Reformation im Kontext nichtchristlicher Religionen

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Heute feiern Evangelische Christen den Reformationstag. Was bedeutet Reformation im Kontext nichtchristlicher Religionen? Lesen Sie dazu hier einen Artikel des emeritierten Marburger Professors für Systematische Theologie und Religionswissenschaft Hans-Martin Barth (72), erschienen in der Oktoberausgabe 2011 des Deutschen Pfarrerblattes.

Luther allerorten

Commemorative doors

Die Schlosskirche in Wittenberg. Bild: Wikipedia

Am kommenden Sonntag, 31. Oktober, ist Reformationstag. Am 31. Oktober 1517, am Vortag des Allerheiligenfestes, soll Luther am Portal der Wittenberger Schlosskirche eine Papierrolle mit 95 Thesen angeschlagen haben, um zu einer Disputation über den Ablass anzuregen. In Erinnerung daran feiern evangelische Christen den Reformationstag. Heute verbinden viele Menschen — besonders die Kinder — diesen Tag jedoch vor allem mit „Halloween“. Weiterlesen

Martin Luther Rap

Für mich — und viele andere evangelische Christen — ist heute Reformationstag und nicht Halloween. Hier zur Erinnerung an Martin Luther ein Rap:

Wenn Sie auch statt Halloween lieber den Reformationstag feiern wollen: In Eibelshausen wird heute ein „Lutherfest“ gefeiert.

Weitere Feiern und Gottesdienste finden Sie unter www.reformationstag.de.

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Wolfgang Huber predigt zum Reformationstag

Der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, hat zum Reformationstag am 31. Oktober in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin gepredigt. Die Pressestelle der EKD berichtet darüber folgendes (der Text wurde von mir gekürzt):

Die Freiheit der Getauften sei das Thema des Reformationstages, erklärte der Vorsitzende des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischof Wolfgang Huber, in seiner Predigt zum Reformationstag am 31. Oktober in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Berlin. Dieses Thema sei hochaktuell. „Das Reformationsfest ist kein nostalgischer Blick in ein Wittenberger Museum. Es geht vielmehr um rettende Klarheit für heute und morgen.“ (…)

Martin Luther habe die Kirche zu ihrem Ursprung gerufen und sie erneuert: „eine Kirche der Freiheit“. Viele Menschen hätten den Ball aufgenommen und ihn weitergespielt „bis zum heutigen Tag. Das zu feiern ist besser als Halloween.“ Halloween sei kein christliches Ereignis und werde in der Kirche auch nicht gefeiert, betonte der Bischof. „Die Vorstellung, dass die Geister Verstorbener als böse Geister wiederkehren, verträgt sich nicht mit dem christlichen Glauben. Für ihn sind die Verstorbenen bei Gott geborgen; sie brauchen nicht umherzugeistern.“ Der evangelischen Kirche sei auch nicht gleichgültig, dass dieses Spektakel ausgerechnet am 31. Oktober über das Land der Reformation hereinbricht. „Wir können den Reformationstag nicht zugunsten einer Gruselparty aufgeben.“

Lesen Sie die Predigt des EKD-Ratsvorsitzenden zum Reformationsfest in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche zu Berlin

 


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