Faktencheck Rechtspopulimus – Berichte, Bilder und Videos

Am 21.6. in Wetzlar und am 28.6. in Herborn haben sich mehrere Organisationen mit dem Thema „Rechtspopulismus“ beschäftigt. Beteiligt waren Vertreter von attac, Gewerkschaft, Wohlfahrtsverbänden, Kirchen, Ausländerinitiativen, Flüchtlingshilfe und weiteren Initiativen und Vereinen.

Berichte und Fotos zu beiden Veranstaltungen findet man unter http://www.demokratie-foerdern.de/mitmachen/herz-statt-hetze.html

Zu unserem zweiten Faktencheck in Herborn gibt es auch ein paar kurze Videos von „hessencam“ auf YouTube:

Hier mein eigener Beitrag aus Sicht der Kirche:

Isabel-Theres Spanke aus Sicht der Flüchtlingshilfe:

Feri Behnam aus Sicht der „Ausländer“:

Jörg Muhlhardt aus Sicht der Wohlfahrtsverbände:

Frank Markus Dietermann aus Sicht des NABU:

Prof. Dr. Helge Peukert aus Sicht von attac:

Das ökumenische Sofa – Zwei Diskussionsabende zum Thema „Reformation“

okumenisches-sofa

Der ökumenische Ausschuss der Katholischen Pfarrgemeinde St. Petrus und der Evangelischen Kirchengemeinde Herborn laden ein zum Austausch auf dem „ökumenischen Sofa“. Die ökumenische Gesprächsreihe lädt an zwei Abenden ganz unterschiedliche Referenten aus der Evangelischen und der Katholischen Kirche auf das „ökumenische Sofa“ ein. Im „Luther-Jahr“ geht es diesmal um das Thema „Reformation“. Weiterlesen

Ökumenischer Arbeitskreis diskutiert über „Menschenwürde“

PodiumsdiskussionMenschenwürde (1)

Ramona Höge, Carsten Klement und Klaus Breuning-Schüller diskutieren unter der Moderation von Uwe Seibert über die Menschenwürde (Foto: Jenny Berns)

Ein nicht ganz einfaches Thema hatte sich der Ökumenische Arbeitskreis Dillenburg für seine Podiumsdiskussion am vergangenen Montagabend (17.11.2014) ausgesucht. Im evangelischen Gemeindehaus am Zwingel diskutierten Ramona Höge, Carsten Klement und Klaus Breuning-Schüller unter der Moderation von Uwe Seibert über die Menschenwürde.

Die Diskussion fand im Rahmen der Vortragsreihe „Gerechtigkeit und/oder Barmherzigkeit ?!“ statt. Im Vordergrund stand der im Artikel 1 des Grundgesetzes festgeschriebene Satz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ „Was bedeutet das eigentlich“, wollte Uwe Seibert von den Diskussionsteilnehmern wissen. Der Referent für Mission und Ökumene im Dekanat Dillenburg fragte zudem, was für die Anwesenden denn Menschenwürde ausmache und ob ein Mensch sein Recht auf Menschenwürde auch verwirken könne, beispielsweise durch eine Straftat.

Wichtig sei ihr, dass sie vorrangig als gleichberechtigter Mensch behandelt werde und nicht aus dem vorurteilsbehafteten Blickwinkel „behindert“. Zudem wäre es für sie sehr wichtig, dass in Deutschland noch stärker auf Barrierefreiheit geachtet werde, sagte Ramona Höge. Die Dillenburger Stadtverordnete arbeitet als Verwaltungsangestellte beim Diakonischen Werk.

Klaus Breuning-Schüller aus Schönbach, der Projektkoordinator bei der GWAB (Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Ausbildungs- und Beschäftigungsinitiativen mbH) und zudem Diplom-Theologe ist, bezog die Frage der Menschenwürde auch auf die Frage nach Gott: „Ich staune über Gottes Geduld mit uns Menschen, die wir so vielfach unmenschlich miteinander umgehen.“

Carsten Klement aus Burbach, der derzeit bei „Hands of Hope“ mitarbeitet, war hingegen der Meinung, dass wir zu sehr auf die großen und globalen Probleme schauen und stattdessen die Misere vor der eigenen Haustür übersehen.

Wie schwierig das Thema ist, zeigte ein Beitrag von Friedhelm Ackva. Aus dem Publikum heraus warf der Dillenburger Pfarrer ein, dass doch erstmal der Begriff „Menschenwürde“ genauer unter die Lupe genommen werden müsse, bevor über die jeweilige Ausgestaltung derselben diskutiert werde. Eine Möglichkeit sah er darin, den Fokus nicht auf das aus dem Alt- und Mittelhochdeutschen stammende Wort „Würde“ („wirde“ bzw. „wirdī“) und das damit implizierte „Wert-Sein“ zu legen. Anstelle dessen wäre es besser, im christlichen Sinne von „geworden sein“ zu sprechen.

