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Globale-Premiere in Dillenburg gelungen

Visual

 (Grafik: Globale Mittelhessen)

Vom 26. Januar bis 10. Februar 2018 findet zum neunten Mal die „Globale Mittelhessen“ statt – in diesem Jahr zum ersten Mal auch in Dillenburg. Dillenburgs erste Teilnahme an der Globale Mittelhessen war sehr ermutigend.

Es war eine gute Wahl, mit dem Film „Machines“ ins Kino zu gehen. In einem dunklen Kinosaal und mit der passenden Soundtechnik war der Film sehr beeindruckend und die meisten BesucherInnen waren emotional stark berührt.

Im Kinosaal „Gloria Jet“ des Dillenburger Gloria-Kinos saßen 66 BesucherInnen (zwischen 20 und 75 Jahre alt) und beim anschließenden Filmgespräch im Evangelischen Gemeindehaus, das bis kurz vor 21 Uhr ging, waren noch viele von ihnen anwesend.

Beim Filmgespräch haben wir uns erstmal eine Weile darüber unterhalten, welche Eindrücke am stärksten hängen geblieben sind. Das waren z.B.

  • der Kontrast zwischen den bunten Stoffen und der hässlichen Fabrik
  • Menschen, die ohne Schutzkleidung mit giftigen Chemikalien hantieren
  • ein Junge, der bei der Arbeit fast einschläft
  • das Hinnehmen der Gegebenheiten durch die Arbeiter
  • der Chef, der betont, dass die Arbeiter immer nur mehr Geld fordern und dass sie damit sowieso nichts Gescheites anfangen würden …

Danach haben wir uns darüber unterhalten, was wir als Verbraucher tun könnten und was wir bereit wären zu tun:

  • keine Billigklamotten mehr kaufen, stattdessen lieber Qualitätsware, die länger hält
  • Kleidung bei fairen Modelabels kaufen
  • in heimischen Geschäften nachfragen, ob dort nicht auch Faire Kleidung verkauft werden könnte
  • Kampagnen wie „Saubere Kleidung“ unterstützen
  • Beteiligen an Online-Petitionen für bessere Arbeitsbedingungen
  • Bildungsarbeit in Schulen

Bei aller Bereitschaft, für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in Indien einzutreten, kam jedoch auch die kritische Frage auf, wieviele Menschen in Deutschland sich denn die teurere Fairtrade-Kleidung leisten könnten und ob die Veränderung der Verhältnisse in Indien nicht vor allem durch die Menschen dort geschehen muss.

Außerdem haben wir uns über Beispiele für prekäre Arbeitsbedingungen in unserer Region unterhalten. Ein aktuelles Beispiel ist der Fall von 13 rumänischen Bauarbeitern, die bei der Renovierung einer Autobahnbrücke nahe Dillenburg mitgearbeitet haben und seit Februar keinen Lohn erhalten haben, weil ihre Firma Konkurs gegangen ist. (Link zum Zeitungsartikel)

Wir (Weltladen Dillenburg, Seniorenarbeitskreis der IG Metall Herborn und Fachstelle Gesellschaftliche Verantwortung im Ev. Dekanat an der Dill) haben große Lust, im nächsten Jahr wieder zusammen bei der Globale mitzumachen. Vielleicht schaffen wir es ja, im Rahmen der nächsten Globale Mittelhessen wie die anderen Spielorte auch zwei oder drei Filme zu zeigen? Und dann auch einen Regisseur oder Referenten dazu einzuladen? Das wäre eine gelungene Steigerung.

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