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Papst Benedikt XVI. kommt nach Deutschland

Pope in Fatima

Image by Catholic Church (England and Wales) via Flickr

(via epd) Papst Benedikt XVI. kommt vom 22. bis 25. September nach Deutschland. Stationen in dem dicht gedrängten Programm sind Berlin, Erfurt, das Eichsfeld in Thüringen und Freiburg. Mit Hunderttausenden Gläubigen wird der Papst fünf Großgottesdienste feiern. Im Bundestag will er eine Rede halten. (weiterlesen beim epd)

Mehr dazu beim epd:

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Der Papst als Sprecher aller Christen?

Pope in Fatima

Image by Catholic Church (England and Wales) via Flickr

(via Evangelisch.de) Wenige Wochen vor dem Deutschlandbesuch von Benedikt XVI. hat der evangelische Theologe Reinhard Frieling gefordert, den Papst zum Ehrenoberhaupt aller Christen zu ernennen. „Der Traum von der Gemeinschaft aller Christen kann Wirklichkeit werden, wenn Protestanten dem Papst die Rolle eines Ehrenoberhaupts der Christenheit antragen“, so der ehemalige Leiter des Konfessionskundlichen Instituts der evangelischen Kirche in Bensheim. (weiterlesen auf Evangelisch.de)

Lesen Sie auch:

„Auch der Papst muss beichten“

Letzten Mittwoch fand in der „Arche“ in Eibelshausen ein Treffen des Ökumenischen Gesprächskreis zum Thema „Der Papst als Nachfolger Petri“ statt. In diesem schönen neuen Anbau an die Evangelische Kirche in Eibelshausen trafen wir uns diesmal mit 40 Leuten (neuer Rekord!), wobei evangelische und katholische Christen etwa gleich stark vertreten waren.

Pfarrer Stefan Peter von der katholischen Pfarrgemeinde Herz Jesu in Dillenburg hielt zu Anfang ein Kurzreferat zum Thema. Er ging darin auf Aussagen der Bibel zur Rolle des Petrus, die apostolische Sukzession, das Amtsverständnis der römisch-katholischen Kirche und das „Unfehlbarkeitsdogma“ ein . In einem Ausblick ging es am Ende um die Frage der Einheit der Kirche.

Im Anschluss hatten wir einen lebhaften und informativen Austausch. Eine Frage, die uns dabei beschäftigte, war unter anderem die nach dem Kirchenverständnis der katholischen Kirche — ein Thema, mit dem wir uns im vorigen Jahr schon einmal beschäftigt hatten.

Lange sprachen wir über das „Unfehlbarkeitsdogma„. Pfarrer Peter erklärte, dass es dabei nicht um die „Unfehlbarkeit des Papstes“ gehe (Zitat: „Auch der Papst muss beichten“), sondern um das Vertrauen auf die Wahrheit des Glaubens. Also nicht: „der unfehlbare Papst verkündet den Glauben“, sondern: „der Papst verkündet den unfehlbaren Glauben“.

In diesem Jahr werden noch zwei weitere Treffen des Ökumenischen Gesprächskreis stattfinden. Am 23. Juli wollen wir uns mit der „Taufe“ beschäftigen, am 24. September mit dem „Abendmahl“. Die Orte dieser Treffen werden noch bekannt gegeben.

Weil ein weiteres ursprünglich für den 26. November angesetztes Treffen sich mit einem Benefizabend zugunsten der Aktion Brot für die Welt in Rittershausen überschneidet, haben wir beschlossen, an diesem Abend auch dorthin zu gehen.

Der ökumenische Gesprächskreis findet alle zwei Monate, Mittwochabends von 19.30 bis 21.30 Uhr und an wechselnden Orten im Dekanat Dillenburg statt. Die Teilnahme ist unverbindlich und für Christen aller Konfessionen und geistlichen Prägungen offen.

Weitere Fragen zu dem Gesprächskreis beantwortet

Dr. Uwe Seibert
Ev. Dekanat Dillenburg
Fachstelle Mission und Ökumene
Friedrichstraße2
35683 Dillenburg
Telefon 02771 / 800367
Mail: U.Seibert@ev-dill.de

Ökumenischer Gesprächskreis: „Der Papst als Nachfolger Petri“

In zwei Wochen ist das nächste Treffen des Ökumenischen Gesprächskreises. Wir treffen uns am Mittwoch, 28. Mai, um 19:30 Uhr, in der „Arche„, dem neuen Anbau der Evangelischen Kirche in Eibelshausen. Parken kann man am besten auf einem öffentlichen Parkplatz ganz in der Nähe, an der Dietzhölze.

