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Workshop: Zum Umgang mit rechten Parolen

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Jörg Wetjen erklärt, wie man angemessen auf rechte Parolen reagiert

(via ev-dill.de) Die Evangelische Bildung im Dekanat an der Dill lädt ein zu einem kostenlosen Workshop zum Thema „Umgang mit rechten Parolen“ mit dem Referenten Jörg Wetjen vom Evangelischen Zentrum Frauen und Männer der EKD in Hannover.

Jörg Wetjen springt kurzfristig für Diakon Christian Graf ein, der ursprünglich angefragt war, aber verhindert ist. Jörg Wetjen ist Mitglied im Landesvorstand der Männerarbeit der evangelischen Kirche von Westfalen und seit 2017 Referent bei der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

Der Diplom-Theologe beschäftigt sich als Referent des evangelischen Zentrums Frauen und Männer im Fachbereich Männerarbeit der EKD mit Rechtspopulismus als Themen-Schwerpunkt.

Jörg Wetjen beobachtet, dass rechtes Gedankengut zunehmend auch von Menschen aus der Mitte der Gesellschaft vertreten wird. „Oft kommen die Bemerkungen so überraschend oder nur in einem Nebensatz“. Sein Tipp: Auf jeden Fall angemessen reagieren. „Wie das aussieht, das möchte ich im Workshop zeigen. Wichtig ist mir, die populistischen Aussagen nicht unkommentiert stehen zu lassen, damit sich mein Gegenüber nicht durch einen fehlenden Widerspruch noch in seiner Ansicht bestärkt fühlt.“

Hinter dem Rechtspopulismus stecke ein System, das gerne mit Halbwahrheiten und Emotionen spiele, sagt Wetjen: „Es werden Themen aufgegriffen, über die sich etliche Menschen ärgern. Ob der Untergang des Abendlandes oder das beängstigende Fremde. Und oft berufen sich Rechtspopulisten auf die schweigende Mehrheit in der Gesellschaft“.

Im Workshop möchte der 50jährige Referent zeigen, mit welchen Themen rechte Stimmung gemacht wird. In einem weiteren Schritt möchte der Diplom-Theologe mit den Teilnehmenden überlegen, wie sie adäquat reagieren können. „Manchmal habe ich den Eindruck, Rechtspopulisten probieren ihre ,Botschaften‘ erst einmal aus und wenn sie mit ihrer Kritik an mangelnden ‚christlichen‘ oder ‚ethischen Werten‘ in der Gesellschaft keinen Widerspruch ernten, wird aus der Kritik ein Argument“.

Der Workshop findet wie bereits angekündigt am Donnerstag, 14. Juni 2018, 18 bis 21.30 Uhr im Haus der Kirche und Diakonie (Raum der Begegnung im Erdgeschoss), Am Hintersand 15 in Herborn statt und richtet sich besonders an Menschen, die kirchlich aktiv sind oder ihre Kirchengemeinde in besonderer Weise nach außen vertreten sowie an Menschen, die in der Flüchtlingsarbeit aktiv sind.

Die Veranstalter bitten um Anmeldung bis Freitag, 8. Juni 2018.

Weitere Informationen:

Evangelische Bildung im Dekanat an der Dill
Pfarrerin Karin Schmid
Telefon: 02772 / 5834-270
Mail: karin.schmid.dek.dill@ekhn-net.de

oder

Evangelische Dekanat an der Dill
Fachstelle Gesellschaftliche Verantwortung
Dr. Uwe Seibert
Telefon: 02772 / 5834-210
Mail: u.seibert@ev-dill.de

 

 

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Der „Grüne Hahn“ kommt nach Ballersbach

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Mit dieser Plakette wird eine Kirchengemeinde ausgezeichnet, die sich am kirchlichen Umweltmanagement „Grüner Hahn“ beteiligt (Foto: Seibert)

Als erste Kirchengemeinde im Dekanat an der Dill wird Ballersbach das kirchliche Umweltmanagement „Grüner Hahn“ einführen. Einen entsprechenden Beschluss fasste der Kirchenvorstand Ende März.

Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) unterstützt Kirchengemeinden darin, achtsam und bewahrend mit Gottes Schöpfung umzugehen. Der „Grüne Hahn“ ist dazu ein konkretes Angebot und Bestandteil des Klimaschutzkonzeptes unserer Landeskirche.

Beim „Grünen Hahn“ geht es darum, umweltfreundliches und nachhaltiges Handeln zukünftig in allen Bereichen einer Kirchengemeinde zu verankern und alltäglich zu leben.

Dazu gehört nicht nur der bewusste Umgang mit Energie, Wasser und anderen Ressourcen. Auch die Vermeidung von Abfall und schädlichen Reinigungsmitteln, der Einkauf ökologischer und fair gehandelter Produkte oder auch der Schutz des Lebensraums von Tieren und Pflanzen sind Bestandteil des Umweltmanagements „Grüner Hahn“.

Alle Gemeindeglieder sind aufgerufen, ihre Vorschläge und Ideen einzubringen, um das Leben Schritt für Schritt noch umweltfreundlicher und nachhaltiger zu gestalten. Schließlich geht es darum, einen aktiven Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung zu leisten und dabei als Kirchengemeinde mit gutem Beispiel voran zu gehen!

Am 27. Mai erfolgt der Auftakt zur Einführung des „Grünen Hahns“ in Ballersbach mit weiteren Informationen zur Zielsetzung und zum Ablauf. Alle Gemeindeglieder sind schon jetzt sehr herzlich dazu eingeladen!

Das kirchliche Umwelt-Managementsystem „Grüner Hahn“ basiert auf dem europäischen Öko-Audit EMAS, das an die Bedürfnisse von Kirchengemeinden angepasst wurde. In Ballersbach koordiniert ein Umweltteam in enger Abstimmung mit dem Kirchenvorstand und unter fortwährender Beteiligung der Gemeindeglieder die schrittweise Einführung des Umwelt-Managementsystems in das gemeindliche Leben. Dazu werden Umweltleitlinien erarbeitet und alle geeigneten Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltbilanz in einem Umweltprogramm zusammengestellt, das auf vier Jahre angelegt ist. Nachdem Abläufe und Zuständigkeiten vereinbart sind, werden alle Aktivitäten in einem Umweltbericht zusammen gefasst.

Am Ende des Prozesses steht eine Zertifizierung und die Verleihung des „Grünen Hahns“. Zielgerichtet, transparent und glaubwürdig geht es dann in Ballersbach auf den Weg zu einer umweltfreundlichen und zukunftsfähigen Kirchengemeinde.

Text: Udo Hecker

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Dr. Ipyana Mwamugobole kommt zu einem Workshop nach Herborn (Foto: Seibert)

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© Weltgebetstag der Frauen – Deutsches Komitee e.V.

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img_1735.jpgLeere Filzstifte und Textmarker und eingetrocknete Kugelschreiber sind für viele Menschen einfach nur Abfall und werden in den Müll geworfen. Beim Weltladen in Dillenburg kann man jetzt alte, unbrauchbar gewordene Schreibutensilien abgeben und damit noch etwas Gutes tun. Die Sammelaktion läuft zunächst bis Ende 2018. Weiterlesen

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