Mehr Offenheit und eine Wertigkeit des Einzelnen, die nicht ausschließlich unter materiellen Gesichtspunkten zu sehen ist, war das letztendliche Fazit der Diskussionsexperten wie des Publikums. Es war ein anregender und bereichernder Austausch, vor allem weil die Protagonisten auf dem Podium sich nicht anmaßten, eine allgemeingültige Wahrheit zu diesem Thema gefunden zu haben. Vielmehr sprachen sie ganz offen über eigene Unsicherheiten mit dem Thema und wie schwierig es auch ihnen bisweilen fällt, vorurteilsfrei zu agieren.

Text und Foto:  Jenny Berns

 

Ökumenische Vortragsreihe: „Glaube und Toleranz“

Der Ökumenische Arbeitskreis in Dillenburg lädt auch in diesem Jahr im November zu drei Ökumenischen Vortrags- und Gesprächsabenden ein. In diesem Jahr stehen sie unter dem Oberthema „Glaube und Toleranz“. Weiterlesen

„Toleranz und Bekenntnis“ unterm Wilhelmsturm

IMG_9064

Podiumsdiskussion im Spiegelzelt (Foto: BvW)

Eine spannende Diskussion zu „Bekenntnis und Toleranz“ führten rund zweihundert Jugendliche mit Vertretern verschiedener Religionsgemeinschaften am Mittwoch, 28. August auf dem Schlossberg in Dillenburg. Unter dem Wilhelmsturm, der an Wilhelm von Oranien erinnert, diskutierten Schüler der Jahrgangsstufe 12 über die Bedeutung der Toleranz früher und heute. Weiterlesen

Vortrag: „Christen in Palästina – welche Zukunft erwartet sie?“

Der Freundeskreis Bethlehem der Evangelischen Kirchengemeinde Ewersbach lädt ein zu einem Vortrag mit Dr. Mitri Raheb und Bischof Hans-Jürgen Abromeit

(via ev-dill.de) Der „Arabische Frühling“ ist immer wieder Thema der Weltnachrichten. Seine Folgen werden versucht einzuschätzen, doch von außen ist dies schwierig. Daher freut sich die Kirchengemeinde Ewersbach zusammen mit dem Freundeskreis Bethlehem darauf, durch Dr. Mitri Raheb Einblicke in die Lebenssituation vor Ort zu bekommen. Weiterlesen

Schöpfung bewahren Schritt für Schritt

Am Montagabend fand im Evangelischen Gemeindehaus am Zwingel in Dillenburg der dritte Abend in der Reihe der „Ökumenischen Herbstvorträge“ statt. In diesem Jahr ging es um das Thema: „Verantwortung für die Schöpfung“.

Nachdem die ersten beiden Vorträge in der Themenreihe sich mit der Begründung dieser Verantwortung beschäftigt hatten, ging es diesmal um die praktische Umsetzung: „Schöpfung bewahren Schritt für Schritt“. Darüber sprachen in Form eines offenen Podiumsgesprächs die Leiterin des Waldkindergartens in Lahnau, Diplom-Sozialarbeiterin Heike Gerth, ihre Kollegin  Katarina Kuhl, Michael Koch, Geschäftsführer der Herhof GmbH sowie Biobauer Johann Ferber aus Greifenstein-Rodenroth. Dr. Uwe Seibert, Referent für Mission und Ökumene im Dekanat Dillenburg, moderierte das Gespräch.

Mitwirkende beim Podiumsgespräch (v.l.n.r.): Johann Ferber, Michael Koch, Katarina Kuhl, Heike Gerth, Uwe Seibert.

Die Zuhörer erfuhren und sahen anhand mitgebrachter Fotos, wie die Kinder im Waldkinder­garten die Natur hautnah erleben. Die Kinder lernen, mit wenig Material auszukommen und sich gegenseitig zu helfen. Sie sind kreativ und ausgeglichen und werden seltener krank, obwohl – oder gerade weil? – sie bei jedem Wind und Wetter draußen sind. „Eigentlich haben wir ja alle früher genau das auch getan“, meinte eine Zuhörerin.

Michael Koch berichtete über die Arbeitsbereiche der Firma Herhof, die sich seit vielen Jahren mit Abfallentsorgung und neuerdings auch mit Windenergie beschäftigt. Er berichtete von den Fortschritten, die die Umwelttechnik in den vergangenen Jahrzehnten gemacht hat. So könnten automatische Müllsortierungsanlagen heute mit geringer Fehlerquote alles aus dem Müll herausholen, was noch verwendet werden kann.

