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Neujahrstag und Fastenzeit

Morgen ist ein wichtiger Tag für zwei Weltreligionen: Für die Juden beginnt mit dem Neujahrsfest Rosch Haschana das neue Jahr — nach ihrer Zeitrechnung ist es das Jahr 5768. Für die Muslime beginnt der Fastenmonat Ramadan, in dem sie sich durch Koranlektüre, Gebetsübungen und Verzicht auf Speisen und Getränke, Genussmittel und Geschlechtsverkehr von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang auf die Nacht Lailat-ul-Qadr vorbereiten, in der Mohammed die erste Sure des Koran empfangen haben soll.

Die Evangelische Allianz ruft mit ihrer Aktion „30 Tage Gebet für die islamische Welt“ auch in diesem Jahr dazu auf, besonders in dieser Zeit für die Muslime zu beten.

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Hodscha der muslimischen Gemeinde besucht die christlichen Kirchen Dillenburgs

In Begleitung von Mitgliedern des Vorstandes des „Moscheevereins“ Dillenburg besuchte Muzaffer Cagman, der Hodscha der türkisch-muslimischen Gemeinde, erstmals seit seinem Amtsantritt vor einem Jahr die Gotteshäuser der beiden christlichen Kirchen Dillenburgs. Einen Bericht über diesen Besuch findet man auf der gemeinsamen Webseite der Evangelischen Dekanate Dilenburg und Herborn.

ZDF startet »Forum am Freitag«

Am kommenden Freitag (6. Juli) startet das ZDF „Forum am Freitag„, ein neues Internet-Informationsangebot, das sich mit Themen rund um den Islam befasst. Das Thema am 6. Juli lautet „Islamischer Religionsunterricht“.

Weitere Links:

„Die große Reise“ auf 3sat

Im Rahmen einer achtteiligen Serie mit Road Movies zeigt 3sat am kommenden Mittwoch, 20.6. um 22:25 Uhr den französischen Spielfilm “Die große Reise“.

Ein junger Franzose marokkanischer Herkunft muss seinen streng gläubigen Vater auf eine Pilgerfahrt nach Mekka begleiten. Auf der konfliktreichen Reise lernen sich Vater und Sohn immer besser kennen und tolerieren. Das einfühlsam erzählte und schön fotografierte Road-Movie gewann 2004 in Venedig den Preis für den besten Debütfilm. (Quelle)

Weitere Informationen:

EKD und Muslime: Dialog bleibt schwierig

Trotz fortbestehender Kontroversen wollen die EKD und der Koordinationsrat der Muslime das Gespräch fortsetzen und vertiefen. Zum Dialog gebe es keine Alternative, sagte Koordinationsrats-Sprecher Ayyub Axel Köhler nach einem Spitzentreffen in Mannheim. Der langjährige Präses der EKD-Synode, Jürgen Schmude, erklärte, kritische Anfragen und Unklarheiten seien nicht erledigt, dazu bedürfe es einer Vertiefung: „Die Kontroversen bleiben.“ Der EKD-Ratsvorsitzende Wolfgang Huber resümierte, das Gespräch sei von Klarheit und guter Nachbarschaft geprägt gewesen. Verstimmung im christlich-islamischen Dialog hatte das Ende November 2006 veröffentlichte EKD-Papier „Klarheit und gute Nachbarschaft“ ausgelöst. Darin hebt die evangelische Kirche deutlicher als bisher Unterschiede zwischen Christentum und Islam hervor, etwa hinsichtlich der Aspekte Gottesverständnis, Mission und gemeinsames Gebet. In einer Antwort auf das Positionspapier warfen die muslimischen Spitzenverbände der evangelischen Kirche Abgrenzung und Profilierung auf Kosten der Muslime vor.

