation“, an dem rund 120 evangelische und katholische Christen aus der Region teilgenommen haben. Die rund 12 Kilometer lange Pilgerstrecke führte diesmal als Rundweg von Herborn über Uckersdorf und Burg zurück nach Herborn. (weiterlesen)

Rechtspopulismus und Rechtsextremismus

Ein Thema, das uns 2017 angesichts der im September stattgefundenen Bundestagswahl viel bewegt hat, war der Umgang mit Rechtspopulismus und Rechtsextremismus.

Im April gab es in Wetzlar wieder einen Aufmarsch rechtsextremer Gruppen. Dagegen haben wir mit über 1000 Menschen friedlich demonstriert. (Bericht auf der Website der Hessenschau)

Bei einer Demokratiekonferenz in Wetzlar ging es im Juni um „Fake News“ und Verschwörungstheorien. Zum Thema „Fake News“ und „rechte Hetze in sozialen Netzwerken“ referierte die junge Bloggerin Maxine Bacanji, zum Thema „Esoterik und Verschwörungstheorien in der rechten Szene“ der Musiker und Kolumnist Frank Mignon. Außerdem gab es einen Kurzbericht von Kreistagsmitglied Joscha Wagner über rechtsextreme Vorfälle in der Region Lahn-Dill.

Ebenfalls im Juni fanden in Wetzlar und Herborn zwei Diskussionsabende zum Thema „Herz statt Hetze“ statt. Vertreter verschiedener zivilgesellschaftlicher Gruppen wurden dabei in einem Faktencheck zum Wahlprogramm der AfD befragt. Ich war als Vertreter der Evangelischen Kirche auch mit dabei. (Bericht, Bilder und Videos)

Im November hatte Esther Bejarano, eine der letzten Überlebenden des Mädchen­orchesters aus dem Konzentrations­lager Auschwitz, einen beeindruckenden Auftritt in der Stadthalle in Haiger.  Eingeladen hatte dazu das Bündnis Haiger gegen Rechts – Vielfalt statt Einfalt e.V. zusammen mit der IG Metall Geschäftsstelle Herborn. Einen Bericht über diesen Auftritt, ein paar Fotos und Videoclips findet man unter www.demokratie-foerdern.de.

Woche der Arbeit

Vom 20. April bis 4. Mai fand in Herborn die „Woche der Arbeit“ statt, gemeinsam organisiert von den Gewerkschaften DGB, GEW, IG Metall und Ver.di haben zusammen mit dem Evangelischen Dekanat an der Dill, der Diakonie an der Dill, Vertretern der Katholischen Kirche, der Arbeiterwohlfahrt (AWO) und der Stadt Herborn. Dabei gab es wie in den Vorjahren einen Kabarettabend, eine Ausstellung, ein „Herborner Frühstück“, einen Ökumenischen Gottesdienst und  1. Mai eine Kundgebung und ein Familienfest.

Viele weitere interessante Dinge sind passiert und viele weitere Veranstaltungen haben stattgefunden.  Doch ich will und muss jetzt schließen.

Allen Lesern dieses Blogs wünsche ich einen guten Jahreswechsel und ein gesegnetes neues Jahr 2018. Vielleicht treffen wir uns ja mal an der einen oder anderen Stelle?

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