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Bemühungen im Kampf gegen Aids weiter verstärken

Das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“ fordert, die Bemühungen im Kampf gegen Aids weiter zu verstärken. Zum Auftakt der Internationalen Aids-Konferenz (IAC) in Mexiko vom 3. bis 8. August betonte Astrid Berner-Rodoreda, die Aidsbeauftragte für Afrika von „Brot für die Welt“, dass es gerade jetzt wichtig sei, die in einigen Bereichen erzielten Erfolge auszubauen. Hier weiterlesen

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Happy Birthday, Nelson Mandela!

Morgen feiert der frühere südafrikanische Präsident und Träger des Friedensnobelpreises Nelson Mandela seinen 90. Geburtstag. Tausende von Menschen, darunter viel Prominente, gratulieren ihm schon jetzt. Eine Gratulation hat auch Bischof Wolfgang Huber, der Ratsvorsitzende der EKD, geschickt. Weiterlesen

Aufbruch am Kilimandscharo

Vor ein paar Tagen hörten wir in Dillenburg einen interessanten Vortrag von Majella Lenzen über die Arbeit mit Aids-Kranken am Kilimanjaro, dem höchsten Berg Afrikas. In der Nähe der Stadt Moshi hat sie zusammen mit Ida Naiso das Rafiki-Projekt aufgebaut, eine Arbeit, die vor allem Frauen und Kindern zugute kommt, die am meisten unter den Folgen von HIV/Aids zu leiden haben.

Morgen, am 15.10.2006, von 17.30 – 18.00 kommt auf ARD eine Sendung, in der man Orte sehen kann, die ganz in der Nähe liegen. Dort wirken die Frauen der „Ushirika wa Neema“, einer lutherischen Schwesternschaft. Die Programmvorschau auf der ARD-Webseite gibt weitere Details:

Sie verzichten auf Familie und eigenes Geld und dienen gehorsam ein Leben lang Gott und den Menschen: die Frauen der „Ushirika wa Neema“ in Tansania. Die Gebäude der Schwesternschaft stehen am Fuß des Kilimandscharo, des höchsten Berges Afrikas. 1979 wurde diese „Gemeinschaft der Gnade“ von der Norddiözese der Evangelisch-lutherischen Kirche in Tansania gegründet. Ausschließlich afrikanische Schwestern gehören ihr an. Während die Diakonissen früher als Kindergärtnerinnen oder Gemeindehelferinnen tätig waren, arbeiten sie jetzt im Hotelmanagement, als Schuldirektorinnen oder Ergotherapeutinnen. Der Aufbau des Konvents erfolgte mit deutscher Unterstützung. Als die Diakonissen Gisela Kausch und Dietlinde Hofmann aus Augsburg in die Provinzstadt Moshi im Norden Tansanias reisten, ahnten sie nicht, dass sie über 18 Jahre in Afrika bleiben würden. Sie haben die Schwesternschaft geprägt und ihr die ersten Regeln gegeben. Vor neun Jahren ist der Konvent in afrikanische Hände übergegangen. Er wird von einer Oberin und einem Rektor geleitet. Klaus Wölfle hat die Schwesternschaft in Moshi besucht und dabei auch die deutschen Gründerschwestern, die eigentlich wieder in Augsburg im „Feierabend“ leben, in Tansania getroffen. Während der Dreharbeiten sind sieben Schwestern in die Ushirika wa Neema eingetreten und der Konvent weihte ein großes Waisenhaus ein.


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Aids-Vortrag von Majella Lenzen fesselte die Zuhörer

Großes Interesse fand der Themenabend zu HIV/Aids, zu dem ökumenische Frauen am Freitagabend in den Pfarrsaal der katholischen Kirche Herz-Jesu in Dillenburg eingeladen hatten. 60 Zuhörer erlebten einen beeindruckenden Vortrag über die Aids-Situation in Tansania von Majella Lenzen, einer engagierten und mutigen Frau, die viel erlebt hatte und wusste, wovon sie sprach.

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Majella Lenzen erzählt von ihrem Leben als katholische Ordensschwester in Ost- und Zentralafrika (Foto: Uwe Seibert)

Majella Lenzen lebte und arbeitete als katholische Ordensschwester im Orden „Vom kostbaren Blut“ 33 Jahre lang in Ost- und Zentralafrika, vor allem in Tansania. Als Krankenschwester mit einer Zusatzausbildung in Krankenhausleitung leitete sie dort 18 Jahre lang ein Hospital. Später wurde sie die Aids-Koordinatorin für die Kilimanjaro-Diözese und baute in der Stadt Moshi ein Beratungszentrum für Aids-Kranke auf. In dieser Zeit kam sie in Schwierigkeiten mit ihrem Orden: Sie wurde beschuldigt, Kondome an Prostituierte verteilt zu haben.

