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Worum geht es beim „Grünen Hahn“?

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Klimaschutzmanagerin Kathrin Saudhof und Umweltauditor Burkhard Schmidt haben in Ballersbach zum Thema „Grüner Hahn“ informiert (Foto: Seibert)

Am Mittwoch, 7. Februar gab es in Ballersbach einen Informationsabend zum kirchlichen Umweltmanagement „Grüner Hahn“. Dazu war die Klimaschutzmanagerin Kathrin Saudhof vom Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN in Mainz gekommen, außerdem Burkhard Schmidt aus Breidenbach, der eine Ausbildung zum kirchlichen Umweltauditor durchlaufen hat und Gemeinden in unserer Region bei ihren Fragen zum Thema „Grüner Hahn“ berät.

Beide berichteten über praktische Erfahrungen aus anderen Kirchengemeinden und erklärten, was sich hinter dem „Grünen Hahn“ genau verbirgt. Meine persönliche neue Erkenntnis des Abends: Es geht dabei gar nicht nur ums Energie sparen, sondern um alle möglichen Aspekte des Umweltschutz, z.B. auch welche Reinigungsmittel wir verwenden, wie wir unsere Außenanlagen gestalten und anderes mehr.

Wenn eine Kirchengemeinde in diesem Bereich aktiv werden möchte, sollte dazu zunächst ein drei bis vier Personen starkes Umweltteam gegründet, ein Kirchenvorstandsbeschluss gefasst und die Gemeinde informiert werden. Danach gibt es mehrere Schritte, die durchlaufen werden:

  • Formulieren von Umwelt-Leitlinien
  • Feststellen des Ist-Zustandes
  • Planen von Maßnahmen, um den Ist-Zustand zu verbessern
  • Verfassen eines Umweltberichtes
  • Prüfung der Fortschritte durch einen kirchlichen Umwelt-Revisor

Ganz am Ende steht die Zertifizierung und als Anerkennung die Verleihung einer Plakette (s.o. auf dem Foto) mit dem Grünen Hahn. Doch der eigentliche Gewinn sind eine saubere und schöne Umwelt, Einsparungen bei Wasser-, Strom und Heizkosten,  sowie der durchlaufene Lernprozess und die Beteiligung von Menschen mit ihren Talenten.

Deutschlandweit wurden bereits über 700 Gemeinden mit dem „Grünen Hahn“ ausgezeichnet. Erfahrungen haben gezeigt, dass der Ressourcenverbrauch ohne weitere Ausgaben – allein durch Veränderung des Nutzerverhaltens – dauerhaft um 10 bis 20 % gesenkt werden kann (3 bis 20 Prozent weniger Wärmeenergieverbrauch, 10 Prozent weniger Stromverbrauch, 5 bis 20 Prozent weniger Wasserverbrauch). Dadurch sinken in der Regel auch die Kosten, so dass mehr Geld für andere Aktivitäten der Kirchengemeinde übrig bleibt.

Die Kosten für die Zertifizierung werden momentan vom EKHN-Ökofonds „Grüner Hahn“ übernommen. Außerdem können zertifizierte Gemeinden zusätzliche Mittel aus dem Fonds beantragen, um Umsetzungsmaßnahmen zu finanzieren.

Das Umweltmanagement „Grüner Hahn“ kann übrigens nicht nur von Kirchengemeinden sondern auch von kirchlichen Einrichtungen – z.B. Tagungshäusern, Dekanaten und Kindertagesstätten – eingeführt werden.

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