Vier reisen nach Indonesien

Vor zwei Jahren waren wir mit einer kleinen Delegation für zwei Wochen bei der Simalungun-Kirche (GKPS), unserer Partnerkirche in Nordsumatra/Indonesien.  Teil der Reisegruppe waren damals auch der Haigerer Pfarrer Ralf Arnd Blecker  und die Gemeindepädagogin Anette Gisse. Jetzt sind die beiden noch einmal dorthin gereist. Diesmal bleiben sie länger dort. Weiterlesen

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Zu Besuch bei „Opa“ August Theis

GKPS_Haiger

Gäste aus Indonesien vor der Stadtkirche Haiger (Foto: US)

Anfang Mai ist anlässlich einer internationalen Partnerschaftskonsultation eine Besucher­gruppe aus der Geraja Kristen Protestan Simalungun (GKPS), der Christlich-Protestantischen Simalungun-Batak-Kirche nach Deutschland gekommen. Im Rahmen dieses Besuchs waren drei indonesische Christen für kurze Zeit auch im Dekanat Dillenburg. Weiterlesen

In memoriam Lina Lotz, geb. Becker

(Foto: Archiv- und Museumsstiftung Wuppertal )

Heute ist der Geburtstag von Lina Lotz, geborene Becker, die am 27.11.1879 in Haiger-Langenaubach geboren wurde. Wie August Theis und viele andere Menschen aus dem Westerwald und dem Dillkreis war sie als Missionarin im Dienst der Rheinischen Missionsgesellschaft tätig. Daran erinnert der Missionsweg Nord-Nassau, der 2008 eingerichtet wurde. Allein aus den Dörfern in unmittelbarer Nähe des Missionswegs stammen zwölf Männer und Frauen, unter ihnen auch Lina Lotz, geborene Becker.

Die ehemalige Langenaubacher Kirche (heute: „Alte Kapelle“) in der Dorfmitte war die geistliche Heimat von Lina Becker. 1911, in dem Jahr als die alte Schule (heute zum Teil als Archiv und Museum genutzt) neben der Aubacher Kapelle neu gebaut wurde, wurde Lina Becker nach Nordsumatra (Indonesien) ausgesandt. Dort heiratete sie den Missionar Karl Lotz aus Niederlemp bei Wetzlar. In drei Missionsstationen am Tobasee arbeitete sie an seiner Seite. Sie starb 1927 in Bischoffen, wo ihr Mann nach ihrer Rückkehr aus Nordsumatra eine Pfarrstelle verwaltete.

Zwölf Tage in Sumatra – ein Reisebericht

Vor einer Woche bin ich aus Sumatra zurückgekommen, wo ich an der Vollversammlung der VEM teilgenommen habe. Anschließend war ich noch ein paar Tage zu Besuch bei der Protestantischen Simalungun-Batak-Kirche, mit der das Dekanat Dillenburg früher eine Partnerschaft hatte. Hier ist ein Bericht über meine Reise: Download (PDF, 7 MB)

 

Ein Besuch in der Simalungun-Kirche

Nachdem am Samstag die VEM-Vollversammlung mit einem Einführungsgottesdienst für den neuen Missionsrat zu Ende gegangen ist, reisen einige der Delegierten der verschiedenen Mitglieds-Kirchen der VEM zurück in ihre Heimatländer. Andere bleiben noch ein wenig in Indonesien, um Partnerkirchen zu besuchen. So auch ich – ich besuche die protestantische Simalungun-Batakkirche (GKPS), die Partnerschaften mit dem Dekanat Bad Marienberg und den Kirchenkreisen Hagen und Solingen unterhält und früher auch mit dem Dekanat Dillenburg partnerschaftlich verbunden war.

Am Samstagmittag wurde ich von der Dekanin des Kirchenkreises Raya der GKPS abgeholt. Ihr Auto war zum Glück groß, denn außer mir waren noch zwei Ökumene-Mitarbeiter der GKPS – Lertina Saragih und Lermianna Girsang mit im Auto, außerdem Elisabeth Steinhard,  Nele Christofzik und Annika Huneke – zwei Freiwillige der VEM–, sowie unser ganzes Gepäck. Nele arbeitet in einem Kinderheim in Pematang Siantar. Annika arbeitet im Alpha-Omega Zentrum für Behinderte der GBKP in Kamanjahe.

Annika stieg in Kamanjahe aus, wir anderen fuhren weiter nach Sari Budolok. Dort gab es in einer Klinik ein Treffen mit Pastoren, Vikaren und Mitarbeitern der Klinik. Die Dekanin gab einen kurzen Überblick über die Struktur der GKPS und erzählte dann einiges über ihren Distrikt . Es ist eine ländliche Gegend, wo die meisten Menschen von Landwirtschaft leben. Leider haben sie das Problem, dass sie für ihre Produkte oft nur einen schlechten Preis bekommen, außerdem gibt es auch Transportprobleme. Es gibt hier zwar viele Autos, LKWs und Motorräder, aber die Straßen sind in einem traurigen Zustand. Von den Feldern transportieren die Bauern ihre Produkte zum Teil noch mit Wasserbüffeln.

Nach dem Treffen wurden wir von dem Mann der Dekanin nach Sondi Raya gefahren worden, um in einem Internat zu übernachten. Das Internat hat Elisabeth Steinhard aufgebaut. Als wir dort ankamen, gab es Tränen des Wiedersehens, aber auch der Trauer, weil vor kurzem die Leiterin des Internats gestorben war.

