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Gebet für die Stadt

An jedem 1. Samstag im Monat treffen sich in Haiger Christen, um für ihre Stadt zu beten. Treffpunkt ist vor dem Rathaus, ab 11.30 Uhr. In Zweiergruppen gehen die Teilnehmer eine Stunde lang durch Haiger und beten für die verschiedenen Anliegen der Stadt. Eine nachahmenswerte Idee, die mit Jeremia 29, 7 biblisch begründet werden kann:

„Suchet der Stadt Bestes (…) und betet für sie zum HERRN; denn wenn’s ihr wohlgeht, so geht’s auch euch wohl.“

Weitere Informationen kann man unter info@kirchengemeinde-haiger.de erfragen.

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Salam, Aksel auf ARD

Morgen, am Samstag, dem 22.7. kommt von 11:55 bis 13:15 Uhr der dänische Kinderfilm „Salam, Aksel":

Der zehnjährige Aksel lebt in einem dänischen Vorortviertel und bewundert die muslimischen Jungs in der Nachbarschaft. Die sind echt cool! Aber er hat keine Chance, bei ihnen mit zu mischen. Also beschließt Aksel, die Religion zu wechseln. Der Spielfilm „Salam, Aksel“, der mit dem „Großen Preis der internationalen Jury“ beim Kinderfilmfest der Berlinale 2003 ausgezeichnet wurde, weckt auf unterhaltsame Weise Verständnis für andere Kulturen und Religionen.

Weitere Informationen zu diesem Film gibt es hier.

EKD ruft zum Gebet für Frieden im Nahen Osten auf

Angesichts der zunehmenden Spirale der Gewalt im Nahen Osten hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) alle Christen zum Gebet für die betroffenen Menschen aufgerufen. „Wir beten für die Verantwortlichen in Politik und Militär, dass sie die Weisheit entwickeln, andere als militärische Lösungen für den gegenwärtigen Konflikt zu finden“, erklärte die EKD am Donnerstag in Hannover. Die internationale Gemeinschaft dürfe nicht wegschauen, sondern müsse ihre politische Verantwortung für Frieden wahrnehmen.

Die EKD-Auslandsgemeinden setzten sich wie auch einheimische Christen in der Krisenregion für die Opfer des Konfliktes auf allen Seiten ein. „Sie bitten dabei aber auch um die Solidarität ihrer Geschwister in Deutschland und weltweit“, heißt es in der Erklärung.

Israel habe sich durch die Entführung von Soldaten sowie den Beschuss von Wohngebieten durch selbstgebaute Kleinraketen aus dem Gazastreifen zu massivem militärischen Vorgehen provozieren lassen, so die EKD weiter. Die zivile Infrastruktur des Gazastreifens mit Stromversorgung, Straßennetz, Flughafen und wichtigen Regierungseinrichtungen wurde in der Folge fast völlig zerstört, eine große Zahl an Toten und Verletzten sei zu beklagen.

„Diese Aktionen geraten jedoch zunehmend aus dem Blick der Öffentlichkeit durch die noch massiveren Kriegshandlungen im Libanon und in Nordisrael“, beklagt die EKD. Im Libanon seien Milliardenschäden zu verzeichnen, welche das Land auf den wirtschaftlichen Stand der achtziger Jahre zurückwerfen. Mittlerweile seien im Norden Israels Dutzende, im Libanon gar Hunderte Tote zu beklagen.

(Quelle: Pressemeldung der EKD vom 20. Juli 2006)

Weitere Informationen:

Schalom Ben-Chorin – der Sohn der Freiheit

Heute, am 20. Juli, ist der Geburtstag Schalom Ben Chorins.

Ben-Chorin wurde unter dem bürgerlichen Namen Friedrich Rosenthal am 20. Juli 1913 in München geboren. Nach mehreren Verhaftungen durch die Gestapo floh er 1935 nach Palästina und nahm in Jerusalem seinen Wohnsitz. Nach seiner Flucht vor den Nazis tauschte er seinen bürgerlichen Namen ein gegen das seit 1931 publizistisch verwendete Pseudonym: Schalom (Frieden) Ben-Chorin (Sohn der Freiheit). Im Hinblick auf Christentum und Kirche sind von großer Bedeutung seine über 30 Bücher zum jüdisch-christlichen Dialog.

Die folgende Beschreibung stammt aus einem Nachruf zum Tod Ben Chorins († 7. Mai 1999 in Jerusalem):

»Ben-Chorin wurde zum Pionier eines ganz eigenständlichen interreligiösen Dialogs. (…) In vielen Vorträgen war er immer wieder bemüht, einen lebendigen Dialog zwischen den Religionen, vor allem zwischen Juden und Christen, in Gang zu bringen. (…) Er hatte der Kirche viel zu sagen und er war bereit, auch von Christen zu lernen. (…) Ben-Chorin hatte die Gabe, die innere Verwandtschaft zwischen Judentum und Christentum zum Leuchten zu bringen.« (J. Jeziorowski: Ein wahrer Sohn der Freiheit – Zum Tod von Schalom Ben-Chorin, in: Lutherische Monatshefte, Juni 1999, 18.)

Bekannte Bücher Ben-Chorins sind

Im Evangelischen Gesangbuch (Ausgabe für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau) findet man zwei Gedichte Ben-Chorins: „Und suchst du meine Sünde“ (EG 237) und „Das Zeichen“ (EG 613):

1. Freunde, dass der Mandelzweig wieder blüht und treibt,
ist das nicht ein Fingerzeig, dass die Liebe bleibt?
2. Dass das Leben nicht verging, soviel Blut auch schreit,
achtet dieses nicht gering in der trübsten Zeit.
3. Tausende zerstampft der Krieg, eine Welt vergeht.
Doch des Lebens Blütensieg leicht im Winde weht.
4. Freunde, dass der Mandelzweig sich in Blüten wiegt,
bleibe uns ein Fingerzeig, wie das Leben siegt.

Weitere Informationen zum Leben und zu den Schriften Ben-Chorins finden sich

Flutwelle in Indonesien: Christliche Werke starten Hilfe

Nach der zweiten verheerenden Flutwelle, die Indonesien innerhalb von 18 Monaten getroffen hat, haben christliche Hilfswerke an der Südküste der Insel Java mit ihrer Arbeit begonnen. So stellte die Diakonie Katastrophenhilfe (Stuttgart) 100.000 Euro für Sofortmaßnahmen zur Verfügung.
Ein Ärzteteam und eine mobile Klinik sind nach Angaben des Werks auf dem Weg ins Katastrophengebiet. Auch die Evangelische Kindernothilfe (Duisburg) hat Ärzteteams ihres indonesischen Partners „YAKKUM Emergency Unit“ ins Katastrophengebiet entsandt. „Noch ist das gesamte Ausmaß der Katastrophe unklar. Die Menschen fliehen ins Hinterland aus Angst vor weiteren Tsunamis“, erklärte der Projektkoordinator der Diakonie Katastrophenhilfe.
 
Nach Angaben der indonesischen Behörden kamen mindestens 340 Menschen ums Leben, bis zu 30.000 sind obdachlos. Das Epizentrum des Seebebens, das die Flutwelle am 17. Juli auslöste, lag rund 350 Kilometer südlich der Insel Java in einer Tiefe von 30 Kilometern. Bei der bisher größten Flutkatastrophe Ende 2004 in Südasien waren rund 300.000 Menschen ums Leben gekommen, davon allein 165.000 in Indonesien.
 
(Quelle: idea)

Wir sind doch keine Russen!

Am Donnerstag, dem 20. Juli, von 22.35-23.05 bringt der MDR unter dem Titel „Wir sind doch keine Russen!“ eine Sendung über das Leben russlanddeutscher Familien:

Wenn Katja und Ines Letscher im Jugendtreff Hip-Hop tanzen, dann vergessen sie die triste Atmosphäre im Plattenbau und die häufigen Sticheleien wegen ihrer Herkunft. Die bildhübschen Cousinen sind Russlanddeutsche und leben seit ihrem vierten Lebensjahr in Wolfen. Beide sprechen perfekt Deutsch, sind intelligent und motiviert. Angst vor der Zukunft haben sie nicht. Katja und Ines nutzen alle Bildungs- und Freizeitangebote in ihrem Umfeld. Dreimal pro Wochen sind sie im Offenen Treff des Jugendmigrationsdienstes. Hier treffen sich auch junge Spätaussiedler, die – anders als die Letscher-Mädchen – wenig Interesse daran haben, sich zu integrieren, deren Deutschkenntnis nicht ausreichend sind, um in der Schule zu bestehen und denen der familiäre Halt fehlt, der Katja und Ines auf ihrem Weg bestärkt.

Die Sendung wird am Sonntag, 23.07. um 8.00 Uhr wiederholt.

Ein Deutscher ist neuer Präsident des CVJM-Weltbundes

Ein Deutscher leitet künftig den größten christlichen Jugendverband der Welt. Der Rechtsanwalt Martin Meißner (Frankfurt am Main) wurde am 12. Juli im südafrikanischen Durban zum neuen Präsidenten des CVJM-Weltbunds gewählt. Auf der Tagung des CVJM-Weltrates erhielt er 94 Prozent der Delegiertenstimmen. An dem Treffen nehmen bis zum 15. Juli über 700 Delegierte aus 124 Ländern teil. Der 53jährige Meißner übernahm das Amt von dem südafrikanischen Pastor Caesar Molebatsi, der seit 2002 an der Spitze des Weltverbandes stand.

Der Christliche Verein Junger Menschen (CVJM/YMCA) ist weltweit die größte überkonfessionelle christliche Jugendorganisation mit insgesamt 45 Millionen Mitgliedern in 14 000 Vereinen. In Deutschland hat der CVJM-Gesamtverband 260.000 Mitglieder und regelmäßige Teilnehmer. Schwerpunkt ist die örtliche Jugendarbeit in den 2.200 Vereinen, Jugendwerken und Jugenddörfern.

(Quelle: Idea + Pressemeldung des CVJM)

Weitere Informationen und persönliche Eindrücke zur Weltratstagung des CVJM unter cvjm.de/durban.

Mission ist notwendig — vor allem vor der eigenen Haustür

„Mission ist notwendig – vor allem vor der eigenen Haustür.“ Diese Auffassung vertritt der Leitende Bischof der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und Vorsitzende des Deutschen Nationalkomitees des Lutherischen Weltbundes (DNK/LWB), Landesbischof Dr. Johannes Friedrich (München). Im Geleitwort zu der soeben erschienenen Handreichung des DNK/LWB zum Dokument „Mission im Kontext. Verwandlung – Versöhnung – Bevollmächtigung“ des Lutherischen Weltbundes, schreibt Friedrich, man dürfe heute wieder von Mission reden. Dies sei lange Zeit auch in unserer Kirche eher schwierig gewesen, denn Mission sei in einem Atemzug mit Kolonialisierung genannt worden. Es sei nicht zu leugnen, dass die Missionsgeschichte ihre dunklen Seiten habe. Aber die Kirche habe gelernt, dass es nicht um das „Ob“, sondern um das „Wie“ gehe. „Wo keine Mission ist, geschieht keine Weitergabe der frohen Botschaft von Jesus Christus, und Menschen können die befreiende Gnade des Evangeliums nicht erleben.“ Deswegen sei „Mission nicht eine Aufgabe der Kirche neben anderen“, so der bayerische Landesbischof. „Vielmehr ist die Kirche in die weltweite Mission Gottes hineingenommen – und Mission ist ein Wesensmerkmal der Kirche.“

Mit seinem Missionsdokument lädt der Lutherische Weltbund alle Mitgliedskirchen ein, über ihr Verständnis von Mission und ihre missionarischen Aktivitäten nachzudenken. „Verwandlung – Versöhnung – Bevollmächtigung“ sind die Leitlinien, unter denen der LWB sein Missionsverständnis in dem Dokument entwickelt. Um dieses Papier für die Gemeinden fruchtbar zu machen, hat das DNK/LWB eine 20-seitige Arbeitshilfe erstellt. Grundlage für die vom LWB entwickelte Missionstheologie ist die neutestamentliche Emmaus-Erzählung (Lukas 24,13-35). Die Arbeitshilfe wendet sich an Pastorinnen und Pastoren, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Gemeinden, an Kirchenvorstände und alle, die zu Fragen von Mission und Ökumene nach Klärung suchen.

Hinweis: Das Missionsdokument des Lutherischen Weltbundes ist kostenlos, die Handreichung zum Selbstkostenpreis von 1 Euro (zzgl. Versandkosten) pro Exemplar über das Lutherische Kirchenamt, Richard-Wagner-Str. 26, 30177 Hannover, Tel.: 0511/62 61 234, E-Mail: zentrale@velkd.de) erhältlich. Für inhaltliche Fragen, steht Oberkirchenrätin Inken Wöhlbrand, Referentin u.a. für Mission und Entwicklungsdienst im Lutherischen Kirchenamt (Tel.: 0511/62 61 224, E-Mail: woehlbrand@velkd.de), zur Verfügung.