(Quelle: EKD-Newsletter Nr. 247, 05. Juni 2007, Links wurden von mir hinzugefügt)

Mehr dazu:

Zweite Deutsche Islamkonferenz in Berlin beendet

In Berlin ist die zweite deutsche Islam-Konferenz zu Ende gegangen. Der Verlauf und das Ergebnis der Gespräche werden von Regierung und muslimischen Verbänden unterschiedlich gewertet, wie man aus den folgenden Schlagzeilen sehen kann:

Einig waren sich die 30 Teilnehmer — 15 Vertreter von deutschen Behörden und 15 Vertreter der Muslime – -, „dass der Dialogprozess nützlich und gewollt“ sei. Doch in wichtigen Punkten wurde weiterhin keine Lösung gefunden, z.B. in der Forderung, dass sich alle Muslime auf die deutsche Werteordnung verpflichten müssten und der Anerkennung muslimischer Verbände als Religionsgemeinschaft und als Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Spiegel Online schreibt:

Ayyub Axel Köhler, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime, forderte ein Ende der „ziellosen“ Debatten. Man brauche einen Zeitplan und müsse die Arbeitsweise der Islamkonferenz prüfen. Zuvor hatten schon andere Teilnehmer die Zusammenkünfte als endloses Palaver „bestenfalls auf Volkhochschulniveau“ bezeichnet.

Trotz seiner Einwände gegen die Arbeitsweise der Konferenz würdigte Köhler die Bedeutung des Dialogs: „Die Konferenz ist ein Prozess, ein sehr wichtiger Prozess, den wir fortführen müssen.“

Auch für Innenminister Schäuble ist der Dialog des Staates mit den Muslimen trotz aller Schwierigkeiten auf einem guten Weg: „Das Wichtigste ist, wir sind bei allem Streit entschlossen weiterzumachen.“

Mehr zum Thema: ,

Missionsverzicht ist keine Voraussetzung für den Dialog

Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vor kurzem veröffentlichte Handreichung „Klarheit und gute Nachbarschaft — Christen und Muslime in Deutschland“ hat bei den islamischen Spitzenverbänden kritische Reaktionen hervorgerufen und sie gar zur Absage eines länger vereinbarten Treffens mit Vertretern des Rates der EKD veranlasst.

Welche Voraussetzungen sind für den Dialog mit dem Islam zu erfüllen? Schließen sich Dialog und Mission gegenseitig aus? Zu dieser Frage hat der Leiters der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), Dr. Reinhard Hempelmann, eine Pressemitteilung verfasst.

Die Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW) ist eine Einrichtung der Evangelischen Kirche in Deutschland. Das Institut hat den Auftrag, die Religionen, religiösen Bewegungen und Weltanschauungen der Gegenwart zu beobachten und zu beurteilen. Nähere Informationen und weitere EZW-Publikationen zum Thema findet man auf der Internetseite www.ezw-berlin.de.

In der Ausgabe 3/2007 des Materialdienst, einer Publikation der EZW, gibt es einen sehr lesenswerten Artikel zum Thema: Wie reden wir über „den Islam“? — Anmerkungen zur aktuellen Debatte.

Die EKD-Handreichung „Klarheit und gute Nachbarschaft – Christen und Muslime in Deutschland“ gibt es als Download im Internet: http://www.ekd.de/download/ekd_texte_86.pdf (366 kB). Wer lieber eine gedruckte Version möchte, kann sie zum Preis von 2 Euro bestellen beim

Kirchenamt der EKD
Herrenhäuser Straße 12
30419 Hannover
Fax: 0511/2796-457
Email: versand@ekd.de

Muslimische Verbände lehnen Gesprächseinladung der EKD ab

Mit Bedauern hat der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, auf die Absage des dritten Spitzentreffens zwischen der EKD und Vertretern muslimischer Verbände von islamischer Seite reagiert. Vier muslimische Verbände – die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. (DITIB), der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland e.V. (IRD), der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) und der Zentralrat der Muslime in Deutschland e.V. – hatten das für den 6. Februar in Berlin geplante Gespräch mit der Begründung abgesagt, dass nach der Veröffentlichung des EKD-Textes „Klarheit und gute Nachbarschaft“ im November 2006 „erheblicher Klärungsbedarf“ entstanden sei.

Weitere Informationen:

(Quelle: Newsletter Nr. 337 der EKHN vom 2.2.2007, die Links habe ich hinzugefügt)

Die Hadsch hat begonnen

Einmal im Leben sollte jeder Muslim eine Pilgerfahrt (Hadsch) nach Mekka machen — so schreibt es der Koran vor. Dazu haben sich in diesem Jahr drei Millionen Pilger aus aller Welt in Mekka, dem Zentrum der islamischen Welt, versammelt. An den heiligen Stätten des Islams haben sie gestern mit den Ritualen der Hadsch begonnen. Wikipedia erklärt den Ablauf der Hadsch:

