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Biblische Geschichten einmal ganz anders

Die Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) Dillenburg in Kooperation mit der Lahn-Dill-Akademie (VHS) Dillenburg lädt ein zu einer besonderen Veranstaltung mit Elija Avital. Im Mittelpunkt dieses Nachmittags steht die Geschichte von König David und seiner Geliebten Bath-Scheba:

Biblische Geschichten einmal ganz anders: Nicht vorgelesen und gepredigt, sondern erzählt und gesungen, musiziert und gespielt! Der Israeli Elija Avital knüpft an die Tradition der mündlichen Überlieferung der Bibel an. Wie ein Minnesänger, wie ein Erzähler am Lagerfeuer erzählt er den Menschen Geschichten über sie selbst, über ihre Sehnsüchte, ihre dunklen Geheimnisse, ihre Tugenden. Begleitet von Akkordeon und Trommel verschafft er den biblischen Geschichten einen atmosphärischen Raum und ruft mit Gesang und Musik ferne Landschaften, verschlungene Wege und geheimnisvolle Zeiten vor dem inneren Auge hervor.

Die Veranstaltung findet am kommenden Sonntag, 14.11.2010 um 17.00 Uhr in der Lahn-Dill-Akademie, Bahnhofstr. 10, Dillenburg  statt. Der Eintritt ist frei. (weitere Informationen)

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Integration von Ausländern: VHS, AWO und Diakonie arbeiten in Dillenburg zusammen

Volkshochschule, Arbeiterwohlfahrt und das Diakonische Werk helfen schon seit mehreren Jahren Ausländern, sich auf ihren ersten Schritten in der Bundesrepublik zurecht zu finden. Die VHS Dillenburg beispielsweise bietet bereits seit zwei Jahren Integrationskurse für Ausländer an, die nach Deutschland kommen. Sie sind seit 2005 für Zuwanderer verpflichtend. Am Anfang waren es 162 Teilnehmer, inzwischen hat sich die Zahl auf 505 erhöht. Im Lehrplan mit 600 Unterrichts­stunden geht es neben Sprachkursen auch um Geschichtslehre und das politische System.

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Thorsten Bischoff (AWO), Rainer Liening (Jugendmigrationsdienst Diakonie) sowie Gabriele und Patrick Möser von der Lahn-Dill-Akademie stützen sich auf eine gute Zusammenarbeit bei der Lösung von Problemen ausländischer Einwanderer. (Foto: mg)

Problematisch wird es, wenn bei den Teilnehmern auch familiäre oder finanzielle Angelegen­heiten zu bewältigen sind. Mit ihnen werden dann auch die Kursleiter konfrontiert, die damit aber wenig vertraut sind. Deshalb ist man in der Volkshochschule froh über kompetente Partner in solchen Fragen. Mit der Arbeiterwohlfahrt und dem Jugendmigrationsdienst wurde ein leistungsfähiges Netzwerk geschaffen.

„Es gibt so viele Dinge, die für Ausländer zum Problem werden, wenn sie nach Deutschland kommen“, sagt Patrick Möser, Fachbereichsleiter an der Volkshochschule. Dabei seien es nicht nur sprachliche Hürden, sondern auch Barrieren in anderen Lebenssituationen – ob einfache Behördengänge oder die Suche nach einem Arbeitsplatz.

Rainer Liening vom Jugendmigrationsdienst: „Wir versuchen junge Menschen individuell in ihrer Lebenssituation zu beraten.“ Dabei stehen eine sozialpädagogische Begleitung und eine Berufswegeplanung im Mittelpunkt. Für Ausländer über 27 Jahre ist der Migrationsberater der Arbeiterwohlfahrt in Herborn, Thorsten Bischoff, zuständig. Er bedauert, dass die karitativen Einrichtungen oft mit staatlichen Stellen in Verbindung gebracht werden. „Sicher arbeiten wir zusammen, doch gehören wir nicht zur Ausländerbehörde, das wird oft vermischt.“

AWO sowie Diakonisches Werk sind jeweils montags in der VHS vertreten und stehen für Beratungen zur Verfügung. Als nachteilig empfindet Bischoff, dass die verpflichtenden Kurse nicht auch für Schüler angeboten werden. „Die Schulen schaffen das nicht, so dass die Leidtragenden die Kinder sind.“

Text: Frank Rademacher (Dill-Zeitung), mit freundlicher Genehmigung, die Links habe ich hinzugefügt