Vier reisen nach Indonesien

Vor zwei Jahren waren wir mit einer kleinen Delegation für zwei Wochen bei der Simalungun-Kirche (GKPS), unserer Partnerkirche in Nordsumatra/Indonesien.  Teil der Reisegruppe waren damals auch der Haigerer Pfarrer Ralf Arnd Blecker  und die Gemeindepädagogin Anette Gisse. Jetzt sind die beiden noch einmal dorthin gereist. Diesmal bleiben sie länger dort. Weiterlesen

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Ein Besuch in der Simalungun-Kirche

Nachdem am Samstag die VEM-Vollversammlung mit einem Einführungsgottesdienst für den neuen Missionsrat zu Ende gegangen ist, reisen einige der Delegierten der verschiedenen Mitglieds-Kirchen der VEM zurück in ihre Heimatländer. Andere bleiben noch ein wenig in Indonesien, um Partnerkirchen zu besuchen. So auch ich – ich besuche die protestantische Simalungun-Batakkirche (GKPS), die Partnerschaften mit dem Dekanat Bad Marienberg und den Kirchenkreisen Hagen und Solingen unterhält und früher auch mit dem Dekanat Dillenburg partnerschaftlich verbunden war.

Am Samstagmittag wurde ich von der Dekanin des Kirchenkreises Raya der GKPS abgeholt. Ihr Auto war zum Glück groß, denn außer mir waren noch zwei Ökumene-Mitarbeiter der GKPS – Lertina Saragih und Lermianna Girsang mit im Auto, außerdem Elisabeth Steinhard,  Nele Christofzik und Annika Huneke – zwei Freiwillige der VEM–, sowie unser ganzes Gepäck. Nele arbeitet in einem Kinderheim in Pematang Siantar. Annika arbeitet im Alpha-Omega Zentrum für Behinderte der GBKP in Kamanjahe.

Annika stieg in Kamanjahe aus, wir anderen fuhren weiter nach Sari Budolok. Dort gab es in einer Klinik ein Treffen mit Pastoren, Vikaren und Mitarbeitern der Klinik. Die Dekanin gab einen kurzen Überblick über die Struktur der GKPS und erzählte dann einiges über ihren Distrikt . Es ist eine ländliche Gegend, wo die meisten Menschen von Landwirtschaft leben. Leider haben sie das Problem, dass sie für ihre Produkte oft nur einen schlechten Preis bekommen, außerdem gibt es auch Transportprobleme. Es gibt hier zwar viele Autos, LKWs und Motorräder, aber die Straßen sind in einem traurigen Zustand. Von den Feldern transportieren die Bauern ihre Produkte zum Teil noch mit Wasserbüffeln.

Nach dem Treffen wurden wir von dem Mann der Dekanin nach Sondi Raya gefahren worden, um in einem Internat zu übernachten. Das Internat hat Elisabeth Steinhard aufgebaut. Als wir dort ankamen, gab es Tränen des Wiedersehens, aber auch der Trauer, weil vor kurzem die Leiterin des Internats gestorben war.

Am Sonntag waren wir viel unterwegs. Nach dem Frühstück ging es erst nach Saribu Dolok, wo ich den Gottesdienst halten durfte. Bei der Vorstellung im Gottesdienst bekamen wir ein Simalungun-Tuch als Begrüßungsgeschenk überreicht. Es hat sogar die Farben der EKHN! Ich denke, das werde ich demnächst im Gottesdienst als Stola tragen. Außerdem hat man mir einen Simalungun-Namen verpasst: Saragih Simamarta. So bin ich jetzt offiziell in den Simalungunstamm aufgenommen worden.

Nele, Elisabeth und ich haben ein schönes Simalungun-Tuch geschenkt bekommen.