Nach dem Ausschluss aus ihrem Orden gründete sie zusammen mit ihrer früheren Mitarbeiterin Ida Naiso das Rafiki-Aids-Projekt, durch das vor allem die unterstützt werden, die am meisten unter den Folgen von Aids zu leiden haben: Frauen und Kinder. In Tansania leben rund 2 Millionen HIV-Infizierte und 500 000 Aids-Waisen. Die Aufklärung über HIV und Aids ist schlecht, die Krankheit immer noch ein Tabu-Thema.

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Die frühere Lehrerin Ida Naiso sorgt dafür, dass die Kinder von Aids-kranken Eltern zur Schule gehen. (Foto: Privat)

Im Rafiki-Zentrum in Mweka, einem kleinen Ort am Fuß des Kilimanjaro, finden Nähkurse für Frauen statt — viele sind schon mit 25 Jahren Witwen — damit sie sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können und nicht zur Prostitution gezwungen sind. Ein Kiosk erspart ihnen die Fahrt in die 18 km entfernte Stadt Moshi. Die frühere Lehrerin Ida Naiso sorgt dafür, dass die Kinder von Aids-kranken Eltern zur Schule gehen und dass die zahllosen Waisen ein Dach über dem Kopf haben. Mit Aufklärungskampagnen an Schulen und sozialen Einrichtungen bricht sie das Schweigen über Aids.

Im Anschluss an Frau Lenzens Vortrag nutzten die Zuhörer die Gelegenheit, weitere Fragen zu stellen. Moderiert wurde das Gespräch von Uwe Seibert, Referent für Mission und Ökumene im Ev. Dekanat Dillenburg, der ebenfalls als Gast eingeladen war.

Durch Spenden am Ausgang kam ein Betrag von € 777,- zusammen, der Frau Lenzen für das Rafiki-Projekt übergeben wurde. Viele der Zuhörer wollten das Rafiki-Projekt gerne weiter unterstützen. Dazu sollen die folgenden Informationen helfen:

Spendenkonto:

Arbeitskreis 3. Welt Neuenrade e.V.,
Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis,
Konto Nr. 93501328, BLZ 45851020,
Verwendungszweck: Rafiki-Aids-Projekt

Kontakt zu Majella Lenzen:

Postadresse: Prof.-Hahn-Straße 20, 52353 Düren.
Telefon/Fax: 02421-86711
Email: MLenzen@freenet.de

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Südafrika im Mittelpunkt der Ökumene-Gebetswoche 2007

Südafrika steht im Mittelpunkt der weltweiten Gebetswoche für die Einheit der Christen vom 18. bis 25. Januar 2007. Nach dem Ende der Apartheid und dem Bemühen um ihre Aufarbeitung lebten die Christen in diesem Land in einer Zeit großer sozialer Gegensätze, erklärte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) am Montag in Frankfurt. Sie seien besonders mit den dramatischen Folgen der HIV/Aids-Pandemie konfrontiert.

Ein häufiges Zitat in Südafrika laute: „Aids braucht eine geeinte, keine gespaltene Kirche!“ Die Gemeinschaft des einen Leibes Christi verpflichte daher zur sichtbaren Solidarität mit den Leidenden, hieß es. In Deutschland findet der zentrale Gottesdienst am 20. Mai 2007 auf der Bundesgartenschau in Gera (Thüringen) statt. Die Gebetswoche wird neben dem Januar-Termin auch zwischen Christi Himmelfahrt und Pfingsten (17. Mai bis 28. Juni 2007) oder an einem von den örtlichen Gemeinden selbst gewählten Zeitpunkt begangen.

Seit 1968 werden die jährlichen Themen der Gebetswoche von einer gemeinsamen Kommission des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen und dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) in Genf erarbeitet. Der ÖRK ist die Dachorganisation von mehr als 340 Kirchen auf allen Kontinenten und aus nahezu allen christlichen Traditionen. Die römisch-katholische Kirche ist nicht ÖRK-Mitglied. Die katholische Deutsche Bischofskonferenz arbeitet jedoch als Vollmitglied in der ACK mit.

Das Thema für die Gebetswoche 2007 lautet: „Christus macht, dass die Tauben hören und die Stummen sprechen“ unter Bezug auf eine Erzählung aus dem Markus-Evangelium (Mk 7,31-37). Eine deutschsprachige Fassung der Gottesdienstordnung wird von der Ökumenischen Centrale in Frankfurt herausgegeben. Die Materialhefte für die Gebetswoche sind den Angaben zufolge ab Anfang September beim Franz Sales Verlag in Eichstätt oder beim Calwer Verlag in Stuttgart zu beziehen.

(epd, Meldung vom 28. August 2006)

Pressemitteilung der ACK

Programm der Gebetswoche in Englisch