(Pressemeldung des DNK/LWB)

Man kann das oben genannte Missionsdokument (in Englisch) auch per Download (PDF, 1.754 MB) erhalten.

Bartholomäus Ziegenbalg – der erste deutsche evangelische Missionar

Hand aufs Herz – dieser Name hat Sie sicher auch zum Schmunzeln gebracht. Was hat es auf sich mit diesem Namen und warum gibt es einen Eintrag dazu in diesem Weblog?

Ich möchte hier immer mal wieder an Personen erinnern, die in der Missionsgeschichte und in der Geschichte der Ökumene eine wichtige Rolle gespielt haben. So gab es in den letzten Tagen Einträge zu Florence Allshorn und Karen Jeppe, zwei Frauen, die Bedeutendes geleistet haben, aber eigentlich viel zu wenig bekannt sind. Ich habe den Eindruck, dass dies auch auf Bartholomäus Ziegenbalg zutrifft.

Laut Biographisch-Bibliographischen Kirchenlexikon (BBKL) war Bartholomäus Ziegenbalg der erste deutsche evangelische Missionar. Die folgenden Angaben stammen zum großen Teil aus dieser Quelle:

Ziegenbalg wurde geboren am 10.7. 1682 in Pulsnitz / Sachsen als Sohn des Getreidehändlers Bartholomäus Ziegenbalg (1640-1694) und dessen Ehefrau Maria geb. Brückner (1646-1692), und starb am 23.2. 1719 in Tranquebar / Südindien.1705 wurde Ziegenbalg zum Missionsdienst berufen und zusammen mit seinem Studienkollegen Heinrich Plütschau von der Dänisch-halleschen Mission, einer Stiftung des dänischen Königs Friedrich IV. (1699-1730), in die Kolonie Tranquebar an der Südostküste Indiens (nahe Tanjore) entsandt. Sie waren die ersten planmäßig ausgesandten Missionare des dt. Protestantismus und zudem die ersten ev. Sendboten in Indien überhaupt.

Heute vor 300 Jahren kam Ziegenbalg in Südindien an:

Am 9. Juli 1706 in Tranquebar angelangt, konnten sie bereits ein Jahr später die ersten Tamilen (»Malabaren«) und Mischlinge (»Portugiesen«) taufen und eine kleine lutherische Gemeinde gründen, die bis 1712 etwa 200 Glieder umfaßte; 1707 war auch der Grundstein für die »Neu-Jerusalemskirche« gelegt worden (neu errichtet 1718). Von der dänischen Kolonialbehörde angefeindet, die durch die Missionsarbeit ihre Handelsinteressen gefährdet sah, wurde Z. ein Jahr später mehrere Monate inhaftiert (1708/09). – Während der Gründungsjahre waren zehn Missionare tätig, die weitgehend der hallesche Pietismus bereitgestellt hatte. Unter ihnen war Z. die überragende Persönlichkeit, der zum Bahnbrecher der ev. Mission und Kirche in Indien und überhaupt zum »Prototyp des ev. Missionars« (A. Lehmann) avancierte.

Ziegenbalg war aber nicht nur Missionar, sondern auch ein bedeutender Sprachforscher:

Sprachlich ausnehmend begabt, widmete er sich besonders der Literaturarbeit. So übersetzte er schon bald das Tamil-NT (ersch. 1714/15) und das Tamil-AT (bis zu Ri; vervollständigt von B. Schultze, 4 Tl. 1723-28); hinzu traten Luthers Kleiner Katechismus (1715), ein Tamil-Gesangbuch (1715), eine Tamil-Grammatik (lat. 1716); zudem schuf er die Grundlagen zum Tamil-Wörterbuch und zu Lexika.

Weitere Informationen zu Bartholomäus Ziegenbalg findet man

Afrikaner leitet internationale Studentenmission

Ein Afrikaner leitet künftig die Internationale Gemeinschaft Evangelikaler Studenten (IFES). Daniel Bourdanné (Abidschan/Elfenbeinküste) übernimmt Mitte 2007 das Amt des Generalsekretärs von dem Briten Lindsay Brown (Oxford). Der 46jährige Bourdanné ist gegenwärtig IFES-Regionalsekretär für das französischsprachige Afrika.  IFES erreicht etwa 350.000 angehende Akademiker in 150 Ländern.

Weitere Infos dazu bei idea