Am Sonntag waren wir viel unterwegs. Nach dem Frühstück ging es erst nach Saribu Dolok, wo ich den Gottesdienst halten durfte. Bei der Vorstellung im Gottesdienst bekamen wir ein Simalungun-Tuch als Begrüßungsgeschenk überreicht. Es hat sogar die Farben der EKHN! Ich denke, das werde ich demnächst im Gottesdienst als Stola tragen. Außerdem hat man mir einen Simalungun-Namen verpasst: Saragih Simamarta. So bin ich jetzt offiziell in den Simalungunstamm aufgenommen worden.

Nele, Elisabeth und ich haben ein schönes Simalungun-Tuch geschenkt bekommen.

Nach dem Gottesdienst und den üblichen Foto-Shootings haben wir ein Kaffee-Projekt der Kirche angesehen. Dort können die Bauern ihren Roh-Kaffee zur Weiterverarbeitung abgeben. Der Kaffee wird dann weiter nach Medan transportiert und geht von dort vor allem in die USA. Leider ist der Verdienst gering und abhängig von den schwankenden Weltmarktpreisen. Eine Verbindung zu einer Fairtrade-Organisation wäre hilfreich.

Nach dem Essen haben wir dann verschiedene Ausflüge gemacht. Erst zum Sipisopiso Wasserfall, dem höchsten Wasserfall in Indonesien. Unterwegs haben wir Ananas gekauft – drei Stück für ein Euro – und Mandarinen gepflückt in der Plantage der Neffen einer unserer Begleiterinnen.

Vom Wasserfall aus sind wir dann zu einem Museum, wo man das alte Gehöft der Simalungun-Fürsten sehen kann. Danach sind wir zurück nach Sondi Raya, um unser Gepäck zu holen und dann nach Pematang Siantar.  Dort wohne ich in einem Gästehaus der GKPS, wo es auch einen Internet-Zugang gibt. So kann ich Kontakt mit zu Hause halten und ab und zu ein paar neue Fotos (Link zu den Fotos ) auf Facebook posten.

Sinabung ist wieder ausgebrochen — VEM hilft

(via VEM) Nach dem erneuten Ausbruch des Vulkans Mount Sinabung auf Sumatra/Indonesien am Freitag sind zehntausende Menschen auf der Flucht. Mindestens 25.000 von ihnen haben bereits Zuflucht in Einrichtungen der Christlich-Protestantischen Karo-Batakkirche (GBKP) gesucht, einer Mitgliedskirche der Vereinten Evangelischen Mission (VEM). Für die Unterstützung der Flüchtlinge in 15 Flüchtlingscamps hat die VEM 10.000 Euro Soforthilfe zur Verfügung gestellt. (weiterlesen auf der Website der VEM)

Lesen Sie auch: Flucht vor dem Vulkan

Hilfe für die Erdbebenopfer auf Sumatra

Nach dem verheerenden Erdbeben am 30. September wird die Zahl der Todesopfer in Indonesien ständig nach oben korrigiert. Das Erdbeben brachte Häuser, Schulen, Kirchen und Krankenhäuser zum Einsturz. Es wird befürchtet, dass noch immer Tausende Opfer unter den Trümmern liegen. „Die Kirchen in der Region helfen, wo sie können“, berichtet Lermiana Girsang. Sie ist die Partnerschaftsreferentin der Simalungun Batak Kirche (GKPS), der Partnerkirche der EKHN und des Dekanats Bad Marienberg. Das Gebiet der GKPS liegt nördlich der betroffenen Region um Padang auf Sumatra und ist nicht unmittelbar vom Erdbeben betroffen. Aber sie, wie viele andere Kirchen der Region auch, helfen bei der Versorgung der Obdachlosen und Verletzten, bei Räumarbeiten, mit Gebet und geistlicher Begleitung.

Als Soforthilfe für die Opfer der Erdbeben auf der Insel Sumatra hat die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) 10.000 Euro bereitgestellt und ein Spendenkonto eingerichtet. Sie bittet um Spenden. Diese werden die Opfer zuverlässig erreichen und sinnvolle Hilfe ermöglichen, denn die EKHN kooperiert dabei mit der Partnerkirche der EKHN auf der betroffenen Insel Sumatra und der Vereinten Evangelischen Mission mit Sitz in Wuppertal, die seit vielen Jahren professionell Hilfsmaßnahmen organisiert und überwacht.

Spenden werden erbeten unter:

EKHN
Konto-Nr. 4.100.000
Evangelische Kreditgenossenschaft Kassel (EKK)
BLZ: 520 604 10
Verwendungszweck: Erdbebenopfer Sumatra

(Pressemeldung der EKHN vom 2. Oktober 2009, Links: Uwe Seibert)

Zum 175. Geburtstag von Ludwig Ingwer Nommensen

Am 6. Februar 2009 jährt sich zum 175. Mal der Geburtstag von Ludwig Ingwer Nommensen, einem Missionar der ehemaligen Rheinischen Mission, aus der später die Vereinte Evangelische Mission (VEM) entstanden ist.  Nommensen hat von 1861 bis zum seinem Tode 1918 in Sumatra gewirkt und gilt noch heute als einer der bedeutendsten Missionare, die in Indonesien tätig waren.

Es war Nommensen, der den Haigerer Missionar August Theis dazu ermunterte, bei den Simalungun-Batak auf Sumatra eine Missionsstation zu beginnen. Aus dieser Arbeit entstand die Simalungun-Kirche, die heutige Gereja Kristen Protestan Simalungun (GKPS).

Anlässlich des 175. Geburtstages von Ludwig Ingwer Nommensen hat die VEM Auszüge aus einem Hintergrundbericht von Uwe Hummel, Leiter der Abteilung Asien bei der Vereinten Evangelischen Mission, auf ihre Homepage gestellt. Der komplette Beitrag wird Mitte März in der nächsten Ausgabe der VEM-Zeitschrift „In die Welt“ erscheinen.

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