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Krankheit und Tod im Christentum — evangelisch, katholisch, orthodox

Der Ökumenische Arbeitskreis der Evangelischen Kirchengemeinde Dillenburg und der Katholischen Pfarrgemeinde Herz Jesu Dillenburg bietet zur Zeit eine Vortragsreihe zum Thema „Krankheit und Tod im Christentum und den Religionen“ an.

Pfr. BickelhauptGestern Abend hielt Pfarrer Jörg Bickelhaupt, der Beauftragte für Interkonfessionelle Fragen am Zentrum Ökumene der EKHN in Frankfurt, vor über 50 Zuhörern einen Vortrag zum Thema „Krankheit und Tod im Christentum — evangelisch, katholisch, orthodox“.

(Foto: EKHN)

„Das Thema ist unergründlich und ich kann heute abend nur eine schmale Schneise durch einen riesigen Wald schlagen“, so Pfarrer Bickelhaupt zu Beginn seines Referats, in dem er detailliert und kenntnisreich biblische Aussagen und unterschiedliche Sichtweisen zu Krankheit und Tod vorstellte, damit verbundene kirchliche Rituale der christlichen Konfessionen in ihrer geschichtlichen Entwicklung erklärte und zum Schluss auf gegenwärtige Fragen und Herausforderungen einging.

Heute werde das Thema Krankheit und Tod in der westlichen Welt verdrängt, zugleich sei die Medizin für viele zu einer Ersatzreligion geworden. Auch die Auffassungen vom Jenseits wandelten sich: so sei die aus dem Hinduismus übernommene Vorstellung von der Reinkarnation weit verbreitet, dabei aber ihrer eigentlich negativen Bedeutung entledigt.

In der modernen Gesellschaft wandle sich auch die Trauer- und Friedhofskultur. So habe die traditionelle Erdbestattung prozentual stark abgenommen, andere Bestattungsformen seien hingegen auf dem Vormarsch. Die christlichen Kirchen seien aufgerufen, hier seelsorgerlich zu handeln und konstruktiv mitzugestalten.

Am Ende teilte der Redner ein Thesenpapier aus und lud die Zuhörer zu einer Diskussion über die in seinem Vortrag angesprochenen Themen und dadurch entstandene Fragen ein.

Am kommenden Montag, 19. November, endet die Vortragsreihe mit drei Kurzreferaten und einem anschließenden Podiumsgespräch. Die Trauerbegleiterin Cordula Weyand aus Rothenbach hält dann einen Kurzvortrag zum Thema „Wie Kinder mit Trauer und Tod umgehen“, Dr. Wilhelm Hirlinger, Chefarzt für Anästhesie an den Dill-Kliniken in Dillenburg, referiert zum Thema „Umgang mit Schwerstkranken und deren Angehörigen“. Und schließlich wird als weiterer Redner Roland Schönfelder, der Geschäftsführer des Hospizvereins Herborn, zum Thema „Begleitung von Sterbenden“ referieren.

Diese Veranstaltung findet um 19.30 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus am Zwingel in Dillenburg statt.

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Workshop: „Projektmanagement in der Partnerschaftsarbeit“

Am 1. Dezember 2007, von 10 bis 16.15 Uhr, findet im Zentrum Ökumene der EKHN in Frankfurt ein Partnerschafts-Workshop zum Thema „Projektmanagement in der Partnerschaftsarbeit“ statt. In den EKHN-Mitteilungen 11/2007 findet man dazu folgende Beschreibung :

Die Unterstützung von Projekten spielt in der Partnerschaftsarbeit oftmals eine wichtige Rolle. Dabei kann es sich um Kleinprojekte aber auch um jahrelange Unterstützungen handeln. Nach welchen Kriterien werden diese Projekte ausgewählt? Was sollte man bei der Entwicklung eines nachhaltigen Projektes beachten? Ist eine Zusammenarbeit mit unseren Partnern auf Augenhöhe möglich? Das Thema wirft viele Fragen auf, denen wir uns an diesem Tag stellen möchten. Der geplante Workshop soll darüber hinaus auch die Möglichkeit geben, sich über positive und negative Erfahrungen hinsichtlich der Projektarbeit uszutauschen.

Programm
– Erfahrungen des EED in der Begleitung von Partnerschaftsprojekten
Andrea Schirmer-Müller, EED Bonn
– Welche Bedeutung haben Projekte für das Gelingen in der Partnerschaftsarbeit ?
Pfr. Michael Brandt, VEM, Wuppertal
– ABC des Projektmanagements – Erfahrungen aus der Arbeit für die Kreditanstalt für Wiederaufbau
Dr. Johannes Bickel
– Workshops zu den Themen Planung, Begleitung und Evaluierung von Projekten, Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising

Eingeladen zu diesem Workshop sind alle Aktiven in der Partnerschaftsarbeit und Interessierte an diesem Thema.
Der Workshop wird veranstaltet von dem Fachbeirat Entwicklung und Partnerschaft.