Nach dem Gottesdienst und den üblichen Foto-Shootings haben wir ein Kaffee-Projekt der Kirche angesehen. Dort können die Bauern ihren Roh-Kaffee zur Weiterverarbeitung abgeben. Der Kaffee wird dann weiter nach Medan transportiert und geht von dort vor allem in die USA. Leider ist der Verdienst gering und abhängig von den schwankenden Weltmarktpreisen. Eine Verbindung zu einer Fairtrade-Organisation wäre hilfreich.

Nach dem Essen haben wir dann verschiedene Ausflüge gemacht. Erst zum Sipisopiso Wasserfall, dem höchsten Wasserfall in Indonesien. Unterwegs haben wir Ananas gekauft – drei Stück für ein Euro – und Mandarinen gepflückt in der Plantage der Neffen einer unserer Begleiterinnen.

Vom Wasserfall aus sind wir dann zu einem Museum, wo man das alte Gehöft der Simalungun-Fürsten sehen kann. Danach sind wir zurück nach Sondi Raya, um unser Gepäck zu holen und dann nach Pematang Siantar.  Dort wohne ich in einem Gästehaus der GKPS, wo es auch einen Internet-Zugang gibt. So kann ich Kontakt mit zu Hause halten und ab und zu ein paar neue Fotos (Link zu den Fotos ) auf Facebook posten.

Besuch aus Indonesien kommt in unser Dekanat

Das Evangelische Dekanat Bad Marienberg bekommt Besuch aus Indonesien: Eine Gruppe von acht Christen aus der protestantischen Simalungun-Batakkirche (GKPS) wird heute dort ankommen und bis zum 9. September bleiben. Nächste Woche wollen sie zu einem Kurzbesuch auch in die Dekanate Dillenburg und Herborn kommen: am Dienstag, 25. August nach Sinn, Haiger und Langenaubach und am Freitag, 28. August, nach Dillenburg und Herborn. Weiterlesen

„Im Land der Menschen“

Das Landschaftsmuseum Westerwald in Hachenburg und das Evangelische Dekanat Bad Marienberg laden ein zur Eröffnung einer Ausstellung zum Thema „Im Land der Menschen. Der Missionar und Maler Eduard Fries und die Insel Nias.“ am Sonntag, 22. Februar 2009 um 16.00 Uhr. Weiterlesen

Zum 175. Geburtstag von Ludwig Ingwer Nommensen

Am 6. Februar 2009 jährt sich zum 175. Mal der Geburtstag von Ludwig Ingwer Nommensen, einem Missionar der ehemaligen Rheinischen Mission, aus der später die Vereinte Evangelische Mission (VEM) entstanden ist.  Nommensen hat von 1861 bis zum seinem Tode 1918 in Sumatra gewirkt und gilt noch heute als einer der bedeutendsten Missionare, die in Indonesien tätig waren.

Es war Nommensen, der den Haigerer Missionar August Theis dazu ermunterte, bei den Simalungun-Batak auf Sumatra eine Missionsstation zu beginnen. Aus dieser Arbeit entstand die Simalungun-Kirche, die heutige Gereja Kristen Protestan Simalungun (GKPS).

Anlässlich des 175. Geburtstages von Ludwig Ingwer Nommensen hat die VEM Auszüge aus einem Hintergrundbericht von Uwe Hummel, Leiter der Abteilung Asien bei der Vereinten Evangelischen Mission, auf ihre Homepage gestellt. Der komplette Beitrag wird Mitte März in der nächsten Ausgabe der VEM-Zeitschrift „In die Welt“ erscheinen.

