Jahresrückblick 2020

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Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Um diese Zeit habe ich in den letzten Jahren immer einen Blogpost geschrieben, in dem ich – chronologisch geordnet – noch einmal an einige Themen und Ereignisse aus meinen Arbeitsbereichen (Mission & Ökumene und Gesellschaftliche Verantwortung) erinnert habe.

Wenn ich jetzt über das Jahr 2020 nachdenke, fallen mir vor allem Veranstaltungen ein, die wegen der Corona-Pandemie ausgefallen sind oder anders als geplant verlaufen sind. Zum Glück nicht alle.

Im Januar gab es wie jedes Jahr in Herborn zwei ökumenische Gesprächsabende, diesmal zum Thema „Mut zum Neuanfang“. Am ersten Abend haben Pfarrerin Claudia Sattler und Pfarrer Simon Schade Menschen aus der Bibel vorgestellt, die in verschiedenen Situationen „Mut zum Neuanfang“ gefasst haben und deren Glaube gestärkt aus der Krise hervorgegangen ist. Am zweiten Abend haben drei Menschen aus Herborn von ihren Erfahrungen mit Schicksalsschlägen, Vertreibung und Flucht erzählt.

Im Februar haben wir in Herborn einen ökumenischen Gottesdienst zum Thema „3. Ökumenischer Kirchentag (ÖKT 3) in Frankfurt 2021“ gefeiert. Evangelische und katholische Christen aus unserer Region wollten sich gemeinsam beim „Abend der Begegnung“ einbringen, dazu hatten wir im Lauf des Jahres einige Treffen und Videokonferenzen. Doch Stand sieht jetzt so aus, dass der ÖKT 3 diesmal völlig anders stattfinden wird: Konzentriert, dezentral und digital. Wir müssen nun überlegen, wie wir uns als Region daran beteiligen können.

Im März kam der Corona-bedingte Lockdown, ab da ging alles nur noch „auf Abstand“. Präsenz-Gottesdienste fielen aus, stattdessen gab es viele Online-Angebote, „Gottesdienste zum Mitnehmen“, Auto-Gottesdienste und anderes mehr und abends wurden die Glocken geläutet.

In Haiger gab es eine Diskussion, ob während der Corona-Beschränkungen auch der Muezzin-Ruf der Muslime per Lautsprecher übertragen werden sollte. Mitte Mai hat dann in Haiger die rechtsextreme Partei „Der III. Weg“ dagegen demonstriert. Es gab auch eine Gegendemonstration, organisiert vom Verein „Haiger gegen Rechts“ und mitgetragen von Vertretern vieler Organisationen und der Kirchen. In unserer Lokalpresse gab es einen Bericht darüber.

Völlig ausgefallen ist in diesem Jahr die traditionelle „Woche der Arbeit„, die normalerweise ab Ende April stattgefunden hätte. Im kommenden Jahr wird dies voraussichtlich auch nicht möglich sein.

Die Pandemie hat natürlich auch unsere Partnerkirchen in Indonesien und Tansania hart getroffen. Während des Lockdowns gab es einige Videokonferenzen und Online-Gebetstreffen mit ihnen und anderen Partnerkirchen der EKHN, zu denen unser Kirchenpräsident Dr. Volker Jung einlud.

Anfang Mai hat unsere indonesische Partnerkirche GKPS einen Partnerschaftsgottesdienst aufgezeichnet und ins Internet gestellt. Teil dieses Videos waren auch Grußbotschaften aus Haiger, Solingen und Hagen. Man findet das noch auf YouTube, ab Minute 20 sieht man unseren Gruß aus Haiger.

Unser Tansania-Partnerschaftsgottesdienst am dritten Sonntag im September fand diesmal ebenfalls nicht live in einer Kirche statt. Stattdessen wurden die einzelnen Teile des Partnerschaftsgottesdienstes im Vorfeld aufgezeichnet und als Videobeitrag zusammengefügt. Auch das findet man noch auf YouTube.

Anfang September fand der 11. Ökumenische Pilgerweg statt, unter strengen Hygiene-Auflagen und mit begrenzter Teilnehmerzahl. Diesmal ging es von Driedorf nach Beilstein und von dort wieder zurück. Alles fand im Freien statt.

Im September sollte es eigentlich auch eine Betriebsbesichtigung geben, diesmal zum Thema „Ernährung“. Leider musste sie bedingt durch Corona ausfallen. Im kommenden Jahr wird es hoffentlich möglich sein, wieder einen Betrieb zu besichtigen, dann zu Thema „Wasser-und Forstwirtschaft“.

Im November sollte eigentlich die 11. „Globale Mittelhessen“ stattfinden. Auch in Dillenburg wollten wir dann wieder einen Film zeigen. Das wurde nun erst mal auf das Frühjahr 2021 verschoben.

Momentan sind die Zahlen der Neuinfektionen und der Menschen, die bedingt durch Corona sterben, leider drastisch gestiegen. Viele Gemeinden haben schon jetzt schweren Herzens beschlossen, an Weihnachten keine Präsenz-Gottesdienste durchzuführen. Es gibt zum Glück viele gute Alternativen. Weitere Informationen dazu finden sie auf der Internetseite des Dekanats an der Dill.

Wir alle wissen noch nicht, was das kommende Jahr bringt. Corona wird uns sicher noch eine ganze Weile beschäftigen und unsere Möglichkeiten einschränken. Irgendwann wird es wieder bessere Zeiten geben und bis dahin gilt es, als Gesellschaft zusammen zu halten und aufeinander acht zu haben. Bleiben Sie gesund und getrost!

Ihnen und mir wünsche ich eine gesegnete Weihnachtszeit und einen guten Jahreswechsel!

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