Werbeanzeigen

Land grabbing nimmt immer mehr zu

(via Entwicklungspolitik Online) In Entwicklungsländern wird immer mehr Land für die Exportproduktion an private oder staatliche Investoren übertragen. Seit 2009 seien durch das sogenannte „land grabbing“ 80 Millionen Hektar Ackerland an rund 1.200 Investoren transferiert worden, berichtete jetzt die Menschenrechts-Organisation FIAN. Eine der wichtigsten Ursachen der Landnahmen ist die Herstellung von Agrosprit. (weiterlesen bei Entwicklungspolitik Online)

Mehr zum Thema:

Werbeanzeigen

Niemand will Hunger tanken!

(via Brot für die Welt) In der EU sollen ab Dezember 2010 nur noch als nachhaltig zertifizierte Agrotreibstoffe in den Tank kommen. Dabei werden bisher aber nur Umweltkriterien berücksichtigt. Es gibt keine sozialen Kriterien, die verhindern, dass Menschen von ihrem Land vertrieben werden oder zu sklavenähnlichen Bedingungen auf den Plantagen arbeiten. So kann weder die EU noch die Bundesregierung sicherstellen, dass unsere Importe von Agrotreibstoffen den Hunger nicht vermehren.

Das evangelische Hilfswerk „Brot für die Welt“ ruft dazu auf, den folgenden Lobbybrief an Umweltminister Röttgen und Entwicklungshilfeminister Niebel online zu unterzeichnen:

Sehr geehrter Herr Minister Röttgen,
sehr geehrter Herr Minister Niebel,

Ich will nicht, dass sogenannter „Biosprit“ den Hunger in Entwicklungsländern verschärft. Nach Deutschland importierte Energiepflanzen und Agrartreibstoffe dürfen nicht auf Kosten der Menschen vor Ort produziert werden. Dafür braucht es verbindliche Sozialstandards, die zur Umsetzung insbesondere folgender Rechte beitragen:

  • des Menschenrechts auf Nahrung und des Rechts auf Wasser
  • internationaler Normen für Arbeitsschutz und Arbeiterrechte
  • der Rechte der indigenen und in Stämmen lebenden Völker.

Ich fordere Sie auf, sich für die Aufnahme dieser Menschenrechte als Sozialstandards in die EU-Richtlinie und die deutsche Nachhaltigkeitsverordnung einzusetzen.

Link zum Unterzeichnen des Lobbybriefs

Lesen Sie auch:

Zivil — die Zeitschrift für Frieden und Gewaltfreiheit

Werner Schulz, der verantwortliche Redakteur der Zeitschrift „Zivil“, hat mir zwei Ausgaben zur Ansicht geschickt. Die Zeitschrift wird von der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerer herausgegeben und erscheint pro Jahr fünfmal. Der Preis dafür ist sehr „zivil“: das Abo kostet 11,50 Euro, einschließlich Versand. Evangelische Zivildienstleistende erhalten von ihrer Kirche für die Dauer des Dienstes ein Freiabonnement.

Die Themen umfassen vor allem Zivildienst und Gewaltfreiheit, aber auch Eine-Weltthemen, z.B. in der Ausgabe 2/2008 ein Dossier zum Thema „Agrartreibstoff“.

Ein Probeheft kann man auf der Website der Zeitschrift bestellen.

Mehr zum Thema Agrartreibstoff:

Mehr zum Thema „Frieden und Konflikt“