Missionsweg Nord-Nassau ist eröffnet

Uwe Seibert)

Das neue Logo des Missionsweg Nord-Nassau (Foto: Uwe Seibert)

Rund 40 Wanderer haben am Samstag, 20. September 2008, den neu geschaffenen „Missionsweg Nord-Nassau“ eröffnet. Dazu eingeladen hatten die Evangelischen Dekanate Bad Marienberg und Dillenburg und die Vereinte Evangelische Mission (VEM) in Wuppertal. Der mit einem eigenen Logo ausgeschilderte Wanderweg führt von der Evangelischen Kirche in Liebenscheid über Rabenscheid und Langenaubach nach Haiger. Er folgt dabei größtenteils dem Rothaarsteig und informiert über Missionarinnen und Missionare aus der Propstei Nord-Nassau, der nördlichsten Propstei der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Weiterlesen

Auf den Spuren der Missionare

Westerburg/Haiger. Am 20. September eröffnet das Evangelische Dekanat Bad Marienberg in Zusam­menarbeit mit dem Evangelischen Dekanat Dillenburg und der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) in Wuppertal den Missionsweg Nord-Nassau. Der Weg führt von der Evangelischen Kirche in Liebenscheid über Rabenscheid und Langenaubach nach Haiger. Er folgt größtenteils dem Rothaarsteig und informiert über Missionarinnen und Missionare aus dem Westerwald. Weiterlesen

Gründungstag der Simalungun-Kirche

Heute feiert die Gereja Kristen Protestan Simalungun (GKPS) in Sumatra (Indonesien) ihren Gründungstag. Am 2. September 1903 kam der Haigerer Missionar August Theis im Auftrag der Rheinischen Missionsgesellschaft zusammen mit einigen Lehrern und Evangelisten ins Simalungun-Gebiet im Norden von Sumatra. Weiterlesen

Zum 40. Todestag von August Theis (1874-1968)

Diese Woche, am 14. März 2008, ist der 40. Todestag des gebürtigen Haigerers August Theis. Hier bei uns erinnert sich heute kaum noch jemand an ihn. Ganz anders am Tobasee auf der Insel Sumatra: dort wird er verehrt als der Gründer der Simalungun-Kirche, der heutigen Gereja Kristen Protestan Simalungun (GKPS). Wer war dieser Mann, der im fernen Indonesien so bekannt ist? Weiterlesen

Missionsfest in Eiershausen zum Thema Partnerschaft mit Indonesien

Um die Partnerschaft mit der Simalungun-Batak-Kirche (GKPS) auf Sumatra/Indonesien geht es beim diesjährigen Missionsfest der Evangelischen Kirchengemeinde Eiershausen am kommenden Sonntag, 9. September 2007, um 14.00 Uhr in der Eiershäuser Kirche. Gastredner wird in diesem Jahr Pfr. i.R. Helmut Steiner aus Willmenrod sein, der zusammen mit Jugendlichen aus dem Dekanat Bad Marienberg vor kurzem der GKPS einen Besuch abgestattet hat. Mit dabei sein wird auch Dr. Uwe Seibert von der Fachstelle für Mission und Ökumene im Dekanat Dillenburg. Den Gottesdienst werden der Gemischte Chor Wissenbach und der Posaunenchor Eiershausen musikalisch umrahmen. Nach der Festveranstaltung wird zu einem gemeinsamen Kaffeenachmittag ins Gemeindehaus in Eiershausen eingeladen.

Zum Hintergrund: Die GKPS ist vor allem durch die Arbeit des Haigerer Missionars August Theis entstanden, der im Auftrag der Rheinischen Missionsgesellschaft am 2. September 1903 zusammen mit einigen einheimischen Lehrern und Evangelisten ins Simalungun-Gebiet im Norden von Sumatra kam. In seiner Missionsarbeit verband er damals Verkündigung, Schulbildung und Gesundheitspflege. Die GKPS ist heute eine der kleineren Mitgliedskirchen der Vereinten Evangelischen Mission. Es bestehen Partnerschaften mit den rheinischen Kirchenkreisen Hagen, Mülheim/Ruhr und Solingen sowie dem nordnassauischen Dekanat Bad Marienberg. Früher gab es auch mit dem Dekanat Dillenburg partnerschaftliche Beziehungen, die in den letzten Jahren aber leider zum Erliegen gekommen sind.

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