Beschäftigen wird uns diesmal das Thema „Der Papst als Nachfolger Petri”. Ein einleitendes Kurzreferat dazu wird uns Pfarrer Stefan Peter von der katholischen Pfarrgemeinde Herz Jesu in Dillenburg halten. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zum Austausch über dieses Thema.

Wer nicht solange warten will, kann sich auf der Internetseite www.katholisch.de über das Papstamt informieren. Aber im Gespräch kann man manches besser klären, deshalb: Herzliche Einladung!

Der ökumenische Gesprächskreis findet alle zwei Monate, Mittwochabends von 19.30 bis 21.00 Uhr und an wechselnden Orten im Dekanat Dillenburg statt. Die Teilnahme ist unverbindlich und für Christen aller Konfessionen und geistlichen Prägungen offen.

Neue Enzyklika des Papstes positiv aufgenommen

Als "Einladung zum Gespräch über den Glauben" würdigte der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Friedrich Weber (Wolfenbüttel), die neue Enzyklika des Papstes. Nach seiner ersten Enzyklika über die Liebe widmete sich Benedikt XVI. mit seinem aktuellen Lehrschreiben "Spe salvi" dem Thema Hoffnung. Sie lese sich nicht wie ein Dekret, so Weber. Ökumenisch bedeutsam sei, dass in ihr zum Ausdruck komme, dass die römisch-katholische Kirche und die lutherischen Kirchen mehr verbinde als trenne.

(Quelle: EKD-Newsletter Nr. 268, 5. Dezember 2007)

Neuer Bischof von Limburg ernannt

Papst Benedikt XVI. hat den Münsteraner Weihbischof Franz-Peter Tebartz-van Elst zum neuen Bischof von Limburg ernannt. Die Ernennung des 48-Jährigen wurde gestern Nachmittag zeitgleich in Rom, Münster und Limburg bekannt gegeben.

Franz-Peter Tebartz-van Elst folgt Bischof Franz Kamphaus nach, der nach seinem 75. Geburtstag im Februar 2007 in Ruhestand getreten war.

Mehr erfahren über den neuen Bischof kann man hier und hier.

Buon compleanno, papa

roncalli.jpgGestern war der Geburtstag von Angelo Giuseppe Roncalli (* 25. November 1881 in Sotto il Monte; † 3. Juni 1963 im Vatikan), besser bekannt als Papst Johannes XXIII. Er stammte aus einfachen Verhältnissen und trat sehr bescheiden auf, wurde aber doch eine der wichtigsten Personen der katholischen Kirche im 20 Jahrhundert. Am 28. Oktober 1958 wurde er zum Papst gewählt. Wegen seines hohen Alters — er war damals schon fast 77 — galt er eigentlich nur als „Übergangspapst“, und doch er hat sehr viel bewegt. Unter seiner Führung öffnete sich die katholische Kirche im zweiten vatikanischen Konzil für die Ökumene. Leider konnte er das Ende des Vatikanum II nicht mehr miterleben, im Juni 1963 erlag er einem Krebsleiden.

Johannes XXIII. steht auch für den Frieden: während der Kubakrise 1962 vermittelte er zwischen den USA und der Sowjetunion und 1963 schrieb er die wichtige Enzyklika „Pacem in terris„.

Im Volksmund wurde Papst Johannes XXIII „il Papa buono“ („der gute Papst“) genannt. Er war ein echter Volkspapst, über den manche Anekdoten existieren:

So soll er unter anderem einmal auf die Frage, wie viele Menschen im Vatikan arbeiten, geantwortet haben: „Ungefähr die Hälfte.“ Er ging oft in den vatikanischen Gärten spazieren, was ihm den Spitznamen „Johnny Walker“ einbrachte. Als er einmal einen Gärtner sah, sagte er zu seinem Sekretär: „Geben Sie ihm ein Andachtsbildchen, mit dem er seiner Frau einen Blumenstrauß kaufen kann.“ Auch berühmt ist sein Ausspruch: „Jeder kann Papst werden – das beste Beispiel bin ich.“ Zu Lehrdefinitionen hatte er eine eher distanzierte Einstellung. Kurz nach seiner Wahl antwortete er auf eine diesbezügliche Frage: „Ich bin zwar jetzt unfehlbar, gedenke aber nicht, davon Gebrauch zu machen.“ (Wikipedia)

Hier noch ein paar interessante Internetseiten über Johannes XXIII.:

(Foto: Mosaik Johannes XXIII. Sankt Paul vor den Mauern, wikimedia commons)

Ökumenischer Gesprächskreis zum Thema „Was ist Kirche?“

Gestern abend fand das zweite Treffen des ökumenischen Gesprächskreises statt, diesmal im Evangelischen Gemeindehaus in Manderbach. Pfr. Gerhard Zerfas, der frühere Seelsorger der katholischen Pfarrgemeinde in Dillenburg, erläuterte den 25 — gemischt evangelischen und katholischen — Teilnehmern das im Juli von der Kongregation für die Glaubenslehre im Vatikan publizierte Dokument „Antworten auf Fragen zu einigen Aspekten bezüglich der Lehre über die Kirche„. Dieses Dokument hatte für Irritationen bei den Protestanten gesorgt, weil darin die Aussage zu finden ist, dass die Kirchen der Reformation nach katholischer Lehre nicht „Kirchen“ im eigentlichen Sinn genannt werden.

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An den Beginn seiner Ausführungen stellte Zerfas die Beobachtung, dass bei vielen Kommentaren gar nicht auf den Text der Kongregation eingegangen worden sie. Darüber hinaus sei die heftige Reaktion der Protestanten aus seiner Sicht ein typisch deutsches Phänomen; in anderen Ländern sei das Dokument hingegen kaum zur Kenntnis genommen worden.

Pfr. Zerfas gab zu bedenken, dass es sich bei diesem Dokument nur um eine Interpretation von lange bekannten Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils handle. Vermutlich sei es vor allem an die Traditionalisten innerhalb der katholischen Kirche gerichtet, so werde z.B. in der Antwort auf die erste Frage Papst Paul VI zitiert, der 1964 bei der Veröffentlichung der Konstitution Lumen gentium sagte: „Nichts hat sich an der überlieferten Lehre verändert. Was Christus gewollt hat, das wollen auch wir. Was war, das ist geblieben. Was die Kirche durch die Jahrhunderte gelehrt hat, das lehren auch wir.“ Andererseits werde aber auch in der Antwort auf die zweite Frage anerkannt, „dass in den Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften, die noch nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen, kraft der in ihnen vorhandenen Elemente der Heiligung und der Wahrheit die Kirche Christi gegenwärtig und wirksam ist.“

zuhörer2

Zwischen der katholischen Kirche und den Kirchen der Reformation gebe es unterschiedliche Auffassungen über das Ziel der Ökumene. So ginge es protestantischerseits vor allem um „Kirchengemeinschaft“, aus Sicht der katholischen Kirche hingegen um die „sichtbare Einheit“ und nicht nur um ein Netzwerk von Kirchen. Über das Thema „Was ist Kirche?“ gebe es aber auch in der katholischen Kirche noch Gesprächsbedarf.

Zerfas sagte, ihm falle auf, dass die ökumenischen Gespräche früher mehr „konsensorientiert“ waren, heute hingegen stärker „profilorientiert“ seien. Dennoch gebe es keinen Grund zur Resignation, denn abseits vom Rampenlicht der Medien geschehe weiterhin viel an ökumenischer Zusammenarbeit und Annäherung der Standpunkte.

zuhörerinnen

Bei den anschließenden Fragen der Teilnehmer ging es neben dem unterschiedlichen Kirchenverständnis um weitere Unterschiede zwischen Katholiken und Protestanten. Alle waren sich einig, dass der im April neu gegründete ökumenische Gesprächskreis sehr hilfreich sei, um mehr übereinander zu erfahren und einander besser kennen zu lernen.

Der ökumenische Gesprächskreis findet alle zwei Monate, Donnerstag abends von 19.30 bis 21.00 Uhr und an wechselnden Orten im Dekanat Dillenburg statt. Die Teilnahme ist unverbindlich und für Christen aller Konfessionen und geistlichen Prägungen offen. Das nächste Treffen des ökumenischen Gesprächskreises findet am 25. Oktober, um 19.30 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus in Ewersbach statt.

Weitere Fragen zu dem Gesprächskreis beantwortet

Dr. Uwe Seibert
Ev. Dekanat Dillenburg
Fachstelle Mission und Ökumene
Friedrichstraße2
35683 Dillenburg
Telefon 02771 / 800367
Mail: U.Seibert@ev-dill.de

Ist der Papst unfehlbar?

www.pixelio.deEines der am meisten umstrittenen Dogmen der katholischen Kirche, das Dogma von der Unfehlbarkeit des Papstes, wurde heute vor 137 Jahren, am 18. Juli 1870, verabschiedet. Weiterlesen

Nur Rom ist Kirche ?

Der Vatikan sorgte in den letzten Tagen für viele Schlagzeilen. So wurde am vergangenen Wochenende mit dem “Motu proprio” Benedikts XVI., welches unter dem Titel “Summorum Pontificum” veröffentlicht wurde, die lateinische Messe (so genannte “Tridentinische Messe”) als mögliche Form der Messe bestätigt. Ziel war aus Sicht des Papstes die Versöhnung mit den Traditionalisten in der Katholischen Kirche. Heute hat ein neues Dokument des Vatikans für Wirbel gesorgt. Weiterlesen

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