Für zusätzliche Informationen wenden Sie sich bitte an:
Dr. Helga Rau, Zentrum Ökumene, Praunheimer Landstr. 206, 60488 Frankfurt,Tel.: 069/97651833, email: helga.rau@zoe-ekhn.de

Einladungsflyer

Erfahrungsaustausch zum Thema “Fairer Handel” in Herborn

Leider nur wenige Interessierte kamen zu einem Erfahrungsaustausch zum Thema “Fairer Handel”, der am vergangenen Mittwoch, 24. Oktober, von 17.00 bis 20.00 Uhr im Theologischen Seminar in Herborn stattfand. Dazu eingeladen hatte das Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Als Gesprächspartner standen drei Personen zur Verfügung, die hauptamtlich mit Entwicklungshilfe und dem Fairen Handel zu tun haben:

  • Dr. Ute I. Greifenstein, Beauftragte für Inlands- und Öffentlichkeitsarbeit von Brot für die Welt am Zentrum Ökumene
  • Dr. Hans Jürgen Steubing, Beauftragter für Ökumenische Diakonie am Zentrum Ökumene
  • Johannes Lauber, Fair Handels Beratung Hessen

Dr. Ute I. Greifenstein, Beauftragte für Inlands- und Öffentlichkeitsarbeit von Brot für die Welt am Zentrum Ökumene und Dr. Hans Jürgen Steubing, Beauftragter für Ökumenische Diakonie am Zentrum Ökumene (Foto: Uwe Seibert)

Nach einer Vorstellungsrunde stellten sie Angebote ihrer jeweiligen Dienstbereiche vor, die von Weltläden und Fair Trade-Aktionsgruppen in Anspruch genommen werden können. So berichtete Frau Dr. Greifenstein, dass man im Zentrum Ökumene Referenten für verschiedene Vortragsthemen, Unterrichtseinheiten für Kindergärten, Schulen, Kindergottesdienst und Konfirmandenunterricht, Ausstellungen, verschiedene Medien und kostenloses Infomaterial anfordern könne. Dr. Steubing wies auf die Möglichkeit hin, über seine Dienststelle Finanzmittel für entwicklungspolitische Bildungsmaßnahmen zu beantragen.

Johannes Lauber, Fair Handels Beratung Hessen

Johannes Lauber, Fair Handels Beratung Hessen (Foto: Uwe Seibert)

Johannes Lauber gab einen Überblick über die boomende Entwicklung des Fairen Handels in den letzten Jahren. Dies sei eine große Chance für die Weltläden, zugleich spüre man aber auch die Konkurrenz großer Lebensmittelketten, in denen man mittlerweile auch fair gehandelte Waren kaufen könne. Dennoch seien Weltläden weiterhin wichtig, weil dort auch viel Bildungsarbeit geschehe. Sein Anliegen sei es, die Weltläden durch Beratung und Seminarangebote zu unterstützen. Sinnvoll sei auch die Vernetzung und ein gemeinsames Auftreten der Weltläden, z.B. durch einen Beitritt zum Weltladen-Dachverband.

Teilnehmerinnen am Erfahrungsaustausch zum Thema Fairer Welthandel aus Dillenburg

Teilnehmerinnen aus Dillenburg (Foto: Uwe Seibert)

Teilnehmer am Erfahrungsaustausch zum Thema Fairer Welthandel aus Herborn-Schönbach und Friedberg

Teilnehmer aus Herborn-Schönbach und Friedberg (Foto: Uwe Seibert)

Am Ende waren die Teilnehmer der Gesprächsrunde dankbar für viele neue Ideen und Impulse.

Gebet für die Geiseln in Afghanistan

Mit einem dringenden Gebetsaufruf für die südkoreanischen Geiseln in Afghanistan hat sich die Presbyterianische Kirche Südkoreas (PROK) an die Christenheit gewandt. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) unterstützt diesen Gebetsaufruf und bittet ebenfalls, für die Befreiung der in Afghanistan Entführten zu beten.

Die koreanische Kirche ist eine der Partnerkirchen der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Dr. Jochen Kramm, Leiter des Zentrums Ökumene der EKHN, hat folgendes Fürbittengebet verfasst:

Fürbittengebet für die Geiseln in Afghanistan

Gott, der du den Menschen Frieden auf Erden verheißt,
setze dem Töten in Afghanistan ein Ende.

Befreie alle in Streit verstrickten Parteien von der Illusion,
dass Gewalt ein Weg für dieses zerrissene Land sein kann.

Gib allen Verantwortlichen die Einsicht,
die politischen Wege zum Frieden zu beschreiten.

Schütze Leben und Gesundheit der koreanischen Geiseln sowie der deutschen Geisel,
dass sie zu ihren Familien zurückkehren können.

Tröste die Familien in Korea und Deutschland,
die den Verlust eines geliebten Menschen beklagen.

Hilf allen Menschen, die weltweit von Konflikten bedroht sind.

Mache in uns allen die Hoffnung stark,
dass Gewalt nicht den Sieg behält.

Amen

(Quelle: EKHN, Pressemeldung vom 2.8.2007)

8 Minuten für Gerechtigkeit

Die Evangelische Kirche unterstützt die bundesweite Aktion „8 Minuten für Gerechtigkeit“. Am Abend des 6. Juni 2007 wird bundesweit um 18 Uhr zu Gottesdiensten, Gebeten und Andachten eingeladen, zu denen vorher acht Minuten lang die Kirchenglocken geläutet werden. Dabei soll der G8-Gipfel zum Anlass genommen werden darüber zu informieren, wie Wirtschaft und Lebensweise in den reichen Ländern auf die Lebensbedingungen in den ärmeren Ländern wirken.

Auf der Webseite der EKHN findet man ein Interview mit dem Leiter des Zentrums Ökumene der EKHN, Dr. Jochen Kramm, darüber, warum sich die Evangelische Kirche an der Aktion beteiligt und wie sich Christen für eine mehr an Gerechtigkeit orientierte Welt engagieren können.