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In memoriam Ludwig Nommensen und August Theis

Dieses Jahr kann man gleich zweier Missionare gedenken, deren Leben und Wirken eng miteinander verknüpft war: Ludwig Ingwer Nommensen und August Theis. Durch ihre Arbeit – und durch die, die nach ihnen kamen – sind in Indonesien zwei protestantische Kirchen entstanden.

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Ludwig Ingwer Nommensen (Quelle: Joachim Schäfer – Ökumenisches Heiligenlexikon)

Heute vor 100 Jahren, am 23. Mai 1918 starb Ludwig Ingwer Nommensen, einer der bekanntesten Missionare der früheren Rheinischen Missionsgesellschaft, aus der später die Vereinte Evangelische Mission (VEM) entstanden ist. Nommensen wirkte seit 1869 unter den Toba-Batak auf der Insel Sumatra. Dort ist die HKBP entstanden, heute die größte protestantische Kirche in Südostasien.

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August Theis (Foto: Archiv- und Museumsstiftung Wuppertal, mit freundlicher Genehmigung)

Vor 50 Jahren, am 14. März 1968 starb der Haigerer August Theis, der seit 1903 als Missionar unter den Simalungun-Batak wirkte. Es war Nommensen, der die Missions­leitung der Rheinischen Missionsgesellschaft um eine Erweiterung der Missionsarbeit in das Gebiet der Simalungun-Batak nordöstlich vom Tobasee bat. Er war es auch, der August Theis dazu ermunterte, eine Missionsstation in Pematang Raya zu beginnen. Aus dieser Arbeit entstand die Simalungun-Kirche (GKPS), mit der das Dekanat an der Dill  heute partnerschaftlich verbunden ist.

In Europa wird die Mission aufgrund ihrer Verstrickung mit der Kolonialgeschichte von vielen negativ bewertet. In den Kirchen, die durch ihre Arbeit entstanden sind, werden die beiden Missionare hingegen sehr verehrt.

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