Biobauer Johann Ferber schilderte, wie es dazu kam, dass er zusammen mit einem anderen Landwirt aus der Region nun einen Biobauernhof mit 200 Milchkühen betreibt. Diesen Kühen geht es bei ihnen weit besser, als ihren Artgenossen in konventionellen Bauernhöfen. Für Schmunzeln sorgte die Bemerkung, dass die Bio-Kühe in ihrem Stall unter anderem rotierende Rollen haben, an denen sie sich kratzen können. Grundlage seines Handelns sei – wie eigentlich bei jedem verantwortlich handelnden Landwirt – die Nachhaltigkeit.

Am Ende des Abends hatten die Zuhörer viele gute Beispiele gehört und gesehen, wie die Umwelt und ihre Ressourcen geschützt werden können und schon bei Kindern ein Bewusstsein dafür geweckt werden kann.

Die Dillenburger „Ökumenischen Herbstvorträge“ werden seit vielen Jahren von einem ökumenischen Arbeitskreis veranstaltet, der sich aus Mitgliedern der Evangelischen und Katholischen Kirchengemeinde Dillenburg zusammensetzt. Sie finden immer an drei aufeinander folgenden Montagabenden im November statt.

Ökumenische Vortragsreihe 2011: „Verantwortung für die Schöpfung“

Der Ökumenische Arbeitskreis in Dillenburg lädt im November wieder zu drei Ökumenischen Vortrags- und Gesprächsabenden ein. In diesem Jahr stehen sie unter dem Oberthema „Verantwortung für die Schöpfung“. Folgende Themen sind geplant:

  • Montag, 7. November 2011: Frau Dr. Dewi Maria Suharjanto, Studienleiterin für Naturwissenschaft – Ethik – Medizin (Haus am Dom, Frankfurt): „Der Mensch als Ebenbild Gottes“ oder: „Der Traum vom besseren Leben“ – Können christliche Werte dazu einen Beitrag leisten?
  • Montag, 14. November 2011: Pfr. Karl-Ludwig Gottwald & Pfr. Stefan Peter (Dillenburg): „Macht euch die Erde untertan“ – Schöpfungsglaube und ökologische Ethik
  • Montag, 21. November 2011: Podiumsgespräch zum Thema „Schöpfung bewahren – Schritt für Schritt“ mit folgenden Teilnehmern: Heike Gerth (Sozialarbeiterin, Waldkindergarten Lahnau), Johann Ferber (Biobauer, Greifenstein) und Firma Herhof, Windpark Frohnhausen. Moderation: Dr. Uwe Seibert (Fachstelle Mission und Ökumene, Ev. Dekanat Dillenburg)

Alle Veranstaltungen finden im Evangelischen Gemeindehaus am Zwingel 3 in Dillenburg statt, Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei!

Impressionen vom Kirchentag 2011

Kirchentag 2011 in Dresden: Martin Luther war auch da (Foto: Uwe Seibert)

Fünf Tage lang hat der Evangelische Kirchentag Dresdens Stadtbild bestimmt: Überfüllte Bahnen und Hallen, singende Menschen, Bibelarbeiten, Gottesdienste, Diskussionen mit Prominenten, Konzerte und vieles andere mehr. Das alles bei schönstem Kirchentagswetter. Schade für alle, die nicht mit dabei sein konnten.

Lesenswerte Berichte über den Kirchentag gibt es zuhauf, hier sind nur ein paar:

Schöne Fotos gibt es hier:

Der nächste Evangelische Kirchentag ist von 1. bis 5. Mai 2013 in Hamburg geplant. Dann soll auch wieder eine Fahrt dorthin für die Menschen aus unserer Region angeboten werden.

Podiumsdiskussion „25 Jahre nach Tschernobyl“

(via Zentrum Ökumene der EKHN) Am morgigen Samstag um 16.30 Uhr eröffnet EKHN-Kirchenpräsident Jung die Ausstellung „25 Jahre nach Tschernobyl – Menschen-Orte-Solidarität“ in der St. Katharinenkirche in Frankfurt. Die Ausstellungseröffnung beginnt mit einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion. Warum hat Tschernobyl so wenig verändert — und warum ist Fukushima so anders? Dieser Frage gehen der Kirchenpräsident, zwei Zeitzeugen aus Weißrussland und zwei Osteuropa-Experten nach. (Weiterlesen)

%d Bloggern gefällt das: