Weltladen Dillenburg e.V. hielt erste Mitgliederversammlung ab

Vorstand Weltladen Dillenburg

Der Vorstand des neuen Vereins Weltladen Dillenburg e.V. Von links nach rechts: Kassierer Stefan Bauer, 2. Vorsitzender Pfarrer Dr. Friedhelm Ackva, Beisitzer Jan Saalbach, Schriftführerin Beatrix Schlausch, Beisitzer Dr. Uwe Seibert, 1. Vorsitzender Pfarrer Stefan Peter, Beisitzerin Marie-Luise Ackva. (Foto: Ackva)

Nachdem sich Anfang des Jahres der Weltladen Dillenburg als eingetragener Verein konstituiert hat, trafen sich die gut 20 Mitglieder am Mittwoch zur ersten ordentlichen Mitgliederversammlung. In den neuen Räumen der katholischen Pfarrgemeinde Herz Jesu, wo die Initiative des fairen Handels in Dillenburg schon 1994 seinen Anfang genommen hatte, konnte auf eine gute Entwicklung des eigenen Ladens zurückgeblickt werden. Weiterlesen

Studientag “Islam ist (nicht) gleich Islam”

herrmann_andreas_zentrum-oekumene_13_medio_880

Pfarrer Andreas Herrmann, Referent für Interreligiösen Dialog am Zentrum Oekumene

Ein Studientag am Samstag, 14. März, 14 bis 18 Uhr, im Ev. Gemeindehaus Herborn (Kirchberg 9) widmet sich der Religion des Islams. Der Studientag mit Pfarrer Andreas Herrmann, Referent für Interreligiösen Dialog am Zentrum Oekumene in Frankfurt soll über die verschiedenen Facetten und die gegenwärtigen Strömungen des Islam informieren.

Für Verwirrung in der öffentlichen Wahrnehmung des Islam sorgt gelegentlich die Tatsache, dass die islamische Glaubensgemeinschaft in verschiedene Strömungen gespalten ist, die auch regional unterschiedlich stark vertreten sind. Zwar ist für alle Muslime trotz dieser Unterschiede die “Umma”, die einheitliche und allumfassende Gemeinschaft aller Muslime, ein unabänderliches Element ihres Glaubens. Dennoch: Von „dem Islam“ zu sprechen, ist unzutreffend und besonders im direkten Gespräch vor Ort mit Schwierigkeiten belastet.

Die Teilnahme am Studientag ist kostenlos und für alle Interessierten offen.

Begegnungsfest soll Flüchtlinge, Migranten und interessierte Dillenburger zusammenbringen

Vor einiger Zeit wurde ein “Runder Tisch Soziales in Dillenburg” gegründet. Beteiligt sind die beiden großen Kirchen, Caritas, Diakonisches Werk und der St. Elisabeth-Verein. Dieser veranstaltet am Freitag (20.2.) ab 16.30 Uhr in der Stadthalle Dillenburg ein Begegnungsfest für Flüchtlinge, Migranten und interessierte Dillenburger Bürger.  Unter anderem werden die Lebenshilfe-Band, eine türkische Tanzgruppe und ein Zauberer auftreten, es gibt Essen und Getränke. Zwischendurch gibt es Zeit zum Kennenlernen und für Gespräche.

Theater führt in eine fremde Welt

Preda-Theater

Acht Jugendliche aus den Philippinen führen ein eigenes Musical auf (Foto: PREDA)

Von Träumen, Visionen und Enttäuschung handelt ein Theaterstück, das philippinische Jugendliche am Mittwoch, 25. Februar, um 13.45 Uhr in der Wilhelm-von Oranien-Schule (Jahnstraße 1) in Dillenburg aufführen werden. Auf Einladung des Weltladens Dillenburg werden die acht Jugendlichen im Alter von 15 und 25 Jahren ihr Stück „Once We had a Dream“ in deutscher Sprache spielen. Zur Aufführung sind Schüler und weitere Interessierte willkommen. Weiterlesen

Themenabend über Steueroasen und Steuergerechtigkeit muss leider ausfallen!

meinzer

Foto: Veranstalter

Der für Freitag, 13. Februar, 19.30 Uhr, angekündigte Themenabend über Steueroasen und Steuergerechtigkeit mit Markus Meinzer muss wegen eines Krankheitsfalls in der Familie des Referenten leider kurzfristig abgesagt werden. Es konnte auf die Schnelle auch kein Ersatz-Referent gefunden werden, teilt der Bildungsreferent im Ev. Dekanat Dillenburg, Pfarrer Paul-Ulrich Rabe heute am Mittwoch (11. Februar) mit. Die Veranstalter versuchen einen neuen Termin zu vereinbaren. Sobald es einen neuen Termin gibt, wird es auf www.ev-dill.de vermeldet. Weiterlesen

