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Der Demokratie Raum geben

Am Freitagabend gab es wieder einen Neujahrsempfang im Herborner Schloss,  zu dem das Evangelische Dekanat und das Diakonische Werk an der Dill jedes Jahr in der Adventszeit – zu Beginn des neuen Kirchenjahres – Vertreter von Kirchen und Gesellschaft, Politik und Wirtschaft einladen.

 

Annette Claar-Kreh sprach beim Neujahrsempfang über Demokratie und Kirche (Foto: Seibert)

Annette Claar-Kreh – Referentin für Gesellschaftliche Verantwortung im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald – hielt einen Impulsvortrag zum Thema: „Der Demokratie einen Platz geben: Warum mischt sich Kirche in Politik und Gesellschaft ein?“

Mit vielen konkreten Beispielen aus der Arbeit in ihrem Dekanat zeigte die Referentin auf, warum und in welchen gesellschaftlichen Bereichen die Kirche sich aus ihrer Sicht einmischen sollte.

So könnten Kirche und Diakonie als einer der größten Arbeitgeber sich gar nicht aus Auseinandersetzungen und Verhandlungen heraushalten. Dazu brauche es eine gute demokratische Streitkultur: „Die Kirche des Wortes setzt auf Gespräche“.

Im hessischen Landtagswahlkampf habe man alle Kandidaten eingeladen und mit ihnen Gespräche geführt über den Sonntagsschutz, bezahlbaren Wohnraum, medizinische Versorgung, Klimaschutz, Mobilität und Sozialpolitik.

Gespräche habe man auch auf der Straße mit den Bürgerinnen und Bürgern geführt. Man habe den Menschen zugehört, ihre Stimmen gesammelt und das Ergebnis dann an die Politiker weitergegeben.

Die Verantwortung für eine offene und demokratische Gesellschaft lasse sich nicht deligieren und ohne Beteiligung komme Demokratie und Kirche nicht aus. Darum sei der Kirche vor allem auch die Unterstützung der Ehrenamtlichen wichtig.

Die Menschen erwarteten, dass die Kirche sich in Diskussionen über gesellschaftliche Werte einbringe und Haltung zeige, wo es nötig sei. In der an den Vortrag anschließenden Diskussion bekräftigte dies auch die anwesende Bundestagsabgeordnete Dagmar Schmidt. In einer Zeit, in der es immer mehr um Einzelinteressen gehe, erwarte sie von der Kirche, dass sie mithelfe, wieder verstärkt über die gemeinsamen gesellschaftlichen Werte ins Gespräch zu kommen.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Jördis Tielsch, die sehr gefühlvoll viele eigene Lieder sang und sich dabei selbst mit E-Piano und Geige begleitete.

Jördis Tielsch sang diesmal viele eigene Lieder (Foto:Seibert)

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