Der Haddsch beginnt am 8. Dhul al-Hidscha in Mekka mit dem Anziehen des Ihram, eines Pilgergewandes, und dem Gang nach Mina. Dort bleiben die Pilger bis zum nächsten Morgen und brechen dann in Richtung des Berges Arafat 25 km östlich von Mekka auf. Zu den Höhepunkten der Wallfahrt gehört das Stehen im Bereich dieses Berges, der auch der „Berg der Vergebung“ genannt wird, am 9. Dhu al-Hidscha. Dort wird Gott um Vergebung gebeten, was bei den Pilgern der emotionalste Teil der Wallfahrt ist. Sie halten sich bis zum Sonnenuntergang an diesem Ort auf und begeben sich anschließend nach Muzdalifa, um dort zu übernachten. Kurz vor Sonnenuntergang am 10. Dhu al-Hidscha erfolgt der Aufbruch nach Mina. Dort wird der Ritus der symbolischen Steinigung des Teufels vollzogen, indem sieben (oder ein Vielfaches davon wie 49 oder 70) kleine Steine auf eine Säule geworfen werden, welche den Teufel symbolisiert. Im Anschluss rasieren sich männliche Pilger oft das Haupthaar und Frauen schneiden sich eine Haarsträhne ab, was den Beginn eines neuen Lebensabschnitts, befreit von früheren Sünden, symbolisiert. Danach, noch am 10. Dhu al-Hidscha, werden Opfertiere geschlachtet, wobei die Pilger nur einen kleinen Teil für sich behalten und den Rest den Armen überlassen. Dieser Tag, das Opferfest (Id ul-Adha), ist der höchste islamische Feiertag und wird auch von den daheim gebliebenen Muslimen überall auf der Welt begangen. Danach ist der Zustand des Ihram aufgehoben und die während des Tragens des Pilgergewandes zuvor verbotenen Dinge sind wieder erlaubt (mit Ausnahme des Geschlechtsverkehrs mit dem Ehepartner). In der Folge kehren die Pilger zurück nach Mekka und zur Kaaba, einem würfelartigen Gebäude mit einem schwarzen Stein, und vollziehen den sogenannten Tawaf. Dabei wird die Kaaba sieben Mal umschritten. Unweit davon erfolgt danach der siebenmalige Gang zwischen den beiden Hügeln Safa und Marwa , mit dem die Suche nach Wasser, wie Hagar sie erlebte, nachempfunden werden soll (siehe auch Brunnen Zamzam). Die nächsten 2 oder 3 Tage verbringen die Pilger in Mina. Dort findet erneut der Ritus der symbolischen Steinigung des Teufels statt, wobei nun aber drei Säulen mit jeweils sieben Steinen beworfen werden. Der Haddsch wird mit dem Abschiedstawaf und der Rückkehr in die Heimat abgeschlossen.

Sehen Sie Bilder von der Pilgerfahrt.

Lesen Sie auch, was Muslime auf Islam.de zur Hadsch und zum Opferfest schreiben.

Noch ein Medientipp: Auf 3sat gibt es am 6. Januar einen Thementag zum Thema “Kampf und Toleranz der Kulturen”, bei dem man unter anderem auch einen Beitrag über die Hadsch sehen kann.


Mehr zum Thema Islam auf diesem Weblog.

Handreichung der EKD zum Thema Christen und Muslime in Deutschland

Am heutigen Dienstag, 28. November, hat der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) seine zweite Handreichung zum Dialog zwischen Christen und Muslimen in Deutschland vorgestellt. Die neue Handreichung trägt den Titel „Klarheit und gute Nachbarschaft“, weil sie eine Reihe von kontroversen Fragen aufgreift und zu Klärungen beitragen will.

Erschienen ist sie als Nr. 86 in der Reihe EKD-Texte. „Klarheit und gute Nachbarschaft. Christen und Muslime in Deutschland. Eine Handreichung des Rates der EKD“, kann zum Preis von 2 Euro bestellt werden beim Kirchenamt der EKD, Herrenhäuser Straße 12, 30419 Hannover, Fax: 0511/2796-457; Email: versand@ekd.de

Der Text ist ausserdem auch als Download verfügbar:
EKD-Text 86 „Klarheit und gute Nachbarschaft – Christen und Muslime in Deutschland als pdf-Datei (366 KB)

(Quelle: EKD, Pressemeldung vom 28.11.2006)


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