“Islam ist (nicht) Islam”

Die Reihe „Islam ist (nicht) Islam“ will zu einer sachlichen Auseinandersetzung mit dem Islam einladen. Zwei Spielfilme und ein Workshop widmen sich den unterschiedlichen Facetten des Islams. Weiterlesen

Jahresrückblick 2014

Das Jahr 2014 neigt sich seinem Ende zu. Nächste Woche feiern wir Weihnachten, in zwei Wochen ist der Jahreswechsel. In meinem Arbeitsbereich ist es gerade etwas ruhiger geworden. So nehme ich mir wieder die Zeit, einen Jahresrückblick zu schreiben. Weiterlesen

Kirchentag 2015 – wir fahren hin!

Vom 3. bis 7. Juni 2015 findet in Stuttgart der Deutsche Evangelische Kirchentag statt.

Die Evangelischen Dekanate Dillenburg und Herborn bieten 2015 eine Gruppenteilnahme beim Kirchentag in Stuttgart an und laden dazu Jugendliche, Erwachsene und Familien aus unserer Region herzlich ein.

Die Hin- und Rückreise erfolgt je nach Zahl der Mitreisenden per Bus oder Kleinbus und PKW. Als Quartier dient für jüngere Teilnehmer eine Gemeinschaftsunterkunft in einer Schule, für Teilnehmer ab 35 Jahren, Menschen mit Behinderung und Familien stehen auch Privatquartiere zur Verfügung.

Die Preise: Vollzahler zahlen 170 Euro, ermäßigt kostet die Teilnahme 125 Euro. Für Familien gelten Sonderpreise. Wer als Helfer mitfahren möchte, zahlt nur 50 Euro. Im Preis enthalten sind die Anreise, Übernachtung, Frühstück und die Dauerkarte.

Die Dauerkarte ermöglicht neben dem freien Eintritt zu allen Veranstaltungen auch die kostenlose Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel im Verkehrsverbund Stuttgart.

Anmeldung: bis 8. März 2015

» Download  |  Anmeldebogen für Kirchentagsfahrt 2015

Wir freuen uns über Rückfragen und Anmeldungen:

Uwe Seibert
Telefon 0 27 71 / 65 59
Mail: U.Seibert(at)ev-dill.de

Anette Gisse
Telefon 0 27 78 / 524
Mail: anettegisse(at)gmx.de

Christina Münzner
Telefon 0 27 72 / 99 80 596
Mail: christina(at)muenzner-online.de

Ökumenischer Arbeitskreis diskutiert über „Menschenwürde“

PodiumsdiskussionMenschenwürde (1)

Ramona Höge, Carsten Klement und Klaus Breuning-Schüller diskutieren unter der Moderation von Uwe Seibert über die Menschenwürde (Foto: Jenny Berns)

Ein nicht ganz einfaches Thema hatte sich der Ökumenische Arbeitskreis Dillenburg für seine Podiumsdiskussion am vergangenen Montagabend (17.11.2014) ausgesucht. Im evangelischen Gemeindehaus am Zwingel diskutierten Ramona Höge, Carsten Klement und Klaus Breuning-Schüller unter der Moderation von Uwe Seibert über die Menschenwürde.

Die Diskussion fand im Rahmen der Vortragsreihe „Gerechtigkeit und/oder Barmherzigkeit ?!“ statt. Im Vordergrund stand der im Artikel 1 des Grundgesetzes festgeschriebene Satz: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ „Was bedeutet das eigentlich“, wollte Uwe Seibert von den Diskussionsteilnehmern wissen. Der Referent für Mission und Ökumene im Dekanat Dillenburg fragte zudem, was für die Anwesenden denn Menschenwürde ausmache und ob ein Mensch sein Recht auf Menschenwürde auch verwirken könne, beispielsweise durch eine Straftat.

Wichtig sei ihr, dass sie vorrangig als gleichberechtigter Mensch behandelt werde und nicht aus dem vorurteilsbehafteten Blickwinkel „behindert“. Zudem wäre es für sie sehr wichtig, dass in Deutschland noch stärker auf Barrierefreiheit geachtet werde, sagte Ramona Höge. Die Dillenburger Stadtverordnete arbeitet als Verwaltungsangestellte beim Diakonischen Werk.

Klaus Breuning-Schüller aus Schönbach, der Projektkoordinator bei der GWAB (Gesellschaft für Wirtschaftsförderung, Ausbildungs- und Beschäftigungsinitiativen mbH) und zudem Diplom-Theologe ist, bezog die Frage der Menschenwürde auch auf die Frage nach Gott: „Ich staune über Gottes Geduld mit uns Menschen, die wir so vielfach unmenschlich miteinander umgehen.“

Carsten Klement aus Burbach, der derzeit bei “Hands of Hope” mitarbeitet, war hingegen der Meinung, dass wir zu sehr auf die großen und globalen Probleme schauen und stattdessen die Misere vor der eigenen Haustür übersehen.

Wie schwierig das Thema ist, zeigte ein Beitrag von Friedhelm Ackva. Aus dem Publikum heraus warf der Dillenburger Pfarrer ein, dass doch erstmal der Begriff „Menschenwürde“ genauer unter die Lupe genommen werden müsse, bevor über die jeweilige Ausgestaltung derselben diskutiert werde. Eine Möglichkeit sah er darin, den Fokus nicht auf das aus dem Alt- und Mittelhochdeutschen stammende Wort „Würde“ („wirde“ bzw. „wirdī“) und das damit implizierte „Wert-Sein“ zu legen. Anstelle dessen wäre es besser, im christlichen Sinne von „geworden sein“ zu sprechen.

Mehr Offenheit und eine Wertigkeit des Einzelnen, die nicht ausschließlich unter materiellen Gesichtspunkten zu sehen ist, war das letztendliche Fazit der Diskussionsexperten wie des Publikums. Es war ein anregender und bereichernder Austausch, vor allem weil die Protagonisten auf dem Podium sich nicht anmaßten, eine allgemeingültige Wahrheit zu diesem Thema gefunden zu haben. Vielmehr sprachen sie ganz offen über eigene Unsicherheiten mit dem Thema und wie schwierig es auch ihnen bisweilen fällt, vorurteilsfrei zu agieren.

Text und Foto:  Jenny Berns

 

VEM-Vortragsreihe „Mission Lectures“ – zum ersten Mal auch in Herborn

(via VEM) Mission ist keine Einbahnstraße – das ist in der Vereinten Evangelischen Mission (VEM) selbstverständlich. Für viele in Deutschland ist es aber immer noch etwas Besonderes, wenn afrikanische oder asiatische Theologen von ihrem Glauben erzählen und ihre Theologie vorstellen. Die VEM lädt deshalb jedes Jahr eine Theologin oder einen Theologen nach Deutschland ein, um in Kirchen, an Universitäten und anderen Orten von ihrem Glauben und ihrer Missionstheologie zu erzählen.

In diesem Jahr wird zum ersten Mal auch hier bei uns ein solcher Vortrag stattfinden, und zwar am Donnerstag, 13. November, um 20 Uhr im Theologischen Seminar im Herborner Schloss, Nassaustraße 36, 35745 Herborn.

Bataringaya

Pascal Bataringaya (Foto: VEM)

Für die diesjährige Vortragsreihe „Mission Lectures“ konnte Dr. Pascal Bataringaya gewonnen werden, stellvertretender Präsident der Evangelisch-Presbyterianischen Kirche in Ruanda (EPR). Der ehemalige Stipendiat der VEM wird unter dem Thema “Wege zur Versöhnung – Die Rolle der Kirche in einem Versöhnungsprozess am Beispiel Ruandas” Vorträge an mehreren Orten in Deutschland halten. Die Vorträge werden in deutscher Sprache gehalten.

Dr. Bataringaya hat im Jahr 2012 bei Professor Traugott Jähnichen, Ruhruniversität Bochum (RUB), zum Thema “Impulse der Friedensethik Dietrich Bonhoeffers” promoviert. Neben seiner akademischen Arbeit begleitet Bataringaya als Kirchenleiter den Friedensprozess innerhalb seiner Kirche kontinuierlich und pro-aktiv. So organisierte er mit Unterstützung der Ruhr Universität Bochum RUB, der Evangelischen Kirche von Westfalen EKvW, der VEM und anderen im Februar 2014 in Ruanda eine internationale Tagung mit dem Thema “Versöhnung und gerechter Friede – Impulse der Theologie Dietrich Bonhoeffers”.

Der 7. April 2014 war der 20. Jahrestag zum Gedenken an den Völkermord in Ruanda. Die Kirche blickt auf diese Zeit zurück und reflektiert ihre eigene Rolle im Ringen um Frieden.  Die Frage, wie der Versöhnungs- und Heilungsprozess in Ruanda – aber auch anderenorts – von Theologie und Gemeinde konstruktiv begleitet und mit gestaltet werden kann, bleibt aktuell.

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 133 Followern an