8. Ökumenischer Pilgerweg – „Reformation – 500 Jahre danach“

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Ein Teil der rund 120 Pilger auf der Uckersdorfer Viehweide (Foto: US)

Rund 120 evangelische und katholische Christen aus der Region haben am Samstag (2.9.) am achten Ökumenischen Pilgerweg teilgenommen. Die rund 12 Kilometer lange Pilgerstrecke führte diesmal als Rundweg von Herborn über Uckersdorf und Burg zurück nach Herborn.

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Das ökumenische Sofa – Zwei Diskussionsabende zum Thema „Reformation“

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Der ökumenische Ausschuss der Katholischen Pfarrgemeinde St. Petrus und der Evangelischen Kirchengemeinde Herborn laden ein zum Austausch auf dem „ökumenischen Sofa“. Die ökumenische Gesprächsreihe lädt an zwei Abenden ganz unterschiedliche Referenten aus der Evangelischen und der Katholischen Kirche auf das „ökumenische Sofa“ ein. Im „Luther-Jahr“ geht es diesmal um das Thema „Reformation“. Weiterlesen

Themenabend „Ökumene und Musik“

Im Rahmen der Lutherdekade zur Vorbereitung des Reformationsjubiläums steht das Jahr 2012 für die Evangelische Kirche unter dem Thema „Reformation und Musik“. „Musik war der Herzschlag der Reformation“, sagt der Ratsvorsitzende der EKD, Präses Nikolaus Schneider.

Musik und Singen verbindet aber auch Christen verschiedener Konfessionen. Viele bekannte Kirchenlieder finden sich im Evangelischen Gesangbuch (EG), im Katholischen Gotteslob (GL) und auch in Liederbüchern der verschiedenen Freikirchen. Gemeinsam gesungene Lieder fördern das kirchliche Miteinander, auch wenn theologische Positionen uns unterscheiden.

Singen und Musik verbindet darüber hinaus alle Christen in der weltweiten Ökumene – auch bei unterschiedlichen Musikstilen und Traditionen. Ein Beispiel sind Taizé-Gesänge:

Bei einem Ökumenischen Gesprächs- und Gesangsabend am Donnerstag, 24. Mai, 19.30 Uhr, soll die verbindende Kraft der Kirchenmusik für die Ökumene thematisiert werden. Dekanatskirchenmusiker Günter Emde und der Referent für Mission und Ökumene, Dr. Uwe Seibert, laden ein in das Ev. Gemeindehaus in Dillenburg-Niederscheld (Neugasse).

Kirchenlieder aus aller Welt findet man auf dem YouTube-Kanal „Sounds Of Global Worship“

Reformation im Kontext nichtchristlicher Religionen

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Image via Wikipedia

Heute feiern Evangelische Christen den Reformationstag. Was bedeutet Reformation im Kontext nichtchristlicher Religionen? Lesen Sie dazu hier einen Artikel des emeritierten Marburger Professors für Systematische Theologie und Religionswissenschaft Hans-Martin Barth (72), erschienen in der Oktoberausgabe 2011 des Deutschen Pfarrerblattes.

Ökumenischer Gesprächskreis zum Thema „Was ist Kirche?“

Gestern abend fand das zweite Treffen des ökumenischen Gesprächskreises statt, diesmal im Evangelischen Gemeindehaus in Manderbach. Pfr. Gerhard Zerfas, der frühere Seelsorger der katholischen Pfarrgemeinde in Dillenburg, erläuterte den 25 — gemischt evangelischen und katholischen — Teilnehmern das im Juli von der Kongregation für die Glaubenslehre im Vatikan publizierte Dokument „Antworten auf Fragen zu einigen Aspekten bezüglich der Lehre über die Kirche„. Dieses Dokument hatte für Irritationen bei den Protestanten gesorgt, weil darin die Aussage zu finden ist, dass die Kirchen der Reformation nach katholischer Lehre nicht „Kirchen“ im eigentlichen Sinn genannt werden.

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An den Beginn seiner Ausführungen stellte Zerfas die Beobachtung, dass bei vielen Kommentaren gar nicht auf den Text der Kongregation eingegangen worden sie. Darüber hinaus sei die heftige Reaktion der Protestanten aus seiner Sicht ein typisch deutsches Phänomen; in anderen Ländern sei das Dokument hingegen kaum zur Kenntnis genommen worden.

Pfr. Zerfas gab zu bedenken, dass es sich bei diesem Dokument nur um eine Interpretation von lange bekannten Texten des Zweiten Vatikanischen Konzils handle. Vermutlich sei es vor allem an die Traditionalisten innerhalb der katholischen Kirche gerichtet, so werde z.B. in der Antwort auf die erste Frage Papst Paul VI zitiert, der 1964 bei der Veröffentlichung der Konstitution Lumen gentium sagte: „Nichts hat sich an der überlieferten Lehre verändert. Was Christus gewollt hat, das wollen auch wir. Was war, das ist geblieben. Was die Kirche durch die Jahrhunderte gelehrt hat, das lehren auch wir.“ Andererseits werde aber auch in der Antwort auf die zweite Frage anerkannt, „dass in den Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften, die noch nicht in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche stehen, kraft der in ihnen vorhandenen Elemente der Heiligung und der Wahrheit die Kirche Christi gegenwärtig und wirksam ist.“

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Zwischen der katholischen Kirche und den Kirchen der Reformation gebe es unterschiedliche Auffassungen über das Ziel der Ökumene. So ginge es protestantischerseits vor allem um „Kirchengemeinschaft“, aus Sicht der katholischen Kirche hingegen um die „sichtbare Einheit“ und nicht nur um ein Netzwerk von Kirchen. Über das Thema „Was ist Kirche?“ gebe es aber auch in der katholischen Kirche noch Gesprächsbedarf.

Zerfas sagte, ihm falle auf, dass die ökumenischen Gespräche früher mehr „konsensorientiert“ waren, heute hingegen stärker „profilorientiert“ seien. Dennoch gebe es keinen Grund zur Resignation, denn abseits vom Rampenlicht der Medien geschehe weiterhin viel an ökumenischer Zusammenarbeit und Annäherung der Standpunkte.

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Bei den anschließenden Fragen der Teilnehmer ging es neben dem unterschiedlichen Kirchenverständnis um weitere Unterschiede zwischen Katholiken und Protestanten. Alle waren sich einig, dass der im April neu gegründete ökumenische Gesprächskreis sehr hilfreich sei, um mehr übereinander zu erfahren und einander besser kennen zu lernen.

Der ökumenische Gesprächskreis findet alle zwei Monate, Donnerstag abends von 19.30 bis 21.00 Uhr und an wechselnden Orten im Dekanat Dillenburg statt. Die Teilnahme ist unverbindlich und für Christen aller Konfessionen und geistlichen Prägungen offen. Das nächste Treffen des ökumenischen Gesprächskreises findet am 25. Oktober, um 19.30 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus in Ewersbach statt.

Weitere Fragen zu dem Gesprächskreis beantwortet

Dr. Uwe Seibert
Ev. Dekanat Dillenburg
Fachstelle Mission und Ökumene
Friedrichstraße2
35683 Dillenburg
Telefon 02771 / 800367
Mail: U.Seibert@